Begegnung Begegnung mit Marije Jenssen

Marije Jenssen © Marije Jenssen

Fr, 12.11.2021

12:00 Uhr

Goethe-Institut Montreal

Residenzkünstlerin im Avataq Kulturinstitut in Inukjuak und Montreal

Im Rahmen der Residenzkette The Right To Be Cold – Zircumpolare Perspektiven

„The Right to Be Cold“ ist ein grenzüberschreitendes, interdisziplinäres Projekt, dessen Fokus auf der sogenannten arktischen und borealen Region liegt: Es verhandelt Fragen zu Indigenen Rechten, Ökologie, Klimagerechtigkeit und Kultur. Dazu kommen auf dieser Website Stimmen aus unterschiedlichen Perspektiven zu Wort. Sie alle setzen sich mit dem Klimawandel auseinander, der die nördlichen Lebensbedingungen grundlegend herausfordert und verändert. 

Mittelpunkt des Projekts ist eine zirkumpolare Residenzkette, die für 2021 geplant ist. „The Right to be Cold“ ist ein gemeinsames Projekt der Goethe-Institute in Helsinki, Montreal, Nowosibirsk und Oslo.  

Marije Jenssen
Marije Jenssen ist eine norwegisch-samische Malerin und Installationskünstlerin aus Balsfjord, Norwegen. Ihre Arbeit ist inspiriert von der nordnorwegischen Landschaft, der Lebensweise und den Marije Jenssen © Marije Jenssen traditionellen Materialien und Techniken der Weberei. Ihr Fokus liegt auf den Prozessen der Kultivierung traditioneller Ressourcen in einem nachhaltigen zeitgenössischen Kontext. Marije machte ihren Abschluss an der UWC Adriatic (2014) und der Kunstskolen i Bergen (2018). Sie verbrachte die ersten zwei Jahre ihres Visual Art Bachelor an der KMD in Bergen (2018-'20) und schloss ihr Studium an der Kunstakademie Tromsø im Mai 2021 ab.

Das Programm „The Right to Be Cold” wurde unter Beratung von Tero Mustonen (Snowchange) und Elin Már Øyen Vister (Røst AiR) entwickelt. Das Goethe-Institut möchte auch allen derzeit am Projekt Beteiligten seine Anerkennung aussprechen: Aka Niviâna, Assinajaq, Avataq Cultural Institute, Dáiddadállu, Giovanna Esposito Yussif, Malakta, Patricia Rodas, Sámi Dáiddaguovddáš, Stina Aikio, Sunna Nousuniemi, Nationales Kunstmuseum der Republik Sakha.  

Der Titel des Projekts stammt aus dem langen Kampf der Inuit um ihre Rechte im Zusammenhang mit dem Klimawandel. Das gleichnamige Buch von Sheila Watt-Cloutier (2015, Allen Lane Publication), zeugt von ihrer Pionierarbeit bei der Verknüpfung des Klimawandels mit den Menschenrechten. Okalik Eegeesiak, die ehemalige Vorsitzende des Inuit Circumpolar Council (ICC), verwendete diesen Ausdruck in ihrer Rede bei der UN-Klimakonferenz COP 21 am 3. Dezember 2015 in Paris.
 

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