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Land in Sicht

Sprache Deutsch + Diverse
Untertitel Deutsch, Englisch, Französisch, Portugiesisch, Spanisch
Genre Dokumentarfilm
Land Deutschland
Jahr 2013
Regie Judith Keil & Antje Kruska
Mit Abdul Nasser Jarada, Brian Ngopan, Farid Sahimi, Rose Dittfurth
Produktion Indi Film GmbH (Stuttgart), RBB (Berlin und Potsdam), Arte Deutschland TV GmbH (Baden-Baden)
Länge 93 Minuten

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Wenn Flüchtlinge es nach Deutschland schaffen, sieht ihr Alltag oft anders aus als erwartet. Dies zeigt der Dokumentarfilm LAND IN SICHT von Judith Keil und Antje Kruska. Drei Flüchtlinge versuchen in Brandenburg den Start in ein neues Leben und müssen gegen Widerstände und Vorurteile kämpfen. Abdul, ein Scheich aus dem Jemen, der Iraner Farid und Brian aus Kamerun wohnen im Asylbewerberheim in der brandenburgischen Kleinstadt Bad Belzig.

Viele Möglichkeiten, ihren Träumen und Zielen näher zu kommen, haben die Männer dort nicht. Letztlich erfährt man nicht viel über ihre Hintergründe, doch der Film zeigt ihre Persönlichkeiten. Eine engagierte Sozialarbeiterin betreut sie und wählt gern mal unkonventionelle Maßnahmen wie den Besuch einer Amateurbauchtanzgruppe oder eines Spielmannszuges. Auf Dorffesten, Ämtern und in Diskotheken prallen die Vorstellungen der Drei mit den Ansichten und Einstellungen der Deutschen aufeinander. Anstelle von Betroffenheit rückt der Film die unfreiwillige Komik dieser Treffen in den Blick. Sie sehen sich konfrontiert mit enttäuschten Hoffnungen, Heimweh und einer unnachgiebigen deutschen Bürokratie. Bereits der Weg zum erhofften Bleiberecht erweist sich als schwierig. Mit den Gepflogenheiten in deutschen Amtsstuben nicht vertraut, stoßen Abdul, Farid und Brian immer wieder auf Unverständnis und Misstrauen. Zugleich bemühen sich einige ebenso redlich wie rührend, den Fremden unter die Arme zu greifen.

Die Menschen stehen im Zentrum des Films der beiden erfahrenen Regisseurinnen Judith Keil und Antje Kruska. Dadurch gelingt den beiden ein anderer Blick auf die aktuelle Flüchtlingsfrage und diejenigen, die Asyl suchen. Es ist ein Porträt darüber entstanden, mit welchen Strategien die deutsche Gesellschaft versucht, die Fremden abzuwehren. Der Film gewann 2013 beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm (DOK Leipzig) den Dokumentarfilmpreis des Goethe-Instituts.



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