Diskussion Le concert des pratiques

Cliniques Penser ensemble © Trung Dung Nguyen

Mo, 29.05.2023

13:30 Uhr – 19:30 Uhr

Centre du Théâtre d'aujourd'hui

Cliniques dramaturgiques des Festival TransAmériques

Alles wird auf den Kopf gestellt: Dramaturg*innen und ihre Künstler*innen offenbaren am helllichten Tag Gespräche hinter den Kulissen, heimliche Freundschaften und private Meinungsverschiedenheiten. Fünf Paare, bestehend aus einem Künstler/einer Künstlerin und einem Dramaturgen/einer Dramaturgin, die sich nicht scheuen, herkömmliche Definitionen von Dramaturgie hinter sich zu lassen, teilen ihre Erfahrungen, ihre Herangehensweise und sogar ihre Geheimnisse. Eine Gruppenaktivität wird dann den dramaturgischen Horizont aller Teilnehmer*innen in einer Fülle unterschiedlichster Stimmen erweitern.

Cliniques dramaturgiques
Die FTA-Kliniken, eine besondere Eröffnung des Festivals, haben ihre eigene Logik: nichts produzieren, aber alles geben! Mit viel Aufmerksamkeit und Enthusiasmus treffen sich lokale und internationale Dramaturg*innen mit Künstler*innen aus Montreal und erkunden ihre Arbeitsprozesse im persönlichen Gespräch. In diesem Jahr wird es einen ganzen Nachmittag des Austauschs und der gemeinsamen Nutzung zwischen Dramaturgen und Künstlern auf der Bühne geben. Inspiriert von unserer Leidenschaft für den kreativen Prozess und unserer Vorliebe für lange Gespräche und reizvolle Provokationen, bieten die FTA-Kliniken eine Zeit und einen Ort, um die unbesungene Arbeit der Dramaturgen sowie ihre Werkzeuge und Erfahrungen zu entdecken.

Konzept und Moderation: Yohayna Hernández + Émilie Martz-Kuhn + Jessie Mill

Eingeladene Dramaturg*innen: Jordi Claramonte (Barajas de Melo) + Carole Karemera (Kigali) + Kama La Mackerel + Melmun Bajarchuu (Berlin) + Sara Vanderieck (Brüssel) + Silvia Soter da Silveira (Rio de Janeiro)

Melmun Bajarchuu
Melmun Bajarchuu bewegt sich an den Grenzbereichen von Kunst, Theorie und Politik als Denkerin und Diskurspartnerin und übernimmt in kollaborativen künstlerischen Prozessen diverse Rollen, u.a. als critical companion, Kuratorin und Produktionsleitung. Der Wunsch nach Vielfalt künstlerischer Ausdrucksformen sowie die Hinterfragung bestehender Strukturen und dazugehöriger Machtverhältnisse und Ausschlussmechanismen treiben sie an. Ihr besonderes Interesse gilt der Verwebung von Theorien und Praktiken im Kontext poststrukturalistischer, post- und dekolonialer sowie queerfeministischer Fragestellungen. Sie engagiert sich in der Initiative für Solidarität am Theater und bei der produktionsbande für intersektionale Perspektiven und gerechtere Arbeitsbedingungen in den Dartstellenden Künsten. Seit 2020 ist sie als Peer-to-Peer Beraterin im Bereich Antidiskriminierung beim Performing Arts Programm Berlin (PAP) tätig. 2022 nahm Melmun Bajarchuu an der Tanzresidenz, die jährlich von Circuit-Est centre chorégraphique, dem Conseil des arts et des lettres du Québec, der Fabrik Potsdam und dem Goethe-Institut organisiert wird.

 

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