„Alles Liebe“ bei Goethe on Demand

Film|„Jenseits der blauen Grenze“ (2024) von Sarah Neumann

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  • Sprache Deutsch mit spanischen Untertiteln
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Jenseits der blauen Grenze © Jakob Fliedner

Jenseits der blauen Grenze © Jakob Fliedner

Auch das Jahr 2025 begleiten wir mit einer digitalen Filmreihe, in der es jeden Monat einen anderen Film zu sehen gibt. Über zwölf Monate hinweg zeichnet ALLES LIEBE ein facettenreiches Bild von Menschen, die zueinander finden und füreinander einstehen.

Von den großen Gesten zu den kleinen Momenten – kaum ein Film kommt ohne das Thema Liebe aus. Dabei ist Liebe weitaus mehr als ein romantisches Gefühl. Liebe bedeutet Hingabe, Vertrauen und Verantwortung.

Die Filmreihe ALLES LIEBE möchte den schlechten Nachrichten zumindest filmisch einen Lichtblick entgegenstellen und zeigt das schönste Gefühl der Welt in ganz unterschiedlichen Facetten – romantische Liebesgeschichten, unkonventionelle Beziehungsformen, Geschichten von Fürsorge, Freundschaft und Loyalität. 

Im Oktober, dem Jubiläumsmonat der 35-jährigen deutschen Wiedervereinigung, kommt ein bewegender Film, der den Wert von Loyalität, Freundschaft und dem Wunsch nach Freiheit veranschaulicht. „Jenseits der blauen Grenze“ (2024) ist der Abschlussfilm von Sarah Neumann – ein fesselndes Werk, das die Spannung bis zum Ende aufrechterhält und unvergesslich bleibt.
 

JENSEITS DER BLAUEN GRENZE
Farbe, 102 Min.
2024, Sarah Neumann

50 Kilometer durch die Ostsee schwimmen – Hana ist bereit für ihren besten Freund auf diese Weise die Grenze zwischen der DDR und BRD zu überwinden.

Der Film von Sarah Neumann erzählt von einer Fluchtbewegung aus der DDR in den Westen: Hanna und Andreas wagen die gefährliche Überquerung der Ostsee. Im Zentrum steht die enge Freundschaft drei 15-Jährigen, die auf unterschiedliche Weise mit dem Leben in der DDR umgehen: der eine protestiert und wird daraufhin bestraft, die Zweite muss all ihre Talente in den Dienst des Staates stellen,während der Dritte Glück hat und eine Ausreiseerlaubnis erhält.

Trotz allem verbindet sie eine tiefe Freundschaft- mit allem jugendlichen Überschwang, den man sich nur vorstellen kann.
Sie machen Unsinn, vertrauen einander, wollen die Erwachsenen provozieren und herausfordern - zumindest die Jungs wollen das. Hanna hingegen nimmt ihr Schwimmtraining ernst. Sie hat Angst vor Konsequenzen, denn sie sieht, was passiert, als Andreas nach zwei harmlosen Streichen in ein sogenanntes „Jugendwerkhaus“ gesteckt wird – eine Art Arbeitslager. Als er schließlich wieder raus darf, ist seine unbeschwerte Lebensfreude verschwunden, was Jens und Hanna stark mitnimmt. Die Ereignisse spitzen sich zu, bis Andreas seine beste Freundin vor die schwierigste Entscheidung ihres Lebens stellt.

Dieses dramatische Abenteuer erzählt von der Kraft der Freundschaft unter der harten Repression der DDR.