Vorstellung und Diskussion über sein Leben und Denken
Fast ein Jahrhundert nach der Veröffentlichung seines großen Werkes
Die Stufen des Organischen und der Mensch (1928) ist der deutsche Philosoph und Soziologe Helmuth Plessner (1892-1985) in Nordamerika immer noch unbekannt. Jenseits des Atlantiks findet der Name Plessner heute immer mehr Beachtung, und zwar eine Beachtung, die Plessner zweifellos schon zu Lebzeiten hätte erfahren sollen, wäre da nicht der plötzliche Bruch in seinem persönlichen und intellektuellen Werdegang im Jahr 1933 gewesen.
Diese Diskussion soll der Öffentlichkeit eine wichtige intellektuelle Figur des 20. Jahrhunderts in Deutschland vorstellen. Es werden abwechselnd Plessners Leben zwischen Deutschland und dem Exil und sein philosophisches Denken, das zwischen Natur, Kultur und politischem Leben hin- und hergerissen ist, behandelt. Helmuth Plessner, der zusammen mit Max Scheler als Vater der "deutschen philosophischen Anthropologie" bezeichnet wird, hat ein umfangreiches Werk verfasst, dessen Potenzial erst allmählich entdeckt wird.
Teilnehmende:
Carola Dietze, Ordentliche Professorin an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena.
Till van Rahden, Ordentlicher Professor an der Université de Montréal.
Jean-Christophe Anderson, Doktorand an der Université Laval / École Normale Supérieure
Zurück