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DANIELA CASTILLO TORO

Daniela Castillo © Goethe-Institut Chile Daniela Castillo Toro studierte Schauspiel an der Universidad de Chile. Im Rahmen ihres bisherigen künstlerischen Werdegangs war sie sowohl als Regisseurin und szenische Forscherin wie auch als Schauspielerin an zahlreichen Theaterprojekten beteiligt. Sie spielte unter der Regie von namhaften chilenischen Regisseur*innen wie Cristián Plana und Martín Erazo und realisierte eine Vielzahl von künstlerischen Recherchen und Experimenten sowohl in Chile als auch im Ausland. Von 2014-2015 war sie Teil eine langfristig angelegten Künstlerresidenz zwischen chilenischen und französischen Künstler*innen unter der künstlerischen Leitung von Millaray Lobos und Christophe Gregoire, welche eine zentrale Erfahrung für ihren eigenen Werdegang als Regisseurin war. Im Jahr 2014 gründete sie gemeinsam mit Paulina Giglio, Gabriel Cañas und Jacinta Langlois, allesamt Uniabsolvent*innen der Universidad de Chile, die freie Theatergruppe „GRUPO X“ (Arbeitstitel), welche sich auf kollektive Arbeits- und Schaffensweisen beruft. Hinsichtlich ihrer gemeinsam entwickelten Stücke konzentriert sich die Gruppe auf sozial-politisch relevante Themen des aktuellen Chiles, wobei der zentrale Ausgangspunkt ihrer Kreationen der Mensch und dessen soziale Verhaltensweisen ist sowie die damit verbundenen unendlichen Widersprüche. 2015 führte Daniela Castillo zum ersten Mal selbst Regie im Rahmen des Stücks „Youtube: una historia de la humanidad“. Im Sinne einer Fortsetzung dieser Arbeit entstand das zweite eigene Bühnenprojekt HUMANE, welches sie im Rahmen des PDE-Projekts entwickelte. Parallel zur ihren Theaterprojekten gibt Daniela Castillo diverse Kurse an der Universidad de Chile. Im Kontext der Corona-Pandemie wagte sie sich in das Neuland des „Online-Theaters“ und war Teil der Zoom-Komödie „Los Fakes“, die von dem chilenischen Duo Los Contadores Auditores geschrieben wurde.
Für das Jahr 2021 plant Daniela Castillo gemeinsam mit ihrer Familie nach Berlin zu ziehen, um tiefer in die aktuelle Theaterszene in Deutschland einzutauchen und sich in den Bereichen Regie und Schauspiel fortzubilden.  
 
HUMANE

HUMANE handelt von den Anfängen der menschlichen Spezies. Die Zuschauenden beobacten drei Höhlenmenschen dabei, wie diese auf rudimentäre Weise miteinander interagieren: Sie entzünden ein Feuer, sie experimentieren mit Gesang und Körperbewegungen, sie versuchen sich dem anderen gegenüber verständlich zu machen und entdecken schließlich das Wort. Die Inszenierung parodiert und kritisiert die Art und Weise, wie wir als Gesellschaft die Vergangenheit betrachten und jedes Mal aufs Neue rekonstruieren wobei versucht wird das Unmögliche zu realisieren, denn es gibt keine Zeug*innen dieser Zeit, die Menschheit gründet ihr Selbstbild auf winzigen und verstreuten Überresten. HUMANE hinterfragt die vermeintliche Entwicklung der Menschheit weg vom Tier und dem Primitiven und beschäftigt sich hierbei im Speziellen mit der Schlüsselrolle der Sprache und deren Entwicklung, die den Menschen auszeichnet. Am Ende muss das Publikum selbst über die positiven und negativen Seiten dieses historischen Prozesses bis hin zur Gegenwart entscheiden.
Das Stück wurde 2019 im Rahmen einer Spielzeit im Theater „Taller Siglo XX Yolanda Hurtado“ in Santiago uraufgeführt und später noch einmal im  Januar 2020 im „Teatro del Puente“ präsentiert.

Bildergalerie des Stücks

Fotos des Probenprozesses

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