Peking
Residenzprogramme

Goethe-Institut China © Goethe-Institut China

Künstlerresidenzen des Goethe-Instituts Peking

Das Goethe-Institut China führt im Jahr 2018 in Zusammenarbeit mit dem IFP (Institute for provocation) und I: Project Space zwei Residenzprogramme in den Bereichen Darstellende Kunst und Bildende Kunst durch.  Im Rahmen des dreimonatigen Residenzprogramms haben Künstlerinnen und Künstler aus Deutschland die Möglichkeit, an eigenen, chinabezogenen Projekten zu arbeiten, neue künstlerische Impulse aufzunehmen und Kontakte mit chinesischen Kunst- und Kulturschaffenden zu knüpfen. Auf Wunsch der Stipendiaten kann eine Projektpräsentation stattfinden. Es besteht keine Produktionsverpflichtung.

Der Aufenthalt in Peking findet ausschließlich in den folgenden Zeiträumen statt und kann aufgrund vertraglicher Vereinbarung mit unseren Partnern nicht verlegt werden. Die Dauer des Aufenthalts beträgt drei Monate.
  • Darstellende Kunst: 1.April-30.Juni 
  • Bildende Kunst: 1.September-30.November
Bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler aus den Sparten Bildende Kunst und Darstellende Kunst (Schwerpunkt Tanz),  die bereits mit Werken oder Publikationen an die Öffentlichkeit getreten sind. Von den Bewerberinnen und Bewerbern wird zudem Aufgeschlossenheit für die Kultur des Gastlandes erwartetet.

Stipendien werden an Künstlern und Künstlerinnen vergeben, die
  • nicht älter als 40 Jahre sind,
  • in den genannten Berufsfeldern eine professionelle Tätigkeit ausüben,
  • ihren Lebensmittelpunkt in Deutschland haben,
  • über gute Englischkenntnisse verfügen. 
Bewerbungen sind ausschließlich per E-Mail (betitelt mit der jeweiligen Sparte) möglich. Aufgrund des Juryverfahrens sind die Bewerbungen in englischer Sprache zu erstellen. Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen als PDF Datei innerhalb der Bewerbungsfrist an:

Frau Silva Jährling
Programmabteilung Goethe-Institut China,
residenzprogramm-peking@goethe.de

Bei Fragen bitten wir alle Bewerberinnen und Bewerber, die FAQs sorgfältig auf Antworten zu prüfen. Falls Sie keine Antwort auf Ihre Frage(n) finden, schreiben Sie bitte eine E-Mail, telefonische Auskünfte können leider nicht erteilt werden.
  • Darstellende Kunst: bis 15. Januar 2018
  • Bildende Kunst: bis 01. Juni 2018
Für beide Residenzprogramme sind Bewerbungen ab sofort möglich.

 
Lebenslauf
Mit vollständigen Kontaktdaten, Angaben zu Ausbildung und Überblick über die bisherige künstlerische Laufbahn.
 
Motivationsschreiben
Bitte beschreiben Sie auf maximal 2 Seiten Ihre Motivation für die Teilnahme am Residenzprogramm in China.

Projektvorhaben
Bitte erläutern Sie, welches Projektvorhaben bzw. welche Schritte dazu Sie während des Aufenthalts in Peking umsetzen möchten. Das Projektvorhaben soll eine ausführliche Projektbeschreibung inkl. Darstellung des Chinabezugs, Stellungnahme zur Umsetzbarkeit in 3 Monaten, zum Raumbedarf sowie einen Kostenplan beinhalten.
 
Arbeitsproben
  • Für Bildende Kunst sind Bildmaterialien (Portfolio) in digitaler Form willkommen, die 5 MB nicht überschreiten sollten. Weblinks werden nicht berücksichtigt.
  • Für die Bewerber der Darstellenden Kunst bitten wir, Ausschnitte von max. 3 Videodokumenten per WeTransfer an residenzprogramm-peking@goethe.de  zu schicken.
Die Auswahl erfolgt durch eine vom Goethe-Institut China berufene Jury. Die Entscheidung der Jury ist endgültig und nicht anfechtbar. Ein Rechtsanspruch auf die Vergabe eines Stipendiums besteht nicht. Die Entscheidung wird den Bewerberinnen und Bewerbern schriftlich mitgeteilt, jedoch nicht begründet.

