Filmvorführung
„Ulrike Ottinger – Die Nomadin vom See” von BRIGITTE KRAMER

GOETHE FILMS: Ulrike Ottinger in Asien

TIFF Bell Lightbox

Ulrike Ottinger - Die Nomadin vom See by Brigitte Kramer at Berlinale 2012 Ulrike Ottinger - Die Nomadin vom See c Brigitte Kramer
Reihe co-präsentiert von Inside Out, MUFF Society & Reel Asian Film Festival    

Ulrike Ottinger, die große Dame des deutschen Avantgarde-Films und die "Nomadin des Filmemachens", hat während ihrer fünf Jahrzehnte langen Karriere vielfach in Asien gearbeitet. Ottingers Filme folgen ihrer abenteuerlichen Neugierde, kombinieren Fakt und Fiktion und kreieren so ein einzigartiges poetisches Bild. Die drei Filme JOHANNA D’ARC OF MONGOLIA (1989), EXIL SHANGHAI (1997) und UNTER SCHNEE (2011), die vom Goethe-Institut präsentiert werden, folgen Frauen in der Mongolei, im Exil Lebenden in Shanghai und Kabuki-Künstlern in Japan.
 
Ulrike Ottinger – Die Nomadin vom See (Deutschland 2012, 86 Min), Dokumentarfilm unter der Regie von Brigitte Kramer, erzählt von Eva Mattes, mit Irm Hermann, Ulrike Ottinger und anderen

Festival: Berlinale 2012

Ulrike Ottingers Karriere hat ihren Ursprung in den kreativen Wurzeln in ihrer Heimat Konstanz am Bodensee an der deutsch-schweizerischen-österreichischen Grenze. Kramer folgt Ottingser künstlerischem Werdegang und gewährt einen Einblick in die wichtigsten Ereignisse in Ottingers Leben - den Einfluss der Studentenproteste in Paris und ihre Entwicklung von der Malerei zum Filmemachen. Mit Interviews und Filmausschnitten wird eine der wichtigsten Stimmen des deutschen Films in einem persönlichen und intimen Film porträtiert.
 


"Selbst wenn ich spazieren gehe, ich sehe immer Bilder, ich denke, ich würde das so und so quadrieren. Deshalb gehe ich auch so gern spazieren, flanieren ..."  - Ottinger im Bayerischen Rundfunk
 
 
Brigitte Kramer (geboren 1954) ist eine deutsche Filmemacherin und Journalistin und lebt in Berlin. Sie studierte Politologie und Germanistik in Marburg und arbeitete anschließend als Dramaturgin am Schauspiel Frankfurt. Kramer wuchs in der selben Stadt wie Ottinger auf, weshalb sich ihre Wege immer wieder kreuzten - ein idealer Ausgangspunkt für die Dokumentation.

Ulrike Ottinger (geboren 1942 in Konstanz) studierte von 1959-1961 Kunst in München. Ab 1962 lebte sie in Paris und arbeitete als freie Künstlerin und Fotografin. Seit 1973 lebt sie in Berlin und ist dort Mitglied der Akademie der Künste und der Europäischen Filmakademie. Ottinger ist seit ihrem Debut in den frühen 1970er Jahren eine einzigartige und provaktive Stimme des Deutschen Kinos. Bis heute hat sie 24 Filme gedreht, darunter auch fiktionale Langfilmprojekte und experimentelle Dokumentarfilme. Ihre Filme stehen für Radikalität, nicht nur im Sinne der Handlung, sondern auch in Bezug auf den Umgang mit Sexualität und Geschlechtern. Ottinger schreibt ihre eigenen Drehbücher, ist vielfach selbst die Kamerafrau und entwirft zudem die häufig kunstvollen Kulissen und aufwendigen Kostüme, die in ihren Filmen zur Schau kommen. In ihrer Karriere als Künstlerin hat Ottinger ebenfalls als Fotografiin gearbeitet. "China. Die Künste - Der Alltag" (1985), “Taiga” (1991/1992), “Seoul Women Happiness” (2008) und “Die koreanische Hochzeitstruhe” (2008), sind weitere "Asien" Filme Ottingers. 2011 wurde Ottingers künstlerisches Schaffen in zwei großen Einzelausstellungen und Retrospektiven ihrer Filme gefeiert; zudem erhielt sie den Hannah-Höch-Preis und den Special Teddy Queer Film Award der Berlinale 2012. Sie arbeitet derzeit an dem nächsten Film "Paris Calligrammes", der 2018 erscheinen soll.
 
Film co-präsentiert von Hot Docs & POV


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Teil des Goethe-Institut Schwerpunkts Deutscher Film
 

03/01 | 18:30 Uhr | "Unter Schnee" von Ulrike Ottinger
03/06 | 18:30 Uhr | "Exil Shanghai" von Ulrike Ottinger
03/08 | 18:30 Uhr | "Johanna d’Arc of Mongolia"  von Ulrike Ottinger

Details

TIFF Bell Lightbox

350 King St. W.
Toronto

Sprache: mit englischen Untertiteln
Preis: $10, Verkauf persönlich oder per Telefon am Tag der Vorführung bei der TIFF Bell Lightbox oder online
+1 888 5998433
jutta.brendemuehl@goethe.de