Berlinale-Blogger 2017 Why don't you get yourself a proper job?

Poster: Berlinale Talents 2017
Poster: Berlinale Talents 2017 | © Berlinale Talents 2017

Being a young filmmaker is hard work. Not only do you need to have five professions at the same time, fight the overwhelming inertia and still make a living, but the people around you also put a lot of effort into trying to clip your wings. This year's edition of Berlinale Talents brilliantly depicts all this 'friendly' advice.

No one will ever finance this movie. There's no audience for this. And finally, my favourite: Why don't you get a proper job? Every budding filmmaker knows these words by heart, has heard them many times, and knows how they can undermine enthusiasm and self-confidence. In Berlin, the same words change their character completely – in bold font, screaming from dozens of posters, printed on festival bags, they suddenly lose their destructive power and evoke broad smiles.
 

  • Poster Berlinale Talents 2017 © Berlinale Talents 2017
    Poster Berlinale Talents 2017
  • Poster: Berlinale Talents 2017 © Berlinale Talents 2017
    Poster: Berlinale Talents 2017


Berlinale Talents ist nicht nur eine Plattform für etwa 250 junge Filmemacher und Profis, die in Workshops, bei Präsentationen und informelleren Begegnungen zusammenkommen, sondern auch Quelle einer enormen positiven Energie.

Agnieszka Elbanowska ist eine polnische Dokumentarfilmemacherin, deren neuestes Projekt es unter die zehn Filme im Finale geschafft hat, die im Rahmen des Workshops Doc Station gezeigt werden (die übrigen laufen unter Short Station und Script). Wie sie betont, stand das diesjährige Event durchgehend unter dem Motto „Courage Against All Odds”: „Für mich bedeutet Mut, der Phantasie freien Lauf zu lassen, seiner Intuition zu folgen. Dir fällt etwas auf, Du prägst es Dir ein und dann gärt es in Dir weiter. Jede Idee erfährt dabei Zustimmung und Akzeptanz”. Ihrer Meinung nach ist der Dokumentarfilm Havarie, der anderthalb Stunden lang einzig und allein ein Boot mit Flüchtlingen auf dem endlosen Meer zeigt, ein perfektes Beispiel für große künstlerische Courage. Man hätte Interviews oder Archivbilder in den Film aufnehmen können. Dennoch haben sich die Macher für ein „nacktes”, kommentarloses Bild entschieden. Dank Initiativen wie Berlinale Talents wird plötzlich sichtbar, dass „es auch so geht”. „Wenn Dir das Menschen sagen, die erfolgreich waren, dann macht das wirklich Mut”, lautet die hoffnungsvolle Botschaft von Agnieszka.