Learning Feminisms

Das Projekt „Learning Feminisms“ ist ein Regionalprojekt des Goethe-Instituts in Subsaharaafrika. Das Projekt konzentriert sich auf die Debatten um Gender / Sex und Feminismus in Subsaharaafrika und zielt darauf ab, Akademikerinnen, Aktivistinnen und Künstlerinnen auf dem Kontinent und darüber hinaus zusammenzubringen, um verschiedene Ebenen der Debatten, die spezifischen lokalen Kontexte und Herausforderungen aufzudecken und die Sensibilität eines breiteren Publikums zu schärfen.

Eine wachsende Diskussion über Frauenrechte, Frauenförderung, Gleichstellung der Geschlechter und Feminismus in Afrika südlich der Sahara findet auf der Ebene der Regierung, des intellektuellen und künstlerischen Diskurses statt, basierend auf der Tatsache, dass Frauen in ihrem beruflichen und privaten Kontext immer noch unterrepräsentiert oder weniger geschätzt sind. Geschlechtergleichgewicht, politische Repräsentation, geschlechtsspezifische Lohnunterschiede und die Stärkung der Rolle der Frau sind weltweit verbreitete Worte. Aber was verstehen wir heute, wenn wir über Feminismus in verschiedenen Ländern und Regionen Subsaharaafrikas sprechen? Wie diskutieren Akademikerinnen und Frauen in ihrem täglichen Kontext dieses breite Thema? Wie diskutieren Künstlerinnen ihre Sicht auf Weiblichkeit, Feminismus und Geschlecht / Sex in kreativen Produktionen?


Das Projekt „Learning Feminisms“ möchte Stimmen aus verschiedenen Ländern des Kontinents verbinden, um feministische Theorien und Ästhetiken anhand ihrer Positionen und Perspektiven zu untersuchen. Dies bietet ihnen eine Plattform, um ihre Gründe für die Teilnahme an bestimmten Debatten und Praktiken mitzuteilen und einen Überblick über die Debatten und Bewegungen in ihren jeweiligen Ländern, Netzwerken und Gemeinschaften zu geben.

Im Juni 2020 startete das Projekt mit einem Online-Workshop mit elf Teilnehmern aus elf afrikanischen Ländern. Der Workshop bot neue Perspektiven für gemeinsame Debatten, Probleme und Herausforderungen und trug zur Wissensproduktion bei. Basierend auf dem Austausch und den Ideen, die während dieses Workshops aufgeworfen wurden, werden das Goethe-Institut und die Teilnehmerinnen ein Folgeprojekt für 2021 entwickeln.