Präsentiert vom Goethe Pop Up Seattle
Gestaltung der Vergangenheit: Wie interpretiert Film die Vergangenheit?
Im Rahmen von
GDV-On-Demand präsentiert das Goethe Pop Up Seattle den Film Muttererde (2017) von Jessica Lauren Elizabeth Taylor in Zusammenarbeit mit Astrid Gleichmann, der femme Formen der Ahnengeschichte fordert. Der Film lässt dabei ein beeindruckendes Archiv von Stimmen entstehen, das ähnlich wie das Projekt
Story Porch die Wertschätzung für die Erinnerung an Vorfahren und die zurückgewonnene Erinnerungskultur bekräftigt.
Über den Film:
Deutschland, 2017, 45 Min.
Regie: Jessica Lauren Elizabeth Taylor
Sprachen: Englisch, Deutsch
Untertiteln: Englisch, Spanisch
Angesichts des oftmals unterbrochenen historischen Wissens der afrikanischen Diaspora in Europa und anderswo, fordert
Muttererde femme Formen von Ahnengeschichte. Welche Rituale, Lehren und Fähigkeiten wurden von unseren Matriarchinnen weitergegeben? Wie dienen uns diese geerbten Fähigkeiten heute, wie schränken sie uns ein?
Die Gespräche mit fünf Schwarzen Femmes über das Wissen und Nicht-Wissen ihrer Mütter, Großmütter, Urgroßmütter schaffen ein reiches und eindrucksvolles Archiv. Dabei werden Themen wie Mutterschaft, Migration, kulturelle Unterschiede, Schönheitsstandards, Queerness, Verwandtschaft, Tod und Wiedergeburt erforscht. Obwohl ihre Geschichten aus fünf verschiedenen Ländern stammen, verflechten sie sich miteinander und weben einen Teppich aus ihrer Geschichte durch die afrikanische Diaspora. Das Publikum wird dabei bewusst, wie Rituale, Erinnerung und mündliche Geschichte den Status quo in Frage stellen können.
Mit den Geschichten von Camalo Gaskin, Tobi Ayedadjou, Niv Acosta, Natalie Anguezomo Mba Bikoro und Fannie Sosa. Der Film wurde von Decentralized Cultural Work Tempelhof-Schöneberg, District Kunst und Kulturforderung Berlin und A Prima Vista Filmproduktion unterstützt.
Über die Filmemacherin:
Jessica Lauren Elizabeth Taylor ist Künstlerin, Filmemacherin und Community-Organisatorin. Ihre Wurzeln liegen im Süden der Vereinigten Staaten, geboren ist sie in Mississippi und aufgewachsen in Florida. Taylors Arbeit manifestiert sich durch Performance, Text, Dialog, Tanz und Gemeinschaftsbildung für Schwarze und People of Color. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Themen wie Rituale, Sichtbarkeit und Identitätsmythologie. Sie beschäftigt sich vor allem mit Möglichkeiten, unterdrückerische Institutionen zu überwinden und ethnische Gleichheit in Kunst und Theater zu schaffen
Bitte melden Sie sich an, um Zugang zu dem Film zu erhalten. Der Link und das Passwort werden durch Eventbrite am Donnerstag, 12. November, um 19:00 Uhr PST verschickt. Der Film steht bis zum 15. November um 19:00 Uhr PST zur Verfügung.
Zur Reservierung
Shaping the Past / Gestaltung der Vergangenheit ist ein Projekt in Zusammenarbeit der Goethe-Institute in Nordamerika mit Monument Lab und der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Das Projekt knüpft an die aktivistische und künstlerische Arbeit lokaler, nationaler und länderübergreifender Bewegungen zu Reflexion von Erinnerungskultur an und diskutiert neue Perspektiven auf Formen des Erinnerns.
Zurück