#pausezuhause2021: Denkraum und Literatur

Projekt Literatur © Goethe-Institut Chile / Foto: Teresa Glas

Samstag, den 09.10.2021

09.10.2021 / Gespräch mit der Autorin Ilona Hartmann: Land in Sicht

Die Bibliotheken der Goethe-Institute aus La Paz, Lima, Porto Alegre, São Paulo und Santiago stellen samstags ab 12 Uhr (Chile) deutsche Literatur unter dem Titel: #pausezuhause2021: Denkraum und Literatur vor.

Die Bibliotheken der Institute wollen mit diesem Format die Lese- und Sprachkompetenz im Deutschen bei den Teilnehmer*innen steigern und gleichzeitig die Vielfalt der deutschen Gegenwartsliteratur aufzeigen.
Außerdem genießen es die Autor*innen, in Kontakt mit ihren Leser*innen zu treten.

Es wird für Jung und Alt etwas dabei sein. Die besprochenen Buchtitel sind in der Regel in unserer Onleihe vorhanden und können dort ausgeliehen werden.

Besondere Highlights werden die Veranstaltungen mit den Autoren*innen persönlich sein: Carolin Wiedemann, Sven Plöger, Ilija Trojanow, Theresa Hannig, Uli Leistenschneider, Natasa Kaiser, Deniz Ohde, Ilona Hartmann, Carolina SchuttiDietrich Duppel, Martin Krieger, Thilo Krause und Anna Herzig.

Hier können Sie live in ZOOM Fragen an die Autoren*innen stellen.

Aufgrund der weltweiten Corona Pandemie können einige Bibliotheken unserer Goethe-Institute im Moment nicht persönlich besucht werden. Daher haben wir nun dieses Projekt aus 2020 weiterentwickelt, bei dem während einer 60-minütigen virtuellen ZOOM Konferenz Kinderbücher, Biographien, Romane und Sachbücher aus dem deutschsprachigen Buchmarkt vorgestellt werden.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch in ZOOM.
 
Zoomlink:
https://us02web.zoom.us/j/617072042?pwd=dWlCbmphanF2czlZZHdmS2R4RzcyUT09

ID de reunión: 617 072 042
Código de acceso: Goethe

WICHTIG: Die Vorträge finden auf DEUTSCH statt.
 

PROGRAMM 2021

09.10.2021 | Gespräch mit der Autorin
Ilona Hartmann: Land in Sicht


Hartmanns Roman ist allein schon deshalb interessant, weil er mit der Tradition bricht: Die Vatersuche bewirkt bei ihr eben keine Selbsterkenntnis, keine großen Gesten und Szenen. Vielmehr kann der Leser verfolgen, wie sich Vater und Tochter in der Banalität des Kennenlernens als bloße Durchschnittsmenschen zeigen - mit abgedroschenen Smalltalk-Floskeln: "Ich: Diesen Sommer gab es doch Hochwasser. - Milan: Ja. - Ich: Wie ist das so auf dem Schiff. Milan: Ab einer gewissen Höhe können wir nicht mehr anlegen oder unter Brücken durchfahren."

Zitat aus dem Spiegel vom 09.09.2020:
"Persönlichkeitslücke sucht Füllung: Die Instagram-Schreibkünstlerin Ilona Hartmann erzählt in ihrem Romandebüt "Land in Sicht" mit trockenem Witz vom Suchen und Finden einer Vaterfigur".

Ilona Hartmann ist freie Autorin und Texterin. Geboren 1990 bei Stuttgart zog sie direkt nach dem Abitur erst nach Leipzig und dann nach Berlin, wo sie bis heute lebt. Land in Sicht ist ihr erster Roman. Texte von ihr finden sich regelmäßig auf ZEIT Online, in Der Freitag und auf Twitter.
Instagram: @ilona_hartmann
Twitter: @zirkuspony  

Hier der Link zum Buch.


