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VALENTINA PARADA GALLO

Valentina Parada © Goethe-Institut Chile Valentina Parada Gallo wurde mit dem Projekt “Proyecto Mileva” ausgewählt, um 2018 Teil des PDE-Programmes zu sein. In dem Falle dieses Projekts handelt es sich um eine kollektive Arbeit, weswegen an dieser Stelle alle drei Co-Regisseurinnen der Gruppe „Colectivo Homónimo“ vorgestellt werden, obwohl nur Valentina Parada Gallo PDE-Teilnehmerin war.  

COLECTIVO HOMÓNIMO wurde 2017 von Cecilia Yáñez, Melissa Brandt und Valentina Parada gegründet. Die Gruppe hat es sich zum gemeinsamen Ziel erklärt, ihre Projekte im Sinne der kollektiven und kollaborativen Arbeitsmethodologie zu realisieren. Unter diesem Konzept verstehen sie, dass alle drei Künstler*innen gleichermaßen die Urheber*innen ihrer Projekte sind wobei sie diese Gleichheit auf alle Bereiche ihres kreativen Schaffensprozess übertragen. Ebenso gehen sie von der Annahme aus, dass die Zuschauenden genauso Teil des kreativen Prozesses ist und die finale Version ihrer künstlerischen Projekte maßgeblich mitgestaltet.

Valentina Parada Gallo absolvierte ihr Schauspielstudium an der Universidad Católica de Chile und realisierte ebenso eine Zusatzqualifikation in Angewandtem Theater an derselben Universität. Zwischen 2014 und 2020 war sie an zahlreichen Theater-, audiovisuellen und Tanzprojekten beteiligt und engagierte sich als Schauspielerin, Performerin und Bühnenforscherin. Hierbei arbeitete sie mit verschiedenen nationalen und internationalen Künstler*innen zusammen, unter anderem mit Ana Luz Ormazábal, Alexandra Von Hummel, She She Pop, Paula Aros und Tercer Abstracto. In ihrer Rolle als Regisseurin inszenierte sie 2013 ihr erstes Stück "La Visita" von Ernesto Meléndez, welches in Santiago und Concepción gezeigt wurde. 2019 nahm sie am Internationalen Forum im Rahmen des wichtigsten Theaterfestivals Deutschlands, dem Theatertreffen in Berlin, teil. Aktuell ist Valentina Parada die Regieassistentin von Ana Luz Ormazábal und Paula Aros und seit 2015 arbeitet sie als Pädagogin für Angewandtes Theater in Puente Alto, einem sozialen Brennpunkt Santiagos.

Cecilia Yáñez Ortiz absolvierte ihr Schauspielstudium an der Universidad de Chile. Seit 2012 ist sie als Schauspielerin Teil verschiedener Theaterproduktionen. Ebenso beteiligt sie sich an den Studien der Studiengruppe "Theater und Bildung" der Theaterfakultät der Universidad de Chile und arbeitet als Workshopleiterin an verschiedenen Institutionen innerhalb und außerhalb der Hauptstadt Santiagos. Von 2016 bis 2018 war sie Teil der freien Theatergruppe „Tercer Abstracto“ und realisierte mit dieser unter anderem die Stücke "Teorema", "Croma" und "El tiempo". Weiterhin engagiert sie sich als Workshopleiterin im Kulturzentrum in Puente Alto, Santiago, und ist Co-Direktorin des interdisziplinären Projekts "Cómo se recuerda un crimen (?)“, welches 2021 zusammen mit der freien Theatergruppe Teatro Niño Proletario präsentiert werden soll.

Melissa Brandt Calderón absolvierte ihr Schauspielstudium an der Universidad Católica de Chile und realisierte ebenso eine Zusatzqualifikation in Angewandtem Theater an derselben Universität. Drei Mal in Folge wurde sie im Rahmen ihrer Schauspielausbildung für ihre herausragende Leistung ausgezeichnet („Matricula de Honor PUC“ in den Jahren 2012, 2013 und 2014). 2014 erhielt sie den „Mobility Grant“ der Banco Santander, mit dem sie einen Aufenthalt in Brasilien an der Staatlichen Universität von Campinas in Sao Paulo durchführen konnte. Als Schauspielerin war sie Teil verschiedener Filmprojekte wie dem Kurzfilm „Codes“ (gezeigt beim Filmfestival SANFIC) und „Solar“ (gezeigt beim Filmfestivals Fic Viña). Als Performerin arbeitete sie ebenso gemeinsam mit den Choreograf*innen José Vidal (Rito de Primavera) und Elizabeth Rodríguez (13 Consagrados). In ihrem Werdegang als Theaterschauspielerin hat sie an zahlreichen Werken mitgewirkt, die unter anderem in den Theatern GAM, Teatro UC, Teatro del Puente, Teatro Camilo Henríquez und Teatro Sidarte wie auch im Rahmen von wichtigen Theaterfestivals wie Santiago a Mil, Teatro Hoy und Santiago Off gezeigt wurden. Parallel hierzu widmet sie sich den pädagogischen Projekten der NGO „En Marcha“.
 
PROYECTO MILEVA

"Proyecto Mileva" ist eine Kreation der Gruppe COLECTIVO HOMÓNIMO, welches seit Ende 2017 entwickelt wurde, als dieses für das PDE-Programm ausgewählt wurde. Die Gruppe selbst bezeichnet dieses selbst als Projekt anstatt als Werk, denn während der insgesamt 3 Jahre des Recherche- und Schaffungsprozess, wurden 6 öffentliche Performances, 2 offene Proben, eine Vorstellung des Stücks „El Viaje en los tiempos“ sowie ein Aufruf über Instagram zur Teilnahme an einer virtuellen Aktion realisiert. Aktuell arbeitet die Gruppe an einer Kurzdoku über ihren Schaffensprozess.
In dem Stück „El viaje en los tiempos“ (Uraufführung im Oktober 2019 im Teatro del Puente, Santiago) reisen 15 Frauen in verschiedenen zeitlichen Dimensionen, um Mileva Maric in die Gegenwart zu bringen und ihr die Anerkennung zu geben, die sie für ihre Arbeit nie erhalten hatte. Die Relativitätstheorie, die Mileva Maric maßgeblich gemeinsam mit ihrem Ehemann Albert Einstein entwickelte, besagt, dass die Zeit relativ ist. Genauso relativ und unsicher sind auch die Quellen, die uns heute über sie als Person und ihr Leben berichten. Könnte es sein, dass ein Mensch letztlich selbst relativ ist im Verhältnis zu seiner Zeit und zu dem, was andere über ihn konstruieren?  

Bildergalerie des Stücks

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