Kuratiert von Chris Kennedy
Präsentiert von the8fest
in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Toronto
“Stadt in Flammen is the most volcanic film I've ever seen; the emulsion literally crawls off the film base, like a lava flowing across terrain.” - Owen O' Toole 1989
In den Jahren von 1975 bis 1989 kollaborierten die Künstler Jochen Lemberg, Jochen Müller und Jürgen Reble, unter dem Namen Schmelzdahin als Kollektiv in Bonn. In diesem Rahmen produzierten sie eine Vielzahl von Filmen sowie einige ausgedehnte Kinoaufführungen. Ihr selbstgewählter Name lässt sich dabei als Synonym für das Prinzip ihrer künstlerischen Praxis verstehen. Durch unterschiedliche chemische sowie biologische Zersetzungs- und Bearbeitungs-techniken manipulierten sie „Found-Footage“ Filmmaterial, um jenes neu zu inszenieren. Sie zerstörten einzelne Filmbilder, indem sie diese in Flammen setzten, sie mit Säuren oder Bleichmittel übergossen, oder sie gar für eine bestimmte Zeit im Erdboden vergruben. Während Vorgehensweisen dieser Art unter Kunst- und Experimentalfilmern heutzutage häufiger anzutreffen sind, veräußerten sich die pionierhaften Versuche von Schmelzdahin als revolutionär. Die Zusammenschau fasst vier Filme des Kollektivs sowie einen weiteren, kurz nach der Auflösung der Gruppe von Jürgen Reble produzierten Film, zusammen.
Stadt in Flammen, Schmelzdahin, Germany, Super 8mm, 1984, 5 minutes
Aus Den Algen, Schmelzdahin, Germany, Super 8mm, 1986, 9 minutes
Schildmeyer Darlaten, Schmelzdahin, Germany, Super 8mm, 1988, 10 minutes
15 Tage Fieber, Schmelzdahin, Germany, Super 8mm, 1989, 15 minutes
Rumpelstilzchen, Jurgen Reble, Germany, Super 8mm, 1989, 14 minutes
53 minutes
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