Fensterprojektionen auf dem Boul. St-Laurent
Two Days at the Falls
Isabell Spengler, Deutschland, 2015
2 Kanal Videoinstallation, 22 Min. Loop, 2015
Isabell Spenglers Installation zeigt zwei 360° -Schwenks über die ikonischen Niagarafälle- der eine vor Ort aufgenommen, der andere aufgenommen in einem dreidimensionalen Modell, welches die Künstlerin vor ihrer ersten Reise zu den Niagarafällen in ihrem Berliner Atelier baute. Dieses zweite Modell verkörpert die Vorstellung der Künstlerin von dem ihr aus Abbildungen, Texten, Filmen und durch digitale Repliken bekannten Ort - eine Destillation von Ideen und Zuschreibungen, skulptural umgesetzt mithilfe diverserer kinetischer Maschinen.
Das Videobild dieser fiktiven "Falls" ist einem identischen 360°-Schwenk über die echten Wasserfälle und ihre Umgebung, gefilmt vor Ort im März 2015, als die Niagarafälle teilweise eingefroren waren, gegenübergestellt. Die Gegenüberstellung der zwei Projektionen spielt mit Konzepten der Antizipation, Imagination, Zeit und Raum.
Isabell Spenglers Two Days at the Falls untersucht die Schnittfläche von Wirklichkeit und Vorstellung, Pop-Kultur und privater Wahrnehmung, Monumentalität und Alltag vor dem Hintergrund zeitgenössischer, "immersiver" Medientechnologien.
Entwickelt als Teil des European Media Art Network Austauschs mit Australien und Kanada 2014 & 2015, mit Unterstützung des Kulturprogramms der Europäischen Kommission und des Goethe-Instituts.
Isabell Spengler, geboren 1972, lebt und arbeitet in Berlin. Sie studierte bei Valie Export und Heinz Emigholz an der Universität der Künste Berlin sowie bei James Benning am California Insitute of the Arts. Seit 2004 unterrichtet Isabell Spengler an der Universität der Künste Berlin. Für ihre künstlerischen Arbeiten erhielt sie zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen. Seit 1998 werden Isabell Spenglers Filme, Installationen und Performances weltweit präsentiert, darunter während der internationalen Filmfestspiele Berlin, auf dem Image Festival in Toronto und dem Pleasure Dome Toronto.
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