Ausstellung | MOMENTA Biennale de l’image
Die Ausstellung
Enzyklopädie der Handhabungen: Das Geflecht der Blicke vereint mehrere Module von Anette Rose, die sich um die Handlung des "Webens" drehen. Die Werke wurden in verschiedenen Kontexten gefilmt, darunter ein Künstleraufenthalt am Institut für Textiltechnologie der Universität Aachen, die Seidenmanufaktur Eschke in Crimmitschau, Sachsen, sowie ein Berliner Zoologischer Garten. Die Metamorphose von Linie und Muster bildet den roten Faden dieses Korpus: Der gleichzeitige Tanz der Fäden in den Modulen zeichnet einen Querbogen von der fortschrittlichsten Technologie, die der Mensch erfunden hat, bis hin zum uralten Nestbau der Vögel. So formt Rose den Ausstellungsraum, indem sie ihn ihrerseits umflochten hat, wie eine Einladung, das Kontinuum der Techniken zu erforschen, die in der Gesamtheit des Lebens Materie in eine zweite Haut verwandeln.
À Propos d'Annette Rose
Seit 2006 betreibt Anette Rose ein ehrgeiziges Inventarisierungsprojekt, das sie in Videoinstallationen mit vielfältigen räumlichen Konfigurationen umsetzt. In Sequenzen, die sie "Module" nennt, beobachtet Rose die routinemäßige, ereignislose Arbeit des Menschen im Kontext von Handwerk, Manufaktur oder Labor, wobei sie die Verflechtung von Körper und Werkzeug hervorhebt. Von Modul zu Modul baut die Künstlerin ein einzigartiges Archiv nonverbaler Kenntnisse auf, die oftmals erlernt und trainiert werden müssen (sowohl vom Menschen als auch von der Maschine), dann aber automatisch, durch Programmierung oder durch einen Reflex ausgeführt werden.
Zurück