Filip Antoni Malinowski | Farbe | 86 Min. | 2017
Guardians of the Earth

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© W-film / Soleil Film

"Guardians of the Earth" ist ein aufrüttelnder Dokumentarfilm, der darlegt, wie im Rahmen der UN-Klimakonferenz 2015 das Pariser Abkommen entstand. Dieser globale Pakt ist die erste Klimaschutzvereinbarung, die von allen 195 Mitgliedsstaaten der UN unterschrieben wurde und beinhaltet unter anderem essenzielle Ziele wie die Begrenzung der globalen Erderwärmung auf unter 2 Grad - eine historisch einzigartige Einigung! Die Filmemacher*innen blicken hinter die Kulissen des Klimagipfels und zeigen, wie dort verhandelt wird und die heftigen Interessenkonflikte zwischen den verschiedenen Ländern ausgetragen werden. 

Dieser Film kann gezeigt werden dank der freundlichen Unterstützung von PASCH. 

Filmemacher Filip Antoni Malinowski wirft in „Guardians of the Earth – Als wir entschieden, die Erde zu retten“ einen exklusiven Blick hinter die Kulissen des Verhandlungs­marathons und legt diesen dramaturgisch als Countdown an. Während immer mehr Tage verstreichen, wird deutlich, dass auf dem Klimagipfel nicht nur über den bestmöglichen Umweltschutz, sondern auch über ökonomische Fragen gestritten wird. Finanziell armen Länder, die von den Folgen der Erderwärmung besonders betroffen sind, stehen reiche und einflussreiche Industriestaaten gegenüber, die ihre Geschäfte nur ungern einschränken wollen. Die Unterschiede zwischen den Akteuren hinsichtlich ihrer politischen Einflussnahme, Sichtweisen und Proaktivität für ein Abkommen werden dabei sehr deutlich. Zu Wort kommen lässt Malinowski neben bekannten politischen Figuren wie Barack Obama und Christiana Figueres, der UN-Generalsekretärin der Klimarahmenkonvention, auch Menschen wie den aus Bangladesch stammenden Klima­experten Saleemul Huq, der den Zuschauer*innen die kleinteiligen Verhandlungsprozesse der Konferenz nahebringt. Dass den zähen Verhandlungen dynamische Veränderungen und Ereignisse in den Ländern gegenüberstehen, zeigen diverse Einspielungen wie die des ehemaligen philippinischen Delegierten Yeb Saño, der nun als Aktivist vor den Konferenzsälen aktiv ist, oder von Donald Trump, mit der Ankündigung, das Pariser Abkommen wieder aufzukündigen.
 
Filip Antoni Malinowski wurde 1982 in Polen geboren. Seit 1989 lebt er in Wien und studierte dort Theater-, Film- und Medienwissenschaften. Außerdem absolvierte er an der Akademie der Bildenden Künste die Klasse für Kunst und Kino bei Harun Farocki und drehte währenddessen bereits seine ersten Filme.

2008 gründete er die Filmproduktionsfirma Soleil Film, für die er heute als Produzent und Regisseur in Wien und Berlin arbeitet. Sein erster langer Dokumentarfilm „Maria muss packen“ (2012), ein Film über ein altes polnisches Ehepaar und ihren Kampf gegen den drohenden Verlust ihrer Wohnung, lief auf über 30 Filmfestivals und wurde mehrfach ausgezeichnet. Auch sein zweiter langer Dokumentarfilm „Guardians of the Earth“ (2017) über die Weltklimakonferenz 2015 von Paris lief erfolgreich auf zahlreichen Filmfestivals.