Film Goethe-Films: Kriegerin

Combat Girls © Ascot Elite Filmverleih

Do, 11.03.2021 -
Sa, 13.03.2021

Digital TIFF Lightbox


Montreal

Präsentiert vom Goethe-Institut Toronto
 
11. bis 13. März 2021
„Kriegerin“
 (Deutschland, 2011, 103 Min.), Drama, Buch und Regie: David Wnendt, mit Alina Levshin, Jella Haase, Gerdy Zint, Lukas Steltner u.a.

Bonusmaterial: mit einem Kommentar von Elisa Hatega, einer kanadischen Autorin, Sprecherin und Pädagogin zum Thema Rechtsextremismus. 
 
Marisa, ein 20-jähriges deutsches Mädchen, hasst Ausländer*innen, Jüdische Personen,  Polizist*inneen und jeden, den sie für den Niedergang ihres Landes verantwortlich hält. Sie provoziert, trinkt und prügelt sich, ihr nächstes Tattoo ist ein Porträt von Adolf Hitler. Der einzige Ort, an dem sie sich zu Hause fühlt, ist die Neonazi-Gang, der sie sich angeschlossen hat, in der Hass, Gewalt und rauschende Partys an der Tagesordnung sind.

Als sich die 14-jährige Svenja der Gruppe anschließt, wird Marisa zum Vorbild des perfekten „Kampfmädchens“ und verkörpert die Ideologie der Gruppe. Doch Marisas Überzeugungen wandeln sich, als sie zufällig einen jungen afghanischen Flüchtling kennenlernt. In der Konfrontation mit ihm lernt sie, dass die (buchstäblich) schwarz-weißen Prinzipien ihrer Gang nicht der einzige Weg sind, um auf die Menschen um einen herum zuzugehen. Wird es Marisa gelingen, dem Gefängnis, das die Ideologie der Gruppe ist, zu entkommen und Svenja mitzunehmen?
 
„Kriegerin“ von Wnendt hat für Aufsehen gesorgt. Ein mutiger, ungeschminkter Film." - Der Tagesspiegel
 
"Wnendts Spielfilmdebüt trifft ein aktuelles Thema auf fast unheimliche Weise." - epd film
 
"Von Anfang bis Ende ist es die Dichte des Films, die die Aufmerksamkeit des Zuschauers nicht loslässt. Weil der Film nicht im Schnelldurchlauf von einer Szene zur nächsten spult, sondern sich auf die Mehrdimensionalität und Vielschichtigkeit der Lebenswelten der Protagonisten konzentriert, erlaubt er einen tiefen Blick in eine rechtsradikale Gruppe. Wie durch ein Brennglas." - Deutsche Film- und Medienbewertung
 
Auszeichnungen:

Deutscher Filmpreis für den besten Film in Bronze: Bestes Drehbuch, Beste Hauptdarstellerin (2012)
Beste Hauptdarstellerin, First Steps Award (2011)
Beste Hauptdarstellerin Sao Paulo (2011)
Bayerischer Filmpreis Beste Nachwuchsregie & Beste Nachwuchsdarstellerin (2012)
 


David Wnendt wurde 1977 in Deutschland geboren und wuchs als Sohn eines Diplomaten in Islamabad, Miami, Brüssel und der deutschen Stadt Meckenheim auf. Seine ersten Gehversuche in der Welt der Theater- und Filmproduktion machte er in verschiedenen Jobs, wie z.B. als Beleuchter, Redakteur und Produktionsassistent. Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Publizistik an der Freien Universität Berlin und einem einjährigen Filmstudium an der Film- und Fernsehschule der Akademie der Darstellenden Künste in Prag wurde er 2004 an der renommierten Hochschule für Film & Fernsehen "Konrad Wolf" in Potsdam-Babelsberg aufgenommen. Wnendts kraftvoller Abschlussfilm Kriegerin, bei dem er sowohl das Drehbuch schrieb als auch Regie führte, wurde mit großer Begeisterung aufgenommen. Zu seinen nächsten erfolgreichen Filmen gehören Wetlands (Sundance 2014) und die Hitler-Satire Look Who's Back (2015). Wnendt befindet sich in der Vorproduktion für das Krimidrama Sonne und Beton.

Elisa Hategan ist eine in Toronto ansässige Autorin, Rednerin, Journalistin, Filmemacherin, Geschäftsführerin des Changemaker Project, einer gemeinnützigen Organisation, und Regionalkoordinatorin für Zentralkanada und die USA bei Against Violent Extremism (AVE), einem globalen Netzwerk ehemaliger Extremisten und Überlebender extremistischer Gewalt, das in Partnerschaft mit ISDGlobal arbeitet, einer Londoner NGO und Denkfabrik, die operative Antworten auf gewalttätigen Extremismus und Radikalisierung entwickelt. Als Teenager war Elisa die Inspiration für den CBC-Film White Lies von 1998, in dem Sarah Polley eine fiktive Figur spielt, die auf Elisas Geschichte basiert. Ihre kontroverse Geschichte wurde inzwischen in den Memoiren Race Traitor: The True Story of Canadian Intelligence's Greatest Cover-Up veröffentlicht.
 
Alle Tickets gehen 4 Tage vor der Vorführung in den Vorverkauf. Nach dem Kauf haben die Zuschauer 48 Stunden Zeit, um auf Play zu drücken. Nach dem Drücken der Play-Taste haben Sie 24 Stunden Zeit, den Film einmal anzusehen. Für weitere Fragen besuchen Sie die digitalen TIFF-FAQs, kontaktieren Sie den TIFF-Kundensupport unter customerrelations@tiff.net oder den TIFF-Support-Chat unter tiff.net/help täglich von 2 - 20 Uhr (inkl. Wochenenden und Feiertage).

Im Rahmen des Schwerpunkts des Goethe-Instituts zum deutschen Film

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