16.10.2021 | Gespräch mit Autorin
Carolin Wiedemann: Zart und frei


Es gibt derzeit kaum ein Thema, mit dem sich so viel Hass mobilisieren lässt wie mit Genderpolitik. Das Ressentiment reicht vom Spott über das Gendersternchen bis zu den Manifesten rechtsradikaler Terroristen. Carolin Wiedemann zeigt in ihrer eindringlichen Analyse, dass der antifeministische Diskurs ein zentrales Element des politischen Rechtsrucks ist – und bis in die politische Linke Sympathisanten hat.Dagegen hilft keine individualisierte Verweigerung und auch kein neoliberales Durchschlagen, sondern nur kollektive queerfeministische Praxis. Die Autorin stellt neue (antipatriarchale) Beziehungs- und Verhaltensweisen wie Co-Parenting und Post-Romantik vor, mit denen schon vielerorts ein zarter Umgang miteinander erprobt wird, der auch jene befreien wird, die noch immer unter Druck stehen, ihre Männlichkeit zu beweisen. 

Carolin Wiedemann, 1983 in München geboren, schreibt u. a. für FAS, analyse & kritik, Missy Magazine über Fragen von Kritik und Emanzipation. In Hamburg und Paris hat sie Journalistik und Soziologie studiert und im Anschluss eine Doktorarbeit zu neuen Formen von Kollektivität und Subversion unter digitalen Bedingungen verfasst, die 2016 mit dem Titel "Kritische Kollektivität" im Netz erschien.

Hier der Link zum Verlag.


20.11.2021 | Gespräch mit Autorin
Iris Hanika: Echos Kammern (Gewinnerin Leipziger Buchpreis 2021)


Die Autorin Iris Hanika wird den Roman Echos Kammern vorstellen. »Zwei Frauen, ein Mann, ein Mythos: Das Dilemma von Echo und Narziss verpflanzt Hanika ins New York und Berlin der Gegenwart. Eine vergnügliche, doppelbödige Prosa, die Liebesleid, Gentrifizierung und Tourismus ironisiert und buchstäblich eine neue, eigene Sprache findet.«

Echos Kammern ist ein großes Literaturvergnügen, ein Reiseroman ebenso wie ein Liebesroman, streckenweise ein Action-Roman und ein Lebensratgeber, ein Ausflug an den Beginn der Dichtkunst und ein Ausblick in ihre Zukunft.

Iris Hanika, geboren 1962 in Würzburg, zog 1979 nach Berlin, wo sie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft studierte und wo sie nach wie vor lebt. Nach den Publikationen Katharina oder Die Existenzverpflichtung (Erzählung, 1992), Das Loch im Brot (Chronik, 2003), Berlin im Licht. 24 Stunden Webcam (mit Stefanie Flamm, 2003), Musik für Flughäfen (Kurze Texte, 2005), Die Wette auf das Unbewußte oder Was Sie schon immer über Psychoanalyse wissen wollten (mit Edith Seifert, 2006) erscheinen ihre Romane bei Droschl: Treffen sich zwei (2008), Das Eigentliche (2010), Tanzen auf Beton (2012), Wie der Müll geordnet wird (2015) und Echos Kammern (2020). Mit den neusten Roman Echos Kammern hat Frau Iris Hanika den diesjährigen Buchpreis auf der Leipziger Buchmesse gewonnen.

Link: Leipziger Buchpreis 2021.
Hier der Link zum Buch.



06.12.2021 | Weihnachtsfeier

 

