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Online-Residency

Welche Themen beschäftigen und teilen junge Schriftsteller*innen aus Chile und Deutschland? Wie beeinflussen das Digitale, Web und Social Media ihr Schreiben?

Im Rahmen der Online-Residency entreLíneas werden sich junge Autor*innen beider Länder im Mai und Juni 2018 mit diesen Fragen beschäftigen und gemeinsam literarisch arbeiten.

entreLíneas LogoSimone Schiffer

Danke!


Die erste literarische Online-Residency entreLíneas hat ihr Ende gefunden und wir finden uns im „Post-Residency-Syndrom“ wieder. Zeit für einige Zeilen des Danks und für einen Ausblick:

Knapp zwei Monate lang haben sich die Schriftsteller*innen María Paz Valdebenito González & Ronya Othmann (entreLíneas) und Sara Magdalena Gómez Schüller & Nicolás Sandoval (entreLíneas.huidobro) ausgetauscht, experimentiert und neue Formen der Literatur online und digital entdeckt.
Wir danken ihnen herzlich für Briefwechsel zwischen Chile, Deutschland und Kurdistan, für digitale Herbarien und Instagram-Takeover, für konkrete Poesie in Bild und Ton, für lyrische Facebook-Interventionen, für ein (s)türmisches Manifest und den Einblick in das literarische Schaffen der Vier.
Ein weiterer Dank gilt den drei literarischen Übersetzer*innen Patricio Hergott, Johanna Malcher und Veronika Reinertshofer. Mit ihrer Arbeit und im Austausch mit den Resident*innen bauten sie uns Leser*innen eine sprachliche Brücke ans andere Ende der Welt.

Literatur kennt keine Grenzen, kein Ende. Und so soll auch entreLíneas weitergeschrieben und weitergedacht werden. Wie, wo und wann erfahren Sie an dieser Stelle und über den Newsletter des Kulturprogramms des Goethe-Institut Chile.
Bis dahin freuen wir uns über Ihr Feedback, Ihre Ideen, Fragen und Gedanken zu entreLíneas per Mail an Simone Schiffer, residencia.entrelineas@gmail.com.
Und wir wünschen Ihnen natürlich viel Spaß und Inspiration beim Lesen, Hören, Sehen und Durchscrollen der Arbeiten der ersten vier Resident*innen!
 


entreLíneas.huidobro

Intervention II

 
                                                 D
                                                    E
                                                  R
                                                     T
                                                   U
                                                  R
                                                    M
                                             Schaffen wir
                                           die Strafe
                                                   Babels ab
                                             Schmelzen wir
                                           die Sprachzungen ein
                                         m m m m
                                        mischen wir uns
                                             und werden unabhängig
                                      um den eigenen Rhythmus
                                                         zu finden
                                             der scharfe Kuss
                                                  der Sprachen
                                          mehr  mehr   mehr

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entreLíneas

La Peolosperanza © María Paz Valdebenito

Brief an Ronya

Santiago de Chile, Montag, 11. Juni

Liebe Ronya,

in Santiago de Chile gibt es nur sehr selten Gewitter, die meisten fürchten den Regen, Pfützen sind eine Ausnahme in der Landschaft. Wie von Zauberhand habe ich deinen Brief an einem Regentag erhalten, während des ersten Regens des Jahres und so schreibe ich hier im Antwortbrief einige Verse von Jorge Teillier, einem chilenischen Dichter, einem Liebhaber des Regens und der Berghänge: „nun schicke ich dir diesen Regenbrief / den dir ein Regenreiter bringt / auf Wegen, die den Regen kennen“*. Es ist traurig, wenn der Winter beginnt, den Regen zu fürchten und wenn dieser seinerseits nicht um das Gute seiner Handlung weiß. 

[María Paz Valdebenito]

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Über das Projekt

Das Goethe-Institut Chile lädt junge Schriftsteller*innen aus Chile und Deutschland ein, im Rahmen der Online-Residency entreLíneas als literarisches Tandem neue Kapitel des schriftstellerischen Austauschs und Schaffens aufzuschlagen.

