Im Rahmen der Wanderkonferenz: Queere Gemeinsamkeiten – queere Konflikte
Über Jahrzehnte, wenn nicht Jahrhunderte hinweg war queere Kultur Gegenkultur. Dass sie immer wieder auch prägenden Einfluss auf die Mainstream-Kultur hatte, ist vielfach untersucht, analysiert und gedeutet worden. Meist geschah dies in Epochen ästhetischer Neuorientierung (Manierismus, Fin de siècle, Goldene Zwanziger, Amerikas Popkultur der 60er- und 70er-Jahre).
Dabei wurde der queere Ursprung solcher neuen Strömungen gerne verschleiert. Mit der fortschreitenden Akzeptanz queerer Lebensformen in urbanen Gesellschaften verlieren queere Kultur-Äußerungen mehr und mehr ihren Widerspruchscharakter, sondern werden als Teil des Mainstreams wahrgenommen, Beispiel: Conchita. Welche Formen queerer Kultur lassen sich heute identifizieren?
Wo manifestiert sich queerer Widerspruch im Kultursektor? Gibt es überhaupt so etwas wie Queer Culture? Machen queere Künstler*innen queere Kunst? Welches Selbstverständnis legen die Protagonist*innen an den Tag? Brauchen wir überhaupt queere Kunst?
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