Ausstellung Fassbinder 1945-1982

Fassbinder 1945-1982 © Goethe-Institut

Fr, 21.10.2016 -
Di, 20.12.2016

Goethe-Institut Toronto

100 University Ave, North Tower, 2. Stock
Toronto

Filmposter & Hommagen

Präsentiert vom Goethe-Institut & TIFF 
mit EUFF


Der deutsche Filmkritiker Wolfram Schütte schrieb, dass „mit Fassbinders Tod 1982 das Herz des Neuen Deutschen Films aufhörte zu schlagen.“ Rainer Werner Fassbinder (1945-1982) war unbestreitbar einer der produktivsten Filmemacher aller Zeiten. In seiner kurzen Karriere, die nur die Zeit zwischen 1968 und 1982 umspannte, führte er bei 44 Filmen Regie. Jedoch endete Fassbinders Arbeit 1982 abrupt, als er im Alter von nur 37 Jahren an einer Drogenüberdosis verstarb.

Die vom Goethe-Institut und der Rainer Werner Fassbinder Foundation erstellte Ausstellung „Fassbinder 1945-1982“ zeigt deutsche Fassbinder Poster und Aussagen prominenter internationaler Regisseure, die die Bedeutung, die internationale Relevanz und das Erbe von Fassbinders Arbeit bezeugen.

Kurz nach Ende des zweiten Weltkriegs in Bayern geboren, verbrachte Fassbinder viel Zeit im Kino und entwickelte dadurch seine Leidenschaft für das Medium Film. Nach seinem Schulabschluss 1964 arbeitete Fassbinder in einer ganzen Reihe von Gelegenheitsjobs, während er Schauspiel studierte. Er versuchte zudem vergeblich, an der Filmhochschule angenommen zu werden. Allerdings war er in Münchens Untergrund-Theaterszene sehr aktiv und es dauerte nicht lange, bis er ins Filmemachen einstieg und seinen Debütfilm „Liebe ist kälter als der Tod“ (1969), der in der TIFF Fassbinder Retrospektive gezeigt wird, vollendete.

Fassbinders Œuvre umfasste weit verschiedene Themen, von harscher Sozialkritik oder melodramatischen Liebesgeschichten bis hin zu ambitionierten Literaturverfilmungen. Eine Konstante war seine stets kritische Darstellung der Gesellschaft und ihrer Verlierer. 1978 kam es zu einem Wendepunkt in Fassbinders Karriere, als er anfing an dem ersten Film seiner Nachkriegsdeutschland-Trilogie, „Die Ehe der Maria Braun“, zu arbeiten. Die Darstellung einer Kriegswitwe wurde nicht nur Fassbinders charakteristischer Film, sie markierte auch den Karrierehöhepunkt von Hauptdarstellerin Hanna Schygulla.

Filmposter:
Die Ehe der Maria Braun
Angst essen Seele auf
Die Sehnsucht der Veronika Voss
Lola
Martha
Lili Marleen

Hommagen von:
Akin, Fatih (Deutschland/Türkei)
Egoyan, Atom (Kanada)
Kaurismäki, Aki (Finnland)
Leigh, Mike (England)
Ozon, François (Frankreich)
Park, Chan-Wook (Südkorea)
und andere

Das Goethe-Institut ist in diesem Herbst der Presenting Partner von TIFF’s “Imitations of Life: The Films of Rainer Werner Fassbinder” und “All That Heaven Allows: Fassbinder's Favourites”.
 

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