Filmvorführung und Buchvorstellung REMEMBER, PERFORM, FORGET: Binding Space Through Utopia

Kerstin Honeit, [ˈzi:lo]5, 2019 | Video Still, 2,3x1 © Kerstin Honeit

Do, 24.08.2023

18:00 Uhr EST

PHI Foundation

Filmvorführung und Buchvorstellung mit Kerstin Honeit

Filmvorführung von my my castle your castle (2017) und [ˈzi:lo]5 (2019) sowie Buchvorstellung Voice Works / Voice Strikes, präsentiert von Kerstin Honeit.

Anhand erster Ausschnitte aus ihrer neuesten Videoarbeit (noch in Arbeit), THIS IS POOR! Patterns of poverty wird Kerstin Honeit über Architekturen der Speicherung und die immer wiederkehrenden Themen ihrer künstlerischen Forschung sprechen: Arbeit, Stimme und Gesten des Widerstands.

In ihren Videos thematisiert Honeit u.a. Architektur als Speichermedium für verschiedene hegemoniale Konstruktionen. So stellt my castle your castle (2017) die Baustelle des Berliner Stadtschlosses - das auf den Fundamenten des abgerissenen Palastes der Republik (dem Parlamentsgebäude der DDR) wiedererrichtet wurde - als Bühne dar. Das Video nutzt das Beispiel und den Hintergrund des umstrittenen Projekts, um Fragen nach den gesellschaftlichen Architekturen hinter den Räumen und ihren historischen Anrufungen zu formulieren. In Honeits Arbeit [ˈzi:lo]5 (2019) ist der gigantische Silokomplex von Montréal der Ausgangspunkt für Reflexionen über die Politik des Bewahrens, die im Video inszeniert werden. Ein kritischer Voice-over-Chor führt durch verschiedene Arten von Lagerstätten mit ihren Sammlungen und Anhäufungen, die sich bei näherer Betrachtung als Anhäufungen von Leerstellen und Auslassungen entpuppen.

Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe REMEMBER, PERFORM, FORGET: Binding Space Through Utopia, die vom 16. bis 27. August 2023 von der PHI Foundation präsentiert wird.
Veranstaltungsprogramm. 

 

Kerstin Honeit

Kerstin Honeit ist eine Berliner Künstlerin, die mit experimentellen dokumentarischen Bewegtbildformaten arbeitet. In ihren Videos erforscht sie Repräsentationsmechanismen innerhalb hegemonialer Bildwelten und vor allem kulturelle und sprachliche Übersetzungsmodi in der Kinematographie. Ihr Fokus liegt auf der Politik der (Film-)Stimme und insbesondere darauf, wie die Stimme als queeres Ereignis zwischen bewegten Bildern die Blickregime der dominanten Kultur erschüttern kann. Im vergangenen Jahr erschien vor dem Hintergrund von Honeits Bewegtbild-Praxis die Monografie Kerstin Honeit. Voice Works / Voice Strikes bei b_books erschienen. Honeit hat an verschiedenen Kunsthochschulen gelehrt und hat derzeit gemeinsam mit Candice Breitz eine Professur an der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig inne. Ihre Arbeiten werden regelmäßig auf internationalen Filmfestivals und Ausstellungen präsentiert, darunter: Whitechapel Gallery, London; Hammer Museum, Los Angeles; CAC, Quito; Fajr International Film Festival, Teheran; n.b.k., Berlin; Off Biennale Kairo; International Short Film Festival São Paulo; Videoart at Midnight, Berlin; MMOMA, Moskau; Schwules Museum, Berlin; HKW, Berlin; Internationale Kurzfilmtage, Oberhausen; Gallery 400, Chicago; Arsenal - Institut für Film und Videokunst, Berlin; BFI London; MCAD, Manila.

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