Das
internationale Filmfestival Vues d'Afrique hat den Auftrag, die Realitäten und die Kulturen der Länder des Kontinents und der afrikanischen Diaspora, insbesondere der französischsprachigen, zu fördern und bekannter zu machen, den Austausch mit den audiovisuellen Fachleuten hierzulande zu fördern und so zur Entdeckung eines wenig verbreiteten Teils des frankophonen Kinos und zum Verständnis zwischen den Gemeinschaften beizutragen. Seit über 30 Jahren bringt Vues d'Afrique die Menschen dazu, Afrika und die kreolischen Länder zu bereisen, zu entdecken und lieben zu lernen.
Vom 1. bis 10. April 2022 können Sie in der Cinématèque Québécoise eine große Auswahl an Filmen sehen.
Filme mit deutscher Beteiligung
Montag, 4. April um 20:45 Uhr
Befreit Afrika
Regie: Martin Baer
Dokumentarfilm, Deutschland, 1999 | 1 h 33
Sprache: Französisch
„Befreit Afrika!“ ist ein Dokumentarfilm über das Bild von Afrika in Deutschland und die Rolle Deutschlands in Afrika. Ausgehend von Darstellungen des „schwarzen Kontinents“ und den Vorstellungen der Deutschen über das Leben der Afrikaner beschreibt der Film die deutsche Afrikapolitik vom Zweiten Weltkrieg bis heute. Der Film versucht zu zeigen, wie Ost- und Westdeutsche Afrika sehen und was sie in den letzten fünfzig Jahren in Afrika gesucht haben.
Dienstag, 5. April um 18:00 Uhr
Die Frau des Totengräbers
Regie: Khadar Ayderus Ahmed
Spielfilm, Deutschland | 1h 23min.
Sprache: Arabisch / Somali I Untertitel: Deutsch
Guled und Nasra sind ein liebevolles Paar, das am Rande der Stadt Dschibuti lebt. Doch sie machen gerade eine schwere Zeit durch: Ihr Teenager-Sohn Mahad treibt auf der Straße herum und drückt sich vor der Schule. Nasra benötigt dringend eine teure Operation, um eine chronische Nierenerkrankung zu behandeln. Guled arbeitet bereits hart als Totengräber, um über die Runden zu kommen: Wie sollen sie das Geld aufbringen, um die Familie zusammenzuhalten?
Mittwoch, 6. April um 20:30 Uhr
Zinder
Regie: Aicha Macky
Dokumentarfilm, Deutschland 2021 | 1h 22min
Sprache: Französisch/Deutsch
In Kara-Kara, einem marginalisierten Viertel von Zinder im Niger, das historisch als das Viertel der Leprakranken angesehen wird, herrscht eine Kultur der Gewalt zwischen Gangs. Einige Jugendliche versuchen, sich aus dieser Situation zu befreien, manchmal eine Familie zu gründen und sich eine Zukunft außerhalb des Gefängnisses aufzubauen. Aicha, die aus Zinder stammt, filmt aus nächster Nähe ihren Alltag, der zwischen ihrer Gang, der Familie, dem Durchwursteln und dem Willen, aus dem Kreislauf der Gewalt, in dem sie sich aufgebaut haben, auszubrechen, aufgeteilt ist.
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