Vergangene digitale Lesungen


23.01.2021 | Gespräch mit der Autorin
Deniz Ohde: Streulicht


Mit Streulicht erzählt Deniz Ohde die Geschichte einer jungen Ich-Erzählerin, die aufgrund der bevorstehenden Heirat alter Schulfreunde an den Ort zurückkehrt, an dem sie aufgewachsen ist. Sofort erinnert sie sich an den Vater, der tagein, tagaus in einer Halle Aluminiumbleche beizte und trank. Und an die Mutter, die in der Enge der westdeutschen Arbeiterwohnung zu ersticken drohte und kurzerhand die Tochter beim trinkenden Vater zurückließ. Schnell wird deutlich, dass sich die Ich-Erzählerin bei ihrer Rückkehr mit ihrer Herkunft und den Zuschreibungen und Erwartungen an sie als Arbeiterkind auseinandersetzen muss, bevor sie diese hinter sich lassen kann. Sie beginnt, ihre Kindheit und Jugend zu reflektieren und stößt dabei auf soziale Ungerechtigkeit, Scham und Angst sowie auf die Herausforderung, unterschiedlichen Rollenerwartungen gerecht zu werden.
 
Deniz Ohde, geboren 1988 in Frankfurt am Main, studierte Germanistik in Leipzig. Nach der erfolgreichen Teilnahme an verschiedenen Literaturwettbewerben war die Autorin 2017 Stipendiatin des 21. Klagenfurter Literaturkurses. Für ihren Debütroman Streulicht erhält Deniz Ohde den Literaturpreis 2020 der Jürgen Ponto-Stiftung. 

Hier der Link zum Buch.



20.02.2021 | Gespräch mit Autorin und Illustratorin 
Uli Leistenschneider und Natasa Kaiser: Pumuckl feiert Geburtstag
Verlosung Pumucklbilder


Auch im neuen Jahr widmen wir uns wieder den lustigen und unterhaltsamen Geschichten des frechen Kobolds Pumuckl. Gemeinsam mit Autorin Uli Leistenschneider wollen wir dieses Mal den Geburtstag von Pumuckl feiern. Doch wer glaubt, dass es sich hierbei um eine ganz normale Geburtstagsfeier handelt, der hat sich geirrt! Denn der rothaarige Kobold hat es faustdick hinter den Ohren. Mit seinen Streichen und Scherzen wird es nie langweilig und so verläuft auch sein Geburtstag ganz anders als gedacht...
Die spannende Geschichte von Pumuckl und Meister Eder ist bereits für Lese- und Sprachanfänger gut geeignet. Illustrationen und Leserätsel am Ende eines jeden Kapitels machen den Band abwechslungsreich und erfrischend!

Die Autorin wird zusammen mit der Illustratorin Natasa Kaiser in der Zoomsitzung auch Pumucklbilder entstehen lassen, welche unter den Teilnehmer*innen verlost werden.

Uli Leistenschneider, geboren 1981, studierte Germanistik, Philosophie und Theologie in Mainz. Nach vielen Jahren als Redakteurin im Kosmos-Verlag in Stuttgart, wo Sie unter anderem die Geschichten von Die drei ??? Kids von der Idee bis zum fertigen Buch betreute, geht Sie nun voll und ganz Ihrer Liebe zum Schreiben nach. Seit 2016 ist Uli Leistenschneider hauptberuflich als selbständige Autorin unterwegs.

Natasa Kaiser lässt den Pumuckl in den Büchern neu aufleben und hier geht es zur Homepage der Illustratorin.

Hier der Link zum Buch aus der Onleihe.

Internetseite der Autorin:  https://www.uli-leistenschneider.de/
Internetseite der Illustratorin: https://www.natasakaiser.com



20.03.2021 | Gespräch mit Autorin
Anna Herzig: Sommernachtsreigen


Voller Empathie für ihre liebenswerten Protagonisten und mit ausgeprägtem Sinn für Situationskomik erzählt Anna Herzig von einer Begegnung, die das Leben dreier Menschen plötzlich auf null setzt. Es ist die Geschichte einer Nacht an der Haltestelle am Wiener Brunnenmarkt, mit Jägermeister im Flachmann, einem langen Gespräch, vielen verpassten Bussen – und einer großen Überraschung. Die Geschichte von zwei Männern, die am Ende weit mehr teilen, als wir uns anfangs auszumalen wagten. Es ist die Geschichte von Bertl und Pawel. Und Hannerl.
 
