Olivia Hyunsin Kim - Melmun Bajarchuu
Im Rahmen eines Kooperationsabkommens zwischen dem Conseil des arts et des lettres du Québec, dem Goethe-Institut Montreal und der fabrik Potsdam – Internationales Zentrum für Tanz und Bewegungskunst erhalten Olivia Hyunsin Kim und Melmun Bajarchuu eine Residenz in den Studios von Circuit-Est centre chorégraphique. Im Gegenzug verbrachten 2021-2022 die Quebecer Künstlerinnen Angélique Amyot und Gabrielle Bélanger zwei Monate in der fabrik Potsdam – Internationales Zentrum für Tanz und Bewegungskunst.
Hyunsin und Melmun Bajarchuu sind zwei Künstler*innen , die ihr Interesse an widerständigen Praktiken aus minorisierten Positionen eint. Dabei nehmen sie postkoloniale und postmigrantische Perspektiven ein und würden sich gerne im Rahmen der Residenz in Montréal mit lokalen Künstler*innen aus verschiedenen Sparten austauschen, die an ähnlichem Themen rund um Machtkritk, intersektionale Kämpfe und queerfeministische Fragestellungen arbeiten.
Olivia Hyunsin Kim
Olivia Hyunsin Kim | © tanzhaus nrw, Sabrina Weniger
Olivia Hyunsin Kim ist eine in Berlin, Frankfurt am Main und Seoul lebende Künstlerin. Sie wurde mit dem ersten Platz des Kunstpreises "Amadeu Antonio Preis" im Jahr 2019 ausgezeichnet. Sie ist Absolventin des Instituts für Angewandte Theaterwissenschaft in Gießen und der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main. Ihr choreografischer Ansatz beinhaltet eine intersektionale, queer-feministische und postkoloniale Sichtweise. Ihre Arbeiten wurden bereits in Deutschland, Südkorea, Mexiko und England gezeigt.
Melmun Bajarchuu
Melmun Bajarchuu bewegt sich an den
Melmun Bajarchuu | © Saša Martinović
Grenzbereichen von Kunst, Theorie und Politik als Denkerin und Diskurspartnerin und übernimmt in kollaborativen künstlerischen Prozessen diverse Rollen, u.a. als critical companion, Kuratorin und Produktionsleitung. Der Wunsch nach Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sowie die Hinterfragung bestehender Strukturen und dazugehöriger Machtverhältnisse und Ausschlussmechanismen treiben sie an. Ihr besonderes Interesse gilt der Verwebung von Theorien und Praktiken im Kontext poststrukturalistischer, post- und dekolonialer sowie queerfeministischer Fragestellungen. Sie engagiert sich in der Initiative für Solidarität am Theater und bei der produktionsbande für intersektionale Perspektiven und gerechtere Arbeitsbedingungen in den Dartstellenden Künsten. Seit 2020 ist sie als Peer-to-Peer Beraterin im Bereich Antidiskriminierung beim Performing Arts Programm Berlin (PAP) tätig.
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