Raimundo Gómez | Farbe | 30 min. | 2019
“Lawqa (Lauca), que el Parque vuelva a ser Parque”

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Dieser Dokumentarfilm ist eine einsame Mountainbike-Tour des patagonischen Markenbotschafters Gabriel "Gabo" Benoit, entlang vergessener Routen und Pfade, wo das Fliegenfischen eine neue Bedeutung erhält: die Rettung der Hochlandnatur vor den Auswirkungen verlassener Halden und Minenaktivitäten.

Der Sportler fand auf dem chilenischen Plateau der Region Arica und Parinacota eine der größten Bedrohungen für das lokale Ökosystem: den Abbau von Bórax innerhalb des Naturdenkmals Salar de Surire, sowie verlassene Halden im Nationalpark Las Vicuñas. Alle liegen innerhalb des großen Biosphärenreservats La Biósfera namens Lauca.

Aus diesem Grund beschloss Benoit, das Thema durch den Dokumentarfilm "Lawqa" (Lauca) unter der Regie des Dokumentarfilmers und Journalisten Raimundo Gómez der Welt bekannt zu machen.

Auf diese Weise wurde der Wert der Erhaltung von Naturschätzen durch den Sport in einem kinematographischen Stück zusammengefügt, das eine wichtige Kampfflagge hisst: dass das Weltbiosphärenreservat "Lauca" wieder zu einem einzigen großen Nationalpark wird, in dem seine natürlichen Ressourcen nicht gefördert werden dürfen.

"Es ist etwas Einzigartiges, etwas Unglaubliches. Das Angeln und die Fahrradwege sind phänomenal. Ich hätte nie gedacht, dass ich auf Vulkanen angeln würde, die über 4.500 Meter hoch sind. Für mich persönlich war es einer der interessantesten Orte, an dem ich je geangelt habe, und es gibt noch viel zu entdecken", sagt Benoit.

Die Ausbeutung von Borax an diesem Ort geht ihrerseits auf das Jahr 1986 zurück, was sich auf die Umwelt des Gebietes auswirkt. "Seit Jahrzehnten erlauben wir die exponentielle Zerstörung des Salar de Surire, eines einzigartigen Ortes in der Welt und ein Naturdenkmal für alle Chilenen und Aymara-Gemeinschaften. In einem Weltbiosphärenreservat werden monatlich mehr als 27.000 Tonnen dieses Minerals gewonnen, was sich negativ auf die heimische Fauna und die Umwelt auswirkt", erklärt Raimundo Gómez, Direktor dieses zweiten Dokumentarfilms.

Er fügt hinzu, dass im Nationalpark Las Vicuñas auch ein angeblich inaktiver Bergbau betrieben wird, der den Fluss Lauca aufgrund der verlassenen Halden des Sektors verunreinigen würde. Andererseits gibt es nach offiziellen SERNAGEOMIN-Informationen nur eine Halde in der Region. Nach Informationen aus den vom Umweltministerium entwickelten "Standorten mit einem möglichen Vorhandensein von Schadstoffen" gibt es jedoch mehr als neun Halden auf dem Gebiet. In der Tat ist diese Region durch die Verunreinigung durch Bergbauabfälle gekennzeichnet.

Die Koproduktion von Patagonia Chile und der Fundación Relaves wurde erst kürzlich in Mexiko, Italien und Finnland ausgezeichnet. Weitere Informationen über den Dokumentarfilm finden Sie unter www.lawqa.cl. Dort finden Sie ebenfalls eine Petition zur Rekultivierung des Nationalparks, welche Sie unterstützen können.
 
Raimundo Gómez Vergara ist Journalist der Universidad Diego Portales, spezialisiert auf Dokumentarfilm, Produktion und digitale Technologien. Im Jahr 2010 dreht er seinen ersten Film: „Chao Pescao, Salvemos Punta de Choros“, eine eigenständige Dokumentation über Kohlekraftprojekte, welche die Meeresreservate bedrohten. Der Film entwickelte sich später zu einer großen Bürgerbewegung, die verhindern konnte, dass diese Industrieprojekte zu einer Erfolgsgeschichte wurden. Später arbeitete Raimundo als Direktor des audiovisuellen Bereichs der NGO Oceana in Chile und erstellte Bildmaterial, um die Erhaltung von Meeresgebieten zu fördern, die von industriellen Aktivitäten bedroht sind. Einige Zeit später gründete er die Kommunikationsagentur Media Factor, wo er zusammen mit Organisationen wie der Fundación Punta de Lobos, der Abteilung Energieeffizienz des Energieministeriums, Patagonien und bekannten Aktivisten wie dem Sänger Jack Johnson medienwirksame Kampagnen für saubere Energie, Energieeffizienz und Umweltschutzprojekte durchführte. Seit 2015 ist er audiovisueller Direktor der Relaves Foundation und führt Medienkampagnen durch, um über die beim Bergbau entstehenden Abfälle und deren Auswirkungen zu informieren.  In den Jahren 2018 und 2019 produzierte die Fundación Relaves in Koproduktion mit der Marke Patagonien den Dokumentarfilm „LAWQA, Que el Parque vuelva a ser Parque“, den zweiten von Gómez gedrehten Dokumentarfilm, der den wirksamen Schutz eines Weltbiosphärenreservats zum Ziel hat. Dieser Dokumentarfilm wurde kürzlich als bester Dokumentarfilm auf dem Scandinavian International Film Festival in Finnland, auf dem WE Tulum (World Environmental Film Festival) in Mexiko und mit dem AMA (Adventure Movie Awards) Umweltpreis in Italien sowie dem Publikumspreis und der besten Fotografie auf dem Lo Valdés Film Festival in Chile ausgezeichnet. Derzeit beteiligt er sich an der Kampagne Chao Carbón, welche das Ziel hat, schmutzige Energien durch Saubere zu ersetzen.
 
 


 
• Dieser Film muss auf Anfrage bestellt werden und ist im mp4-Format (USB-Stick) erhältlich.

• Wir bedanken uns herzlich bei Raimundo Gómez für seine Unterstützung.