Nachdem Anna Herzig bereits im vergangenen Jahr mit Ihrem neuen Roman Herr Rudi bei #PausezuHause zu Gast war, haben wir uns dazu entschlossen, auch das Werk Sommernachtsreigen von und gemeinsam mit der sympathischen Autorin vorzustellen. Sommernachtsreigen eignet sich ideal als Schullektüre und wird beispielsweise in Österreich bereits ab der siebten Klasse im Unterricht behandelt.

Anna Herzig, geboren 1987, wuchs als Tochter eines Ägypters und einer Kanadierin in Wien auf. Bereits mit 14 Jahren beschloss die heutige Wahlsalzburgerin ein eigenes Buch zu schreiben. Nach mehreren Veröffentlichungen im Digitalen erschien 2018 mit Sommernachtsreigen das erste gedruckte Buch der vielseitigen Autorin. Nur zwei Jahre später folgt mit Herr Rudi die nächste Novelle.

Hier der Link zum Buch.


17.04.2021 | Gespräch mit Autor
Sven Plöger: Zieht euch warm an, es wird heiß!


"Sven Plöger macht keine heiße Luft, sondern bewahrt angesichts der größten Herausforderung der Menschheit einen kühlen Kopf und seinen Humor. Der Meteorologe meines Vertrauens!" - Eckart von Hirschhausen

Trockenheit, Waldschäden und Waldbrände, dann wieder Platzregen mit Hagel und Sturmböen - auch die Coronakrise kann nicht verdecken, dass sich unser Klima immer schneller verändert. Um das 1,5-Grad-Ziel noch zu erreichen, müsste die Einsparung an CO2-Emissionen jedes Jahr so groß sein wie durch den Shutdown. Genau das aber wäre möglich! Dazu müssen wir die Gier, die im jetzigen System steckt, in den Umbau der Wirtschaft lenken. Damit der Wohlstand bleibt, muss der Green Deal kommen. Der Diplom-Meteorologe Sven Plöger zeigt verständlich, wie unser Klimasystem funktioniert, wie man skeptischen Stimmen begegnet und dass die aktuelle Krise eine echte Chance ist, Weichen für unsere Zukunft und die unserer Kinder zu stellen.
 
Sven Plöger, geboren 1967, studierte Meteorologie in Köln. Nach dem Abschluss seines Studiums begann Plöger seine Arbeit bei Meteomedia. Derzeit moderiert er mehrere Radio- und Fernsehwettersendungen, hält Vorträge und ist Autor mehrerer Sachbücher über Wetter und Klima.

Link zum Thema aus der Onleihe.


Sonderlesung mit Ilija Trojanow
24.04.2021 | Gespräch mit dem Autor
Ilija Trojanow: Der Weltensammler


Ilija Trojanows Welt-Bestseller wurde in 28 Sprachen übersetzt und begeistert Leser in allen Erdteilen.

Der britische Offizier Sir Richard Burton will sich nicht damit begnügen, in den Kolonien sein gewohntes Leben im englischen Stil fortzusetzen. Er lernt die Sprachen des Landes, er lässt sich von den Farben, Gerüchen und Ritualen verführen und von den Kulturen und Religionen inspirieren. Als anonymer Reisender erkundet er Indien, nähert sich dem Islam an und bereist als einer der ersten Europäer die heiligen Stätten von Mekka und Medina. Die historische Figur Burtons (1821-1890) wird hier zu einem lebendigen Sucher, der sich mit der Vielfalt der Welt verbündet.

Ilija Trojanow erzählt nicht nur eine bewegende Lebensgeschichte, sein Roman führt uns auch mitten in das pralle Leben Indiens, Arabiens und Afrikas und zeigt uns den Zauber der Fremde.

Hier der Link zum Buch aus der Onleihe.
Link zum Verlag.