 
Jurymitglieder für den Bereich Darstellende Kunst

Li Yinan |
Professorin der Zentralen Theaterakademie

Li Yinan ist als Professorin für Dramaturgie und angewandte Theaterwissenschaften an der Zentralen Theaterakademie Chinas tätig. Nach dem Germanistikstudium an der Peking Universität setzte sie in an der Columbia University in New York ihr Studium der Theaterwissenschaft fort. Von 1998 bis 2007 arbeitete und studierte sie in Deutschland (Hamburg und München), 2007 erhielt sie den Doktortitel. Seit 2006 hat sie Lehrstellen an der Universität München, der Universität Frankfurt sowie der Zentralen Theaterakademie China inne. Sie war Jurorin beim International Drama Festival in Tokyo, unterstützte die CaoChangDi Workstation in Peking im Bereich Dramaturgie, war Jurorin beim Nachwuchs-Dramatiker-Projekt und ist Chefredakteurin der deutschen Version der Großen chinesischen Enzyklopädie (3. Auflage) im Bereich Theater. Ab 2009 begann sie, sich verstärkt mit dem deutschen Konzept der Dramaturgie zu befassen und widmete sich der Einführung der Strukturen deutscher Dramaturgie in China. 2015 richtete sie den ersten B.A.-Studiengang in Asien für Dramaturgie ein.
Wichtigste Veröffentlichungen: „Contemporary western theatre arts“ (2017, herausgegeben von der Guangxi Normal University), „Postdramatisches Theater“ (übersetzt, 2010/2016, herausgegeben von der Universität Peking)


Wang Lin | Direktor des Inside-Out Theaters (中间剧场)
 
Nach Abschluss seines Studiums an der Universität der Internationalen Beziehungen in Peking ist Wang Lin seit 2010 Direktor des Inside-out Theaters. Dort ist er verantwortlich für die Programmgestaltung, Theaterproduktion und das Auswahlverfahren des Residenzprogramms. Zu seinen wichtigsten Projekten gehören die chinesische Version des belgisch-niederländischen Stückes „Gift“ (《毒》), „Schau dich an, schau mich an“(《看见你看见我》) – ein Therapie-Workshop für Familien mit Autismus,  und die Kuration des Bühnenbildes anlässlich des Internationalen Filmfestes Peking.

Institute for Provocation | Kooperationspartner des Residenzprogramms für Darstellende Kunst



Jurymitglieder für den Bereich Bildende Kunst

Carol Yinghua Lu  |
Direktorin des Inside-Out Art Museums

Carol Yinghua Lu ist derzeit Direktorin des Inside-Out Art Museums und ein PhD Kandidatin im Bereich Kunstgeschichte an der Universität Melbourne. Sie ist Redakteurin bei „Frieze" und im Beratungsgremium von „The Exhibitionist" beschäftigt. Lu war Mitglied der Jury für den Goldenen Löwenpreis auf der Biennale 2011 in Venedig. Im Jahre 2012 war sie des Weiteren als künstlerische Kodirektorin der Gwangju Biennale und als Kokuratorin der 7. Shenzhen Skulpturen Biennale tätig. Im Jahre 2013 war sie die Gast-Kuratorin von Museion. Im selben Jahr wurde Sie als erstes Mitglied der Asien-Pazifik-Abteilung zum Tate Research Centre eingeladen. 2017 ist sie eine der vier Empfänger des ARIAH East Asia Forschungsstipendiums.


