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ISABEL FONSECA ALOMAR

Isabel Fonseca © Goethe-Institut Chile Isabel Fonseca Alomar schloss im Jahr 2009 ihr Schauspielstudium an der Universidad Mayor ab. Seitdem wirkte sie vor allem als Schauspielerin an verschiedenen Theaterprojekten mit, wie zum Beispiel unter der Leitung verschiedener chilenischer Regisseur*innen wie Alexandra Von Hummel (Teatro La María), Italo Gallardo und Pilar Ronderos (La Laura Palmer ) und Hector Noguera. Parallel zu ihrem Engagement als Schauspielerin bildete sie sich mehr und mehr im Bereich der Dramatik fort, nahm an zahlreichen Workshops und Schreibwerkstätten teil und arbeitete gemeinsam mit namhaften chilenischen Autor*innen wir Pablo Manzi, Carlo Urra und Leyla Selman. Isabel Fonseca inszenierte in ihrer Rolle als Regisseurin bisher vier ihrer eigenen Theaterstücke, die sich alle dadurch charakterisieren, dass sie spezifische Lokalitäten als Bühne verwenden und Erzählungen, die sich um diese drehen wie zum Beispiel die Zeugnisse ihrer ehemaligen und aktuellen Bewohner*innen in szenisches Material verwandeln. Ihre künstlerische Suche konzentrierte sich in diesem Zuge mehr und mehr auf die Realisierung von Site-Specifics. Ihr erstes Stück „MEXICO“ (2014) handelte von der Geschichte des Boxclubs, Club Mexico, und verknüpfte sich mit dem Stück “Roberto Zucco” von Bernard Marie Koltez. Ihr zweites Stück „E.A.O. Ocupación” (2015) stellte die Geschehnisse nach, die sich im Zuge des Militärputsches 1973 in der Universidad Técnica del Estado vollzogen haben. In “No sé cómo lo hacían en la época de Jane Austen” (2014) schrieb Isabel Fonseca das Stück ausgehend von zahlreichen realen anonymen Liebesbriefen.  2019 war sie als Schauspielerin Teil der Produktion “Exhumación” unter der Regie des Duos „La Laura Palmer“, welches dem Bereich des Testimonial Theaters zuzuordnen ist und auf den Memoiren der chilenischen Dramaturgin Isidora Aguirre basiert. Im Jahr 2020 wurde sie mit ihrem Theatertext “Viaje a la Antártida” zum Dramatikprojekt “Dramaturgia del encierro”, organisiert von der Stiftung FITAM und dem Teatro Ictus. Weiterhin war sie eine der ausgewählten Teilnehmer*innen des Online-Poesieporjekts „entre.Líneas“ des Goethe-Instituts Chile und verfasste diverse poetische Prosa, basierend auf der Dichtkunst von Pablo de Rokha und Nelly Sachs. Im selben Jahr führte sie Regie bei dem Stück "Resonancia", ein Online-Theaterprojekt, welches sie gemeinsam mit Teilnehmer*innenn aus der entlegenen Atacama-Region im Norden Chiles durchführte. Das Stück thematisiert die dramatischen Folgende der Überschwemmungen und Erdrutsche, die 2015 und 2017 den Ort Chañaral heimsuchten.

LO INVISIBLE

Eine Gruppe von vier Frauen bildet das Reinigungspersonal eines modernen Bürogebäudes in einer Großstadt. Während die anderen längst nach Hause gegangen sind, gehen sie ihrer täglichen Arbeit nach. Eines späten Abends werden sie hierbei unterbrochen, um eine Gruppe neuer Bewerber*innen in den verschiedenen Reinigungsprozessen und Aufgaben zu schulen. Das Publikum wird hierbei dazu eingeladen, gemeinsam mit ihnen die anonymen Büroräume zu erkunden und diese eigentümliche nächtliche, in der Regel weibliche Welt aus der Nähe wahrzunehmen, die ihnen sonst unsichtbar bzw. von ihnen unbemerkt bleibt. LO INVISIBLE wurde im Rahmen einer offenen Probe im Jahr 2019 am Goethe-Institut Chile präsentiert.
Die Idee für dieses Stück basiert auf den sogenannten Geschäftsvierteln Santiagos, in denen täglich Tausende von Büroangestellten arbeiten und welche in der Nacht von unsichtbarem Reinigungspersonal eingenommen werden. Für die Entwicklung dieses Stücks arbeitete Isabel Fonseca einen Monat lang als für eine Reinigungsfirma und war Teil dieser für viele Personen nicht sichtbaren Welt. Der Text des Stücks basiert auf den zahlreichen Interviews, die sie in dieser Zeit und Dank ihrer Undercover-Rolle mit ihren Kolleg*innen führte.



Schauspielabsolventin der Universidad Mayor, die sich in ihrer kreativen Arbeit vor allem dem Schreiben von Theaterstücken und der Regiearbeit widmet. Ihre künstlerische Suche fokussiert sich auf die Entwicklung von Inszenierungen, die von einem bestimmten Raum in der Realität ausgehen, wie sich ihren bisherigen site-specific Arbeiten México y EAO: OCUPACIÓN zeigt. Auch ihr aktuelles Regieprojekt, Territorios de poder, ist ein site-specific.


Bildergalerie des Stücks

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