15.05.2021 | Gespräch mit den Autoren
Dietrich Duppel & Martin Krieger: Nord-Ostsee-Kanal


Am Morgen des 20. Juni 1895 legte seine Majestät Kaiser Wilhelm II. in Kiel den Schlussstein des Nord-Ostsee-Kanals. Sein Großvater hatte 1887 den Grundstein gelegt, und nach nur 8 Jahren Bauzeit wurde diese große, rund 100 Kilometer lange Wasserstraße der Schifffahrt übergeben. Seit nunmehr 125 Jahren ist der Nord-Ostsee-Kanal mit rund 35.000 Schiffspassagen pro Jahr die meistbefahrene Wasserstraße der Welt. Dieses neue Buch zum Thema vereint spannende Erzählungen von Einzelschicksalen mit moderner Forschung, außerdem enthält es zahlreiche Fotografien vom Bau, die hier zum großen Teil erstmals veröffentlicht werden.
 
Dietrich Duppel studierte Ethnologie, Politik- und Literaturwissenschaften in Marburg und Wien. Seit 25 Jahren lebt und arbeitet er als Dokumentarfilmer und Autor in Hamburg. In seinen Filmen erzählt Duppel gern anhand kleiner Ereignisse große Weltgeschichte. So auch in seiner neusten Dokumentation Der Nord-Ostsee-Kanal, welche in Zusammenarbeit mit dem deutschen Fernsehsender NDR entstanden ist.

Martin Krieger studierte von 1987 bis 1993 Mittlere und Neuere Geschichte, Ur- und Frühgeschichte sowie Skandinavische Philologie an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Nach dem Magister 1993 absolvierte er von 1993 bis 1995 ein Promotionsstudium in Kiel und Greifswald. Von 1996 bis 2001 war Krieger wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit in Greifswald. 2001 erfolgte seine Habilitation mit der Arbeit Patriotismus in Hamburg. Identitätsbildung im Zeitalter der Frühaufklärung. Ab 2001 lehrte Krieger als Privatdozent an der Universität Greifswald. Seit April 2009 ist er ordentlicher Professor für Nordeuropäische Geschichte und Direktor des gleichnamigen Lehrstuhls an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Er ist Herausgeber der im Böhlau Verlag erscheinenden Reihe Geschichte der Kontinente.  

Hier der Link zum Buch.


19.06.2021 | Gespräch mit Autorin
Carolina Schutti: Einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein und Patagonien


In Ihrem zweiten Roman Einmal muss ich über weiches Gras gelaufen sein erzählt die Österreicherin Carolina Schutti die Geschichte von Maja, einer jungen Waisen, die bei ihrer Tante aufgewachsen ist. Maja spürt eine tiefe Sehnsucht nach etwas früh Verlorenem, das sie jedoch nicht auszudrücken vermag. Die Begegnung mit Marek, einem ehemaligen polnischen Zwangsarbeiter, weckt in ihr die Erinnerung an ihre eigenen Wurzeln, an die vergessene Sprache ihrer frühesten Kindheit. Deshalb begibt sich Maya auf eine Reise nach der Suche ihrer verlorenen Herkunft...

Das im Februar 2020 erschienene Buch Patagonien ist das neueste Werk von Carolina Schutti. Es handelt von fünf Personen am äußersten Zipfel Patagoniens, wo kein Weg mehr weiter führt. Eine Schotterpiste. Ein Dach. Ein Haus. Ein Camp. Wer das Ende der Welt sucht: Hier ist es. Im Sommer hell und licht, im Winter vollkommen abgeschnitten von der Zivilisation, gefangen in Schnee und Dunkelheit. Eine Landschaft, in der ein zweites Leben begonnen werden soll. Also ein idealer Ort, um die Vergangenheit zu begraben und Neues aufzubauen. Carolina Schutti setzt in „Patagonien“ ihre Figuren am Ende der Welt aus und beobachtet, wie es weiter geht – oder besser: Wie alles endet.

