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12:00–13:00 Uhr

The Economy of Painting: Notes on the vitality of a Success-Medium

Vortrag|Präsentiert vom Musée des beaux-arts de Montréal im Rahmen der Veranstaltung Pictura

  • Online, Montreal

  • Sprache Englisch
  • Preis Kostenlos - Anmeldung erforderlich

Isabelle Graw © Josephine Pryde


Mit den Worten von Gastrednerin Isabelle Graw: 
Malerei wird in der Regel mit verschiedenen ästhetischen, emotionalen, symbolischen und wirtschaftlichen Werten assoziiert. In diesem Vortrag bezieht sich der Begriff der „Malerei" auf all jene (oft nicht malerischen) künstlerischen Praktiken, die auf vielfältige Weise auf das Bild auf der Leinwand zurückgreifen. Ich betrachte Gemälde, im Gegensatz zu normalen Gebrauchsgegenständen, als einzigartige materielle Objekte, die ihre einzigartige Autorin und ihre privilegierte künstlerische Arbeit ins Spiel bringen. Vor diesem Hintergrund wird gezeigt, dass Gemälde Waren einer besonderen Art sind, weil sie die vitalistische Phantasie nähren, dass ihr Wert irgendwie substanziell oder scheinbar in ihnen enthalten ist. Ich werde auch auf die veränderte Situation eingehen, die durch die globale Pandemie entstanden ist: Wenn der besondere Wert von Gemälden von ihrer einzigartigen Materialität abhängt - was, wie ich argumentiert habe, wahrgenommen werden kann -, wie wird dann ihr Wert beeinflusst, wenn sie nur in so genannten „Online-Betrachtungsräumen“ angesehen werden können? Ich werde argumentieren, dass der Wert von Gemälden unter solchen Bedingungen auf wackligem Boden steht.

Isabelle Graw (Frankfurt am Main/Berlin) ist Professorin für Kunsttheorie und Kunstgeschichte an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste-Städelschule, Frankfurt am Main. Graw und Stefan Germer gründeten 1990 die vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Texte zur Kunst. Im Jahr 2003 gründeten Graw und Daniel Birnbaum das Institut für Kunstkritik an der Städelschule.

Pictura ist eine Veranstaltung, die der Präsentation und Ausstellung zeitgenössischer Malerei im erweiterten Feld gewidmet ist und in den Monaten November und Dezember 2020 in der gesamten Stadt Montreal stattfindet.

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