"Home 404" von Sondi
Ausstellung / Fensterprojektionen|Kollektive Formen von Care
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Goethe-Institut Montreal, Montreal
- Preis Kostenfrei und öffentlich zugänglich.
- Teil der Reihe: Kollektive Formen von Care
Home 404 ist eine Videoinstallation, die das Konzept von Heimat und diasporischer Identität neu denkt.
Das Werk ist eine Rekonstruktion von Erinnerungen an Sondis Heimat in Kamerun und lässt sich von Ritualen inspirieren, die in Form von Masken verkörpert werden, die von Geistern bewohnt werden. Die Installation ist eine fantasievolle und visuelle Erinnerung an „Zuhause“ und suggeriert, dass es sich dabei um einen Nicht-Raum handeln könnte, der dynamisch und im Wandel begriffen ist und durch Geschichte, Sprache, Kultur, Musik, Zeit und vor allem Erinnerung konstruiert wird. Diese Fluidität von Zuhause und Identität wird durch die ständige Bewegung der digitalen Landschaft betont. Objekte und Räume erscheinen und verschwinden, verwandeln sich und metamorphosieren, was auf die fragmentierte und subjektive Natur von Erinnerungen hinweist. Das Ergebnis ist eine virtuelle Traumlandschaft, die diasporische Identitäten und Erinnerungen erforscht, die im physischen Raum, im digitalen Raum und, wie Sondi andeutet, im Nicht-Raum – oder im imaginativen Raum, in dem der Nicht-Raum existiert – nachhallen. Home 404 schafft auf diese Weise eine Hybridität, die von neuen Seinsweisen geprägt ist, in der die Vorstellungskraft zu einem Werkzeug der Befreiung wird.
Dieses Werk wird im Rahmen der Ausstellung Kollektive Formen von Care unter der Leitung von Erandy Vergara Vargas präsentiert. Die Ausstellung vereint vier Werke von Künstler*innen aus Deutschland, den Niederlanden und Kanada, die vom 15. Juni bis zum 6. September 2026 in unseren Schaufenstern und in unserer Bibliothek zu sehen sind. Die Werke bieten eine konstruktive Reflexion über eine feindselige Welt sowie eine Auseinandersetzung mit Gesten der Solidarität und Praktiken der Fürsorge zum Aufbau nachhaltiger Gemeinschaften.
Projektionen von Sonnenuntergang bis 2 Uhr morgens auf den Schaufenstern des Goethe-Instituts (1626, boul. St-Laurent, Montréal, Québec, H2X 2T1). Die Arbeiten können auch während der Öffnungszeiten des Goethe-Instituts auf einem Bildschirm in unserer Bibliothek gesehen werden:
vom 15. Juni bis 5. Juli, 2026
von Sonnenuntergang bis 02.00 Uhr
ÖFFNUNGSZEITEN DES INSTITUTS
Montag: 17.30 - 20.30 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 14.00 - 20.30 Uhr
Mittwoch: 9.00 - 20.30 Uhr
Freitag: 16.30 - 19.30 Uhr
Künstlerin
Sondi
Künstlerin
Sondi (sie/ihr) ist eine Künstlerin und Forscherin aus Deutschland, die in Kamerun geboren wurde und in den Niederlanden lebt. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen Worldbuilding und Worlding, insbesondere in digitalen Räumen und Videospielen. Sie untersucht, wie Macht und Narrative in virtuellen Umgebungen wirken, und spürt dabei verschlüsselte Vorurteile, algorithmische Diskriminierung, Spielmechaniken sowie die Darstellung von Menschen, Orten und Ökosystemen auf, während sie Welten erschafft, die marginalisierte Stimmen und Perspektiven in den Vordergrund rücken, die oft aus unseren techno-futuristischen Visionen ausgeschlossen werden.
Ort
1626 boul. St-Laurent
Büro 100
Montreal H2X 2T1
Kanada