Diskussion
Die digitale Agenda in Deutschland und China

Die Digitale Agenda in Deutschland und China
© Mario Sixtus

Wie die Staaten mit den Herausforderungen durch die Digitalisierung umgehen – Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Goethe-Institut Peking in „798”

An allen Stellen unserer Gesellschaften kommt es permanent zu Umbrüchen, ganz besonders, wenn man sich dabei den Faktor der Digitalisierung ