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26. Oktober 2021 | 11:30 Uhr (Chile)
Praktiken

Referentin: Melanie Sehgal
Kommentator*innen: Something fantastic

Das Konzept des Anthropozäns lässt uns den Planeten als ein integriertes und komplexes System zwischen Gesellschaft und Natur denken. Wie können wir eine Epistemologie der in gegenseitiger Abhängigkeit stehenden Praktiken und Disziplinen entwerfen?

Prácticas© Mit freundlicher Genehmigung von Barco Galería

Teilnehmende Expert*innen

Melanie Sehgal

Melanie Sehgal © Cortesía de Melanie Sehgal Melanie Sehgal ist Professorin für Literatur, Wissenschaft und Medien der Europäischen Universität Viadrina in Frankfurt an der Oder. Sie ist Doktorin der Philosophie der Technischen Universität Darmstadt und Autorin des Buchs Eine situierte Metaphysik. Empirismus und Spekulation bei William James und Alfred North Whitehead (Konstanz University Press, 2016). Ihre Arbeit konzentriert sich auf die Formen des spekulativen Denkens, die über die Trennung von Natur und Kultur hinausgehen, mit einem besonderen Augenmerk auf den klassischen Pragmatismus, die Prozessphilosophie, Wissenschaft und Technologie sowie das feministisch-materialistische Denken im Anthropozän. Seit 2012 organisiert sie den Zyklus “Experimental Speculations / Speculative Experimentations” sowie gemeinsam mit dem Künstler Alex Martinis Roe die experimentelle Gruppe „FORMATIONS” (HKW), die Wissensformen ergründet, die über den Habitus des modernen disziplinären Denkens hinausgehen. Des Weiteren ist sie Mitglied des interdisziplinären Netzwerks der kritischen Humanwissenschaften Terra Critica, das sich der Untersuchung der kritischen Theorie des XXI. Jahrhunderts widmet.
 

Something fantastic

Something Fantastic © Zara Pfeifer, 2016 Something Fantastic versteht sich als eine ‚indisziplinierte’ Architekturpraxis, die das Streben nach dem Neuen und Schönen mit ökologischer, sozialer und politischer Verantwortung kombiniert. Ihr Büro wurde 2010 von Elena Schütz, Julian Schubert und Leonard Streich gegründet. Ihr im Manifest „Something Fantastic“ (2009) formulierter breit gefächerter Ansatz hat den Grundstein für einen Corpus von Arbeiten verschiedenster Maßstäbe, Medien und Kooperationen gelegt (unter anderem mit Lacaton & Vassal, der Nationalen Universität von Yokohama, Buchhandlung Walter & Franz König, CCA, Artek, Flemish Government Architect). Die Arbeiten von Something Fantastic wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert sowie mehrfach ausgezeichnet und veröffentlicht. Die drei Partner*innen dozierten im Postgraduiertenprogramm für urbanes Design en der ETH Zürich (2012 - 2019) und leiten nun die Raum-Abteilung der Gerrit Rietveld-Akademie in Amsterdam, wo sie im Licht der ökologischen und sozialen Krisen das Potenzial der räumlichen und post-disziplinären Praktiken ausloten.

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