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Fokus: Nacht
Die Farbe der Nacht

A See You
© Transformer18 (CC BY 2.0), via flickr

Die Hälfte unseres Lebens herrscht Nacht - egal ob am Südpol oder Äquator, in Deutschland oder China. Wir treffen auf Nachteulen, Schlaflose und Nachtwächter, fahren mit dem Nachtbus, besuchen Nachtmärkte und lassen Bilder der Nacht und Dialoge im Dunkeln wirken.

Die Hälfte unseres Lebens herrscht Nacht - egal ob am Südpol oder Äquator, in Deutschland oder China. Für unsere Vorfahren war der Sternenhimmel in der Zeit zwischen Sonnenunter- und -aufgang die Hauptattraktion. Sein Anblick inspirierte zahllose Philosophen und gab ihnen den Anstoß, den Gesetzen unseres Daseins auf den Grund zu gehen. So befand Immanuel Kant: „Der gestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Ich sehe sie beide vor mir und verknüpfe sie unmittelbar mit dem Bewusstsein meiner Existenz.“

Heute wird die Nacht mehr und mehr zum Tage. Künstliches Licht und Wärme haben den modernen Menschen von den naturgegebenen Unannehmlichkeiten der Nacht befreit und ihn befähigt, der Nacht immer mehr Zeit abzuringen. Zeit, die er stehend am Fließband, sitzend vor dem Fernseher, oder tanzend in Nachtklubs verbringen kann. Selbst wer nachts einkaufen oder Essen gehen möchte, wird vielerorts fündig. Nicht zuletzt im Internet, mit dem uns im digitalen Zeitalter ein Raum zur Verfügung steht, in dem die Sonne niemals untergeht und an dem pausenlos geschrieben, gelesen, gekauft, gestritten, geflirtet und gearbeitet wird. Hier herrscht das Prinzip 24/7. Die Nacht hingegen ist so gut wie abgeschafft.

Doch hat sie das verdient? „Trägt nicht alles, was uns begeistert, die Farbe der Nacht?“ fragt Novalis in seinen Hymnen an die Nacht. Wir begeben uns im Fokus Nacht auf diese begeisterte Suche nach der „Farbe der Nacht“ in China und Deutschland. Dabei treffen wir auf Nachteulen, Schlaflose und Nachtwächter, fahren mit dem Nachtbus, besuchen Nachtmärkte und lassen Bilder der Nacht und Dialoge im Dunkeln wirken.

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