Ausschreibung
#OnEstEnsemble

Die Bibliotheken in Afrika

Inwieweit spielt die Mündlichkeit auf dem afrikanischen Kontinent eine Rolle im täglichen Leben, wie äußert sie sich? Ist die Mündlichkeit in Gefahr? Gibt es Entwicklungen, welche die mündliche Tradition bedrohen?

Ist die Oralität auf dem Land und in den Dörfern stärker ausgeprägt als in der Stadt? Gibt es Unterschiede, und, wenn ja, welche? Gibt es Situationen, in denen die Mündlichkeit und die Schriftlichkeit in einem Konflikt zueinander stehen?

Warum gibt es auf dem afrikanischen Kontinent weniger Bibliotheken als auf anderen Kontinenten? Wie funktionieren diese Bibliotheken und was sind ihre Aufgaben? Gibt es ein afrikanisches Bibliothekskonzept? Gibt es bereits Formate in Bibliotheken, die zwischen der Mündlichkeit und der Schriftlichkeit eine Brücke schlagen? Welche Rolle können Griots und Erzähler in Bibliotheken spielen?
Im Jahr 2019 trafen sich Experten*innen in der Côte d’Ivoire, im Senegal, in Ghana, in Kamerun und in Südafrika und setzten sich mit diesen Fragen auseinander. Dabei wurde die Bibliothek in Afrika als westliches und koloniales Konzept der Wissensvermittlung und Wissensbewahrung in Frage gestellt. Darüber hinaus wurden alternative Formen der Konservierung und der Wissensvermittlung thematisiert. Ein besonderes Augenmerk lag auf der Oralität und der Rolle der Digitalisierung bei der Weitergabe von Informationen und dem Transfer von Wissen.
 
In diesem Jahr, 2020, organisieren wir einen Wettbewerb, für den sich Bibliotheken aus den Ländern, in denen diese Paneldiskussionen und Workshops stattfanden, mit Projekten in diesem Kontext bewerben können.
 
Das maximale Budget pro Projekt beträgt 3000 Euro.
 
Wer kann einen Antrag stellen?

Alle Bibliotheken, in denen die oben genannten Paneldiskussionen und Workshops stattfanden (Côte d´Ivoire, Kamerun, Ghana, Senegal, Südafrika)

Für die Bewilligung des Projekts sind maßgebend:
  • die Qualität und Innovation des Projekts
  • die Berücksichtigung des Kontexts (siehe die Beschreibung des Themas oben)
  • angemessene Budgetplanung
  • die Umsetzung der Projekte muss spätestens Ende 2021 abgeschlossen sein. 

Welche Dokumente müssen eingereicht werden?
  • eine Beschreibung des Projekts (max. zwei Seite) in der jeweiligen Landsprache
  • eine Kalkulation der Kosten  

Wer entscheidet?

eine aus unabhängigen Expert*innen zusammengesetzte Jury trifft die Entscheidung über eine Förderung. Wie bewirbt man sich?

Die oben aufgelisteten Dokumente schicken Sie bitte elektronisch an Hippolyte.Bondouho@goethe.de
 
Bewerbungsschluss ist der 31. August 2020