Film Goethe-Films: Die Heimkehr - Leben nach dem Terror

Renegades Film © Renegades Film

Do, 04.03.2021 -
Sa, 06.03.2021

Digital TIFF Lightbox


Montreal

Präsentiert vom Goethe-Institut Toronto
mit POV Magazin & Hot Docs

4-6. März 2021 
„Die Heimkehr - Leben nach dem Terror“ 
(Deutschland, 2020, 75 Min.), Dokumentarfilm, Regie: Mariam Noori & Lisa Maria Hagen, mit Meral Keskin, Oliver N., Wolfgang Blaschitz, Ismail Özen-Otto, Clemens Desero u.a.
 
Bonusmaterial: Kommentar der Filmemacher
 
Es war das, was ihr Bruder wollte - einen Märtyrertod. Meral Keskin erhält eine Sprachnachricht, die ihr mitteilt, dass ihr kleiner Bruder Ferhat, ein Kämpfer für ISIS, gestorben ist. Doch sie ist überzeugt, dass der Junge aus Hamburg noch lebt und wieder nach Hause kommen wird. Die Nachrichten und Bilder, die ihr Bruder nach Hause schickte, bevor er den Kontakt abbrach, helfen ihr bei der Suche nach Antworten. Eines davon zeigt eine Gruppe von schwer bewaffneten deutschen ISIS-Kämpfern vor einem Jeep. Fast alle auf dem Bild sind tot oder werden vermisst. Nur Oliver ist zurückgekehrt, ein Kriegsveteran im Alter von nur 21 Jahren, mit 19 Schrapnellsplittern im Körper und blind auf einem Auge. Auch er hat keine Antworten oder Erklärungen für sein Handeln, ebenso wenig wie Ferhat. Oliver sucht einen Weg zurück in die Gesellschaft, navigiert zwischen Scham- und Schuldgefühlen - so wie tausende andere junge Europäer, die mit der letzten Rückkehrerwelle in ihre Heimatländer kamen.
 
„Noori und Hagen gelingt in Die Heimkehr - Leben nach dem Terror der Spagat zwischen komplexer Gegenwartsthematik und sehr persönlicher Geschichte dank der beiden nachdenklichen Protagonisten, die einen bemerkenswert tiefen Einblick in ihre Scham- und Schuldgefühle gewähren.“ -- taz.de
 
„Die Aufnahmen des Films sind extrem packend und nah. Die Kamera zeigt Narben von Granaten, rohe Aufnahmen von der Gewalt in Syrien und die Tränen von Angehörigen. Die Heimkehr - Leben nach dem Terror ist gerade mutig genug, um dem Zuschauer die erschreckende Realität des Krieges nahezubringen." - WDR COSMO
 
„Die Filmemacher folgten Meral zwei Jahre lang auf der Suche nach ihrem Bruder. Die Dokumentation nimmt eine seltene Perspektive ein: die der Täter und ihrer Familien.“ - NDR Hamburg Journal
 
Festivals:
Internationale Hofer Filmtage (2020)
Nordische Filmtage (2021)

Mariam Noori wurde 1987 in Mazar-e Sharif, Afghanistan, geboren. Aufgewachsen in Hamburg, Deutschland, fand sie früh ihre Berufung als Journalistin. 2016 begann sie ihre Karriere beim Norddeutschen Rundfunk. Neben ihrem aktuellen Engagement als Politikjournalistin in der Redaktion des investigativen Nachrichtenformats Panorama sowie des NDR-Youtube-Formats STRG_F liegt Nooris Fokus auf der Erstellung von Dokumentationen rund um Themen wie Immigration, Randgruppen und den Nahen Osten.
 
Lisa Maria Hagen ist Journalistin beim Norddeutschen Rundfunk (NDR).
 
Alle Tickets gehen 4 Tage vor der Vorführung in den Vorverkauf. Nach dem Kauf haben die Zuschauer ein Zeitfenster von 48 Stunden, um auf Play zu drücken. Nach dem Drücken der Play-Taste haben Sie 24 Stunden Zeit, den Film einmal anzusehen. Für weitere Fragen besuchen Sie die digitalen TIFF-FAQs, kontaktieren Sie den TIFF-Kundensupport unter customerrelations@tiff.net oder den TIFF-Support-Chat unter tiff.net/help täglich von 2 - 20 Uhr (inkl. Wochenenden und Feiertage).

Teil des Schwerpunkts des Goethe-Instituts zum deutschen Film

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