Su Wei | Kurator, Kunstschriftsteller

Su Wei (geboren in Peking, 1982) ist ein Kunstschriftsteller und Kurator mit Sitz in Peking und Hongkong. Er ist der Senior Kurator des Inside-Out Museums in Peking. Seine jüngste Arbeit konzentriert sich vor allem auf die Rekonstruierung und Vertiefung der zeitgenössischen chinesischen Kunstgeschichte, wobei er sich auf die Erforschung der Wurzeln der Legitimität und der Brüche fokussiert. 2012 nahm er an dem Programm „Curatorial Intensive" der Independent Curators International (ICI) in New York teil. Im Jahr 2014 erhielt er den ersten Platz bei der ersten International Awards for Art Criticism (IAAC).
Im Jahr 2012 kokuratierte Su Wei „Zufällige Nachricht: Kunst ist kein System, keine Welt (《偶然的信息:艺术不是一个体系,也不是一个世》)"im OCT Contemporary Art Terminal (OCAT) auf der 7. Shenzhen Skulpturen Biennale. Im Jahr 2013 kuratierte er " I’m not involved in Aesthetic Progress: a Rethinking of Performance (《我不在美学的进程里:再谈行为》)" in der Star Gallery in Peking. Im Jahr 2014 kuratierte er „Modern Going: Immersion, Awaiting and Idealism(《让现代继续:沉浸、等待、理想主义》)" im OCAT in Shenzhen. Im Jahr 2015 nahm er an dem Symposium „Dislocations: Remapping Art Histories at Tate Modern" in London teil. Im Mai 2016 kuratierte er „No References. A Revisit of Hong Kong Media and Video Art from 1985"in der Videotage in Hongkong. Im November 2016 kokuratierte er „Permanent Abstraction: Epiphanies of a Modern Form in Escaped Totalities(《永远的抽象:消逝的整体与一种现代形式的显现》)" im Red Brick Museum in Beijing.
Er hat eine Reihe von Artikeln in lokalen und internationalen Kunstzeitschriften veröffentlicht, darunter: „YISHU: Journal of Contemporary Chinese Art", „Journal of Contemporary Art" (Bristol, UK) und „Kunstforum". Zu seinen Veröffentlichungen gehören „Little Movements. Self-Practice in Contemporary Art" (In Koproduktion), Guangxi Normal University Publishing House, 2011; „Individual Experience: Conversations and Narratives of Chinese Contemporary Art from 1989-2013" (In Koproduktion), Ling Nan Art Publishing House, 2013; Hans Belting, „Das Ende der Kunstgeschichte", übersetzt vom Deutschen ins Chinesische von Su Wei, mit zusätzlichen Bemerkungen von Carol Yinghua Lu und Su Wei, Beepub Publishing House, 2014.


i: project spaceKooperationspartner des Residenzprogramms für Bildende Kunst
 
  • Finanzierung der An- und Abreisekosten (Internationale Flüge, Economy Class);
  • Unterstützung bei Visums-Beantragung und Übernahme der Visumskosten;
  • Bereitstellung eines Zimmers mit geteiltem Wohn- und Arbeitsbereich in Peking für 3 Monate;
  • Kostenfreie Bereitstellung des hauseigenen Veranstaltungsraums in Absprache mit dem Institut und abhängig vom Projektvorhaben;
  • Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten in Höhe von 1200 Euro pro Monat;
  • Vernetzung mit für das Projektvorhaben relevanten Kulturschaffenden und Institutionen über das Netzwerk des Goethe-Instituts, des I: Project Space Studios und des IFPs;
  • Fachliche Betreuung durch lokalen Kuratoren;
  • Unterstützung bei der Umsetzung des geplanten Projekts und begleitenden Recherchen;
  • Auf Initiative der Stipendiaten können interne und öffentliche Veranstaltungen wie Symposien, Vorträge, Podiumsdiskussionen, Workshops und Ausstellungen stattfinden.
     
*Zusatzleistungen auf Antrag:
  • Transportkostenzuschuss für Material und Bücher nach und von Peking zum Heimatort.
  • Projektförderung und einmaliges Budget für Materialkostenzuschuss.
Das Goethe-Institut China unterstützt die Alumnen auch nach dem Ende des Aufenthalts bei der Realisierung möglicher Folgeprojekte in China. Für einen erneuten Arbeitsaufenthalt stehen Fördermittel zur Verfügung, die direkt beim Goethe-Institut China beantragt werden können.
 
Für weitere Informationen zum Residenzprogramm und Bewerbungsprozess bitten wir die FAQ-Seite zu lesen. Praktische Hinweise zum Leben in Peking finden Sie hier.
 

Kontakt

Silva Jährling 
Residenzprogramm
Goethe-Institut Peking
residenzprogramm-peking@goethe.de