Carolina Schutti, geboren 1976 in Innsbruck, studierte Germanistik, Anglistik, Amerikanistik und Konzertgitarre. Nach ihrer Promotion arbeitete sie einige Jahre als Lektorin an der Universität Florenz und anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Literaturhaus am Inn. 2010 veröffentlichte Carolina Schutti ihr Debut Wer getragen wird, braucht keine Schuhe. Seitdem wurden ihre Bücher mit zahlreichen Preisen und Stipendien ausgezeichnet sowie in dreizehn Sprachen übersetzt.

Hier der Link zum Buch aus der Onleihe.


17.07.2021 | Gespräch mit Autorin
Theresa Hannig: König und Meister


Bei Ihrer zweiten Lesung in #PausezuHause stellt uns Autorin Theresa Hannig ihr neustes Werk vor: König und Meister.

Diesmal keine Science-Fiction, diesmal keine Gesellschaftskritik, sondern ein Mysterythriller!

Ada König will herausfinden, was diese wichtige Sache ist, die ihr Vater ihr erzählen wollte, kurz bevor er das Lenkrad herumriss und die Welt ins Chaos stürzte. Was hat es mit dem 'Verbrannten Mann' auf sich, der Ada seit dem Autounfall verfolgt, und wieso träumt sie von Else, der alten Frau aus dem Dorf, die sich an nichts erinnert und doch nie vergisst, die Walnüsse aufzusammeln, die der Meister im Garten des Königs fallen lässt. „Du glaubst doch nicht, dass so ein Pakt über Leben und Tod ohne Gegenleistung geschlossen wird. Jeder weiß das. Jeder muss bereit sein, den Preis zu zahlen.“
 
Theresa Hannig, geboren 1984, studierte Politikwissenschaften, Philosophie und VWL in München. Durch ihre Arbeit als Softwareentwicklerin und Projektmanagerin inspiriert, verfasste Hannig ihren 2017 erschienenen preisgekrnten Debütroman Die Optimierer, welcher im Juni letzten Jahres im Societaetstheater Dresden uraufgeführt wurde. 2019 folgte mit Die Unvollkommenen der Fortsetzungsroman. Hannig liest und diskutiert ihre Romane an Schulen und spricht als Speakerin über Themen wie Demokratie, Überwachung und Zukunft der Arbeit und Frauen in der digitalen Welt.


28.08.20201 | Gespräch mit Autor
Thilo Krause: Elbwärts


Ein junges Paar kehrt nach Jahren zurück ins Felsland der Sächsischen Schweiz. Der Wunsch, sich an den Kindheitsorten ein neues Leben aufzubauen, mündet in die Konfrontation mit der Herkunft, aber auch mit einer neuen Fremdheit. Der Erzähler erinnert sich: an den Schulfreund, der damals beim gemeinsamen Klettern sein Bein verlor. An den öffentlichen Tadel in der Schule beim sozialistischen Fahnenappell. Thilo Krauses erster Roman erzählt vom Versuch der Heimkehr in ein fremdgewordenes Land. Es gibt nicht nur Apfelbäume und Elbwiesen, es gibt auch das Sommercamp der Neonazis, und am Misstrauen des Dorfes droht auch das Paar zu scheitern. Ein intensiver Roman über unser Land und unsere Zeit.

Thilo Krause, geboren 1977 in Dresden, lebt und arbeitet in Zürich. Seit 2005 veröffentlicht er literarische Texte in Zeitschriften (u.a. Akzente, Sinn und Form), Zeitungen (u.a. Die Zeit, Zürcher Tagesanzeiger) und Anthologien. Für seine Gedichte wurde Thilo Krause 2012 mit dem Schweizer Literaturpreis und 2016 mit dem Clemens-Brentano-Preis der Stadt Heidelberg sowie dem ZKB Schillerpreis ausgezeichnet. Bei Hanser erschien 2018 sein Gedichtband Was wir reden, wenn es gewittert, für den er den Peter Huchel-Preis erhielt. 2020 erscheint sein neuer Roman Elbwärts, der mit dem Robert Walser Preis ausgezeichnet wurde.

Hier der Link zum Buch.

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