"Rituals" von Nnenna Onouha
Ausstellung / Fensterprojektionen|Kollektive Formen von Care
- Preis Kostenfrei und öffentlich zugänglich.
- Teil der Reihe: Kollektive Formen von Care
Rituals dokumentiert die Selbstfürsorgepraktiken von drei schwarzen Berliner*innen – Caritia, „ein*e BDSM-Praktizierende, Domina und Sexarbeitende“, Lee, ein*e „Gender-Terrorist*in und Yogalehrer*in“, und Goitseone, „eine pessimistische Hexe“ – und schildert ihre jeweiligen Erfahrungen als schwarze Menschen im deutschen Gesundheitssystem. Der Dokumentarfilm zeigt zudem, auf welche Weise Lee, Caritia und Goitseone Heilung für sich selbst und für andere außerhalb dieses Systems finden.
Dieses Werk wird im Rahmen der Ausstellung Kollektive Formen von Care unter der Leitung von Erandy Vergara Vargas präsentiert. Die Ausstellung vereint vier Werke von Künstler*innen aus Deutschland, den Niederlanden und Kanada, die vom 15. Juni bis zum 6. September 2026 in unseren Schaufenstern und in unserer Bibliothek zu sehen sind. Die Werke bieten eine konstruktive Reflexion über eine feindselige Welt sowie eine Auseinandersetzung mit Gesten der Solidarität und Praktiken der Fürsorge zum Aufbau nachhaltiger Gemeinschaften.
Projektionen von Sonnenuntergang bis 2 Uhr morgens auf den Schaufenstern des Goethe-Instituts (1626, boul. St-Laurent, Montréal, Québec, H2X 2T1). Die Arbeiten können auch während der Öffnungszeiten des Goethe-Instituts auf einem Bildschirm in unserer Bibliothek gesehen werden:
vom 15. Juni bis 5. Juli, 2026
von Sonnenuntergang bis 02.00 Uhr
ÖFFNUNGSZEITEN DES INSTITUTS
Montag: 17.30- 20.30 Uhr
Dienstag und Donnerstag: 14.00 - 20.30 Uhr
Mittwoch: 9.00- 20.30 Uhr
Freitag: 16.30 - 19.30 Uhr
Künstlerin
Nnenna Onuoha ist eine ghanaisch-nigerianische Forscherin, Filmemacherin und bildende Künstlerin, die in Berlin lebt. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich mit dem monumentalen Schweigen rund um die Geschichte und die Nachwirkungen des Kolonialismus in Westafrika, Europa und den Vereinigten Staaten und stellt dabei folgende Fragen: Wie erinnern wir uns, welche Vergangenheiten stellen wir dar und warum? Ihre Arbeiten wurden im Museum Folkwang, im Museum of Modern Art Shanghai und in der Johannesburg Art Gallery gezeigt und beim XPOSED Queer Film Festival sowie beim Kurzfilm Festival Hamburg ausgezeichnet. Sie hat Beiträge in folgenden Publikationen veröffentlicht: „Doing Diversity in Museums and Heritage: A Berlin Ethnography“, „Censored? Conflicting Concepts of Cultural Heritage“ und „Owned by Others: A Map to Possession Island“.Sie ist Stipendiatin des Mellon/ACLS Dissertation Innovation Fellowship 2023–2024, Preisträgerin des Amadeu-Antonio-Preises 2023 und Stipendiatin des Krupp Dissertation Fellowship 2024–2025. Nnenna ist derzeit binational promovierte Doktorandin in Medienanthropologie an der Harvard University und in Globaler Geschichte an der Universität Potsdam sowie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Digital Provenance Lab der Leuphana Universität Lüneburg.
Nnenna Onuoha
Künstlerin