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Der subjektive Faktor

Der subjektive Faktor © Salzgeber
Sprache Deutsch
Untertitel Englisch
Genre Dokumentarfilm
Land Deutschland
Jahr 1981
Regie Helke Sander
Mit Angelika Rommel, Nikolaus Dutsch, Dominik Bender, Lutz Weidlich
Produktion Helke Sander Filmproduktion GmbH (Berlin), Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF) (Mainz)
Länge 138 Minuten

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Um von der Frauenbewegung und Feminismus in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu erzählen, wählte die Regisseurin Helke Sander für DER SUBJEKTIVE FAKTOR eine Mischform aus Spiel- und Dokumentarfilm. Der autobiographisch gefärbte Film erzählt von der Studentin Anni, die die Anfänge der zweiten Welle der Frauenbewegung erlebt und beginnt, sich immer stärker zu engagieren. Mit ihrem Kind lebt sie in einer Kommune. Dabei liegt das Augenmerk des Films nicht allein auf den Initiativen der Frauen selbst, sondern ebenso sehr auf den gesellschaftlichen Umständen, aus denen sie hervorgingen. Die Jugend protestierte gegen den Vietnam-Krieg und suchte nach alternativen Lebensformen. Patriarchale Strukturen beeinflussten das Leben der Frauen sowohl beruflich als auch privat. Helke Sander zählte selbst zu den Vorkämpferinnen für Selbstbestimmung und Gleichberechtigung. Auf dem Kongress des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds (SDS) im September 1968 wollte sie die Rolle der Frauen diskutieren und sagte: „Genossen, wenn ihr zu dieser Diskussion nicht bereit seid, dann müssen wir feststellen, dass der SDS nichts weiter ist als ein aufgeblasener konterrevolutionärer Hefeteig“. Darauf flog eine Tomate, die als Auslöser für diese Frauenbewegung steht. Der Film schließt mit der philosophischen Erkenntnis: „Es gibt viel Falsches im Wahren“.

Helke Sander war 1972 eine der Gründerinnen der Frauengruppe "Brot und Rosen" und war Mitautorin des "Frauenhandbuchs Nr.1". Zusammen mit Claudia von Alemann veranstaltete sie 1973 das "1. Internationale Frauenfilmseminar" in Berlin, das faktisch ein Frauenfilmfestival war. 1974 gründete sie die erste feministische Filmzeitschrift Europas Frauen und Film und war bis 1982 deren Herausgeberin.



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