Fensterprojektionen Hysteresis

Hysteresis, dir. Robert Seidel | Still (2,3x1) © Robert Seidel

So, 30.07.2023 –
Sa, 12.08.2023

Goethe-Institut Montreal

Robots & Algorithms | Fensterprojektionen

Fensterprojektionen vom 30.07. bis 12.08.2023 nach Einbruch der Dunkelheit auf unseren Fenstern. Die Arbeit kann auch zu unseren Öffnungszeiten im Institut gesehen werden (1626 boul. St-Laurent, H2X 2T1 Montreal, QC).

hysteresis

DE 2021, 5'05
Experimenteller Film
Film: Robert Seidel
Performance: Tsuki
Musik: OVAL (Markus Popp)

HYSTERESIS verwebt die Projektionen abstrakter Zeichnungen von Robert Seidel mit der energetischen Choreografie der queeren Performer*in Tsuki zu einem dichten, transformativen Gewebe. Die daraus resultierenden Muybridge'schen Silhouetten, barocken Texturen und berstenden malerischen Strukturen fluktuieren zwischen der zweiten und dritten Dimension und entfalten frei schwebende Gesten, welche die Gesetze der Natur aus den Angeln heben. Durch den Einsatz von Maschinellem Lernen zur Vermittlung dieser transformativen Repräsentationen korrumpiert der Film absichtlich die Strategien der Künstlichen Intelligenz und enthüllt eine frenetische, zarte und extravagante visuelle Sprache der Hysterie und Hysterese - in diesem historischen Moment, mit seinen einzigartigen KI-Möglichkeiten, in dem die gesamte menschliche Geschichte zu einem einzigen Punkt in der Gegenwart zusammenstürzt.
 

Über Robert Seidel

Robert Seidel (*1977) studierte zunächst Biologie und wechselte dann an die Bauhaus-Universität Weimar, um sein Studium der Mediengestaltung abzuschließen. Seine Projektionen, Installationen und Experimentalfilme wurden auf zahlreichen internationalen Festivals sowie in Galerien und Museen wie dem Palais des Beaux-Arts Lille, ZKM Karlsruhe, Art Center Nabi Seoul, Young Projects Los Angeles, Museum of Image and Sound São Paulo und MOCA Taipei gezeigt. Seine Arbeiten wurden mit verschiedenen Preisen ausgezeichnet, darunter der KunstFilmBiennale Honorary Award und der Visual Music Award Frankfurt.
In seiner Arbeit interessiert sich Seidel dafür, die Grenzen der abstrahierten Schönheit durch kinematografische Ansätze sowie durch solche aus Wissenschaft und Technik zu verschieben. Durch das organische Zusammenspiel verschiedener struktureller, räumlicher und zeitlicher Konzepte schafft er eine sich ständig weiterentwickelnde Komplexität. Aus dieser vielschichtigen Perspektive entsteht ein narratives Skelett, durch das sich der Betrachter auf einer evolutionär abgeleiteten und phylogenetisch fixierten symbolischen Ebene mit dem Kunstwerk verbindet. Robert Seidel lebt und arbeitet sowohl als Künstler als auch als Kurator in Berlin und Jena.

http://robertseidel.com
 



 

Zurück