The Spoken Word Project

The Spoken Word Project © Goethe-Institut

The Spoken Word Project

Geschichten entstehen im Erzählen. Im Erzählen werden Narrative erfunden, sie werden weitergetragen, verändert, angepasst. Sie wandern durch die Welt, gelangen von Person zu Person, überwinden Grenzen. Verändern dabei ihre Form, gewinnen Details, verlieren andere.
The Spoken Word Project

​Das Ziel: Die Auftritte einfangen und die Künstler zusammenbringen

Das Spoken Word Project will einen Weg finden, die orale Kunstform des Spoken Word zu dokumentieren und ihre Sichtbarkeit in der Region sowie im Ausland zu vergrößern. Die Videos fangen sowohl die schriftlichen und performativen Elemente einer Spoken Word Erzählung, als auch die Reaktion des Publikums ein.

Die Frage lautet nun:

Wie kann Spoken Word im Internet fortleben, ja sogar wachsen? Das Projekt stellt dafür Spoken Word in einen größeren geographischen Zusammenhang und hilft, die Vernetzung zwischen den eher geschlossenen Szenen der Spoken-Word-Bewegungen in verschiedenen Städten und Ländern Subsahara-Afrikas zu erhöhen. Gleichzeitig zeigt es die Bedeutung des Genres auf dem afrikanischen Kontinent auf und unterstützt so ein stärkeres globales Bewusstsein für diese Kunstform. Das Projekt vereint außerdem die traditionelle Kunstform des Storytelling, wie sie zum Beispiel in Westafrika immer noch weit verbreitet ist, mit einer modernen Kundgebung dieser Tradition – Spoken Word.

Die Idee: Ein panafrikanisches Festival

Die erste Etappe dieses Projekts war eine Veranstaltung mit ausgewählten südafrikanischen Spoken Word Künstlern in Johannesburg. Alle Auftritte wurden auf Video aufgezeichnet, die beiden besten Beiträge von einer unabhängigen Jury prämiert und hier auf der Projekwebseite bereitgestellt. Anschließend wanderte das Projekt zur nächsten Stadt, Antananarivo in Madagaskar. Hier konnten sich die dortigen Künstler die schon vorhandenen Videos ansehen und in ihren Beiträgen auf ein bestimmtes Element aus einem der vorigen Beiträge referieren. Im Laufe des Jahres 2013 setzt sich dieses Muster durch die nächsten sechs Städte fort: Yaoundé (Kamerun), Luanda (Angola), Kampala (Uganda), Nairobi (Kenia), Bamako (Mali), und Abidjan (Elfenbeinküste).

Der Kern: Eine multidimensionale Erzählung

Der Transfer dieses Elements von einem Künstler zum nächsten, von einem Ort zum anderen, bildet den Kern dieses Projekts. Ein gemeinsamer roter Faden wird gebildet, wodurch sich ein größerer, vernetzter, sich ausbreitender, multidimensionaler und dadurch nicht-hierarchischer Erzählstrang bildet – Metapher für die Erschaffung und Verbreitung von traditionellen Geschichten, und so für das Geschichtenerzählen selbst.