Konferenz Deutschland und Frankreich, 1990-2015, die Künstler der Geschichte gegenüber

Jean-Marc Cerino - La gare d'Anhalter Berlin 1945 © Yves Bresson

Do, 20.10.2016

18:00 Uhr

Goethe-Institut Montreal

Jean-Marc Cerino - La gare d'Anhalter Berlin 1945

Die Haltung des "Künstlers als Historiker" ist eine dominante Position in der Kunst der dreißig letzten Jahren.

Zahlreiche Künstler, ganz besonders in Deutschland und Frankreich, haben sich als Thema ihres Schaffens zeitgenössische Konflikte und Kriege ausgesucht, aber auch das Gedenken an den Zweiten Weltkrieg. Durch Kunstwerke der 1990er Jahre bis hin ins Jahr 2015 werden die Parallelen zwischen diesen künstlerischen Strategien, die in der Konfrontation mit der Zeitgeschichte entstanden sind, gekennzeichnet, insbesondere welche, die von den in Frankreich und in Deutschland arbeitenden Künstlern verfolgt ist, sowie aber auch ihre Vielfältigkeit.

Der Beitrag wird sich ganz besonders auf die Künstler der generation of postmemory fokussieren, die in den 70er Jahren geboren sind. 

Die Konferenz wird vom Centre Canadien d’études allemandes et européenes unter Beteiligung des Deutscher Akademischer Austauschdienst organisiert und unterstützt.

Die Historikerin und Kunsthistorikerin Anne Bernou beschäftigt sich mit der Beziehung von Kunst und Geschichte im 20. Jahrhundert, und inbesondere mit der Ikonographie der Deportation und ihrer Erinnerung. Ihre Recherchen und Veröffentlichungen stützen sich daher sowohl auf die Kunstwerke direkter und überlebender Zeuginnen und Zeugen als auch auf zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler der sogenannten „3. Generation“. Zu diesen Themen hat sie bereits mehrere wissenschaftliche Veranstaltungen organisiert und gemeinsame Werkschauen mitveranstaltet.

 

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