Filmvorführung
“JOHANNA D’ARC OF MONGOLIA” von Ulrike Ottinger

GOETHE FILMS: Ulrike Ottinger in Asien

TIFF Bell Lightbox

Ulrike Ottinger: JOHANNA D'ARC OF MONGOLIA © Johanna d'Arc of Mongolia c Ulrike Ottinger Ulrike Ottinger: JOHANNA D'ARC OF MONGOLIA Johanna d'Arc of Mongolia c Ulrike Ottinger
Reihe kopräsentiert von Inside Out, MUFF Society & Reel Asian Film Festival

Ulrike Ottinger, die große Dame des deutschen Avantgarde-Films und die "Nomadin des Filmemachens", hat während ihrer fünf Jahrzehnte langen Karriere vielfach in Asien gearbeitet. Ottingers Filme folgen ihrer abenteuerlichen Neugierde, kombinieren Fakt und Fiktion und kreieren so ein einzigartiges poetisches Bild. Die drei Filme JOHANNA D’ARC OF MONGOLIA (1989), EXIL SHANGHAI (1997) und UNTER SCHNEE (2011), die vom Goethe-Institut präsentiert werden, folgen Frauen in der Mongolei, im Exil Lebenden in Shanghai und Kabuki-Künstlern in Japan.
 
Johanna d’Arc of Mongolia (Deutschland 1989, 165 Min), Regie von Ulrike Ottinger, mit Delphine Seyrig und Irm Hermann
 
Auszeichnungen:
Deutscher Filmpreis für Visuelle Gestaltung, 1989
Prize of the Audience Jury, Montreal, 1989
Outstanding Film of the Year, London 1989
 
Festivals 1989:
Berlinale, New York, San Francisco
 
Auf der Reise mit der Trans-Mongolischen-Eisenbahn wird eine Gruppe von Frauen aus dem Westen von der exotischen und wilden mongolischen Prinzessin Ulan Iga entführt. Sie verbringen den Sommer als Gefangene in ihrer nomadischen Zeltstadt, und während die Strenge der Mongolen in der Wüste eigentlich Strafe für die verhätschelten Frauen ist, passen sich diese schon bald an die neuen, gar beglückenden Erfahrungen an. Lady Windermere, eine ehemalige Ethnologin, die auch Mongolisch spricht, wird zur Anführerin der Frauen und die junge und noch sehr naive Giovanna zeigt sich als besonders aufgeschlossen gegenüber den Traditionen, die Prinzessin Ulan Iga mit ihr teilt.
 
"Häufig wird das Erzählen vermieden, unvereinbare Figuren zusammengeführt und lange Momente der fesselnd schönen und beeindruckenden Landschaft festgehalten - die Regisseurin Ulrike Ottinger nimmt das Publikum mit auf eine fast dreistündige Reise, auf der ungleiche Kulturen aufeinander stoßen, aber Gemeinsamkeiten und schlussendlich auch einen harmonischen Abschluss finden." - MoMA

"’Johanna’ präsentiert einen fantasiereichen Versuch der einzigartigen deutschen Filmemacherin, die Art und Weise in der extrem verschiedenen Kulturen wandern und sich gegenseitig beeinflussen zu erkunden. Das Thema des Wanderers/ Außenseiters, Quelle verschiedener Ideen, durchdringt alle markanten Filme Ottingers." - San Francisco Chronicle
 
"[Ottinger] fängt Gesichter und Gesten, Kleidung und Requisiten, Klänge von Stimmen und sowohl die Routine und Gesten der Arbeit als auch die des Prunks ein und übermittelt Geheimnisse, Ängste und Unsicherheiten." - The New Yorker
 
 
Ulrike Ottinger (geboren 1942 in Konstanz) studierte von 1959-1961 Kunst in München. Ab 1962 lebte sie in Paris und arbeitete als freie Künstlerin und Fotografin. Seit 1973 lebt sie in Berlin und ist dort Mitglied der Akademie der Künste und der Europäischen Filmakademie. Ottinger ist seit ihrem Debut in den frühen 1970er Jahren eine einzigartige und provaktive Stimme des Deutschen Kinos. Bis heute hat sie 24 Filme gedreht, darunter auch fiktionale Langfilmprojekte und experimentelle Dokumentarfilme. Ihre Filme stehen für Radikalität, nicht nur im Sinne der Handlung, sondern auch in Bezug auf den Umgang mit Sexualität und Geschlechtern. Ottinger schreibt ihre eigenen Drehbücher, ist vielfach selbst die Kamerafrau und entwirft zudem die häufig kunstvollen Kulissen und aufwendigen Kostüme, die in ihren Filmen zur Schau kommen. In ihrer Karriere als Künstlerin hat Ottinger ebenfalls als Fotografiin gearbeitet. "China. Die Künste - Der Alltag" (1985), “Taiga” (1991/1992), “Seoul Women Happiness” (2008) und “Die koreanische Hochzeitstruhe” (2008), sind weitere "Asien" Filme Ottingers. 2011 wurde Ottingers künstlerisches Schaffen in zwei großen Einzelausstellungen und Retrospektiven ihrer Filme gefeiert; zudem erhielt sie den Hannah-Höch-Preis und den Special Teddy Queer Film Award der Berlinale 2012. Sie arbeitet derzeit an dem nächsten Film "Paris Calligrammes", der 2018 erscheinen soll.
 
 
Alle GOETHE FILMS sind freigegeben ab 18 Jahren

Teil des Goethe-Institut Schwerpunkts Deutscher Film



03/01 | 6:30pm | "Unter Schnee" von Ulrike Ottinger
03/01 | 9:00pm | "Ulrike Ottinger - Die Nomadin vom See" von Brigitte Kramer
03/06 | 6:30pm | "Exil Shanghai"  von Ulrike Ottinger
 

Details

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350 King St. W.
Toronto

Sprache: mit englischen Untertiteln
Preis: $10, Verkauf persönlich oder per Telefon am Tag der Vorführung bei der TIFF Bell Lightbox oder online
+1 888 5998433
jutta.brendemuehl@goethe.de