Deutschland und Chile trennen rund 12.500 Kilometer; die halbe Welt liegt zwischen den beiden Ländern. Und doch verbindet sie sowohl ihre literarische Tradition –  Deutschland, Land der Dichter und Denker, Chile, país de poetas –, als auch heutige Kommunikations- und Publikationsmöglichkeiten online.
 

entreLíneas

Welche Motive, Themen und literarischen Formate beschäftigen und teilen nun die jungen Schriftsteller*innen Chiles und Deutschlands von heute? Wie beeinflussen und bereichern das Digitale, das Web oder soziale Medien das Schreiben und literarische Formate? Welche literarischen oder gesellschaftlichen Themen und Motive inspirieren und verbinden die Autor*innen? Im Rahmen der Online-Residency entreLíneas nehmen sich die Schriftsteller*innen dieser Fragen an und greifen bei ihrer Arbeit sowohl auf vielfältige Text- und Darstellungsformen, wie auch auf transmediale Formate wie (Live) Video, Bild, Ton, oder soziale Medien zurück.

entreLíneas richtet sich an junge SchriftstellerInnen zwischen 18 und 35 Jahren, die sich für die Kultur und Literatur des jeweils anderen Landes interessieren, Digitalität, Web und Literatur zusammen denken und zwei Monate über den Blog der Online-Residency mit einer*m chilenischen/ deutschen Partner*in schreiben und arbeiten wollen. entreLíneas bietet aufstrebenden Autor*innen einen digitalen Raum zur Präsentation ihrer entstehenden Arbeiten sowie Kontakt zur literarischen Öffentlichkeit Chiles und Deutschlands.
 
Die Resident*innen schreiben in ihrer jeweiligen Muttersprache und schicken ihre Texte und Arbeiten zur Übersetzung über die Kontaktperson des Goethe-Instituts an literarische Übersetzer*innen. Anschließend wird auf Deutsch und Spanisch auf dem Blog entreLíneas veröffentlicht; die literarischen Tandems kommunizieren also primär über dieses Medium.
 

entreLíneas.huidobro

  entreLíneas.huidobro © S. Schiffer / Biblioteca Nacional de Chile

 

Anlässlich des 70. Todestages des Poeten Vicente Huidobro, Begründer der  avantgardistischen Poesie in Chile und Lateinamerika und bekannt für seine ästhetische Theorie des Creacionismo, lädt das Goethe-Institut Chile junge Schriftsteller*innen zwischen 18 und 35 Jahren ein, im Rahmen der Sonderausgabe entreLíneas.huidobro gemeinsam zum Werk und Leben Huidobros zu arbeiten: Inwiefern inspirieren seine Arbeiten noch heute junge chilenische und deutsche Dichter*innen? Und wie kann Huidobros visuelle Poesie im Zeitalter von Digitalität und Web weitergedacht werden?

 
“El universo es un lenguaje que busca un traductor. Ése es el poeta.”
 
Die Tandems werden von der Jury zusammengestellt und treten für zwei Monate in einen literarischen Dialog über und in Auseinandersetzung mit Huidobro unter Rückgriff auf die genannten Online-Formate und digitalen Möglichkeiten. Die Resident*innen veröffentlichen wöchentlich Nachrichten und Arbeiten aneinander und publizieren vom Dialog und Huidobro inspirierte Texte, Arbeiten und transmediale Formate.  
 
“Inventar consiste en hacer que las cosas que se hallan paralelas en el espacio se encuentren en el tiempo o viceversa y que al unirse muestren un hecho nuevo.”
 
In Kooperation mit dem Consejo Nacional del Libro y la Lectura, der Dirección de Asuntos Culturales del Ministerio de Relaciones Exteriores (Dirac) und der Fundación Vicente Huidobro ist geplant, das beste Tandem einzuladen, die i­­­m Rahmen der Residency entstandenen Arbeiten bei der Frankfurter Buchmesse 2018 (10.-14. Oktober) und der Feria Internacional del Libro de Santiago (FILSA) 2018 zu präsentieren.

Koordination


Simone Schiffer
residencia.entrelineas@gmail.com

Mit Unterstützung von:


Consejo Nacional del Libro y la Lectura Consejo Nacional del Libro y la Lectura Dirección de Asuntos Culturales del Ministerio de Relaciones Exteriores © Dirac Fundación Vicente Huidobro  © Fundación Vicente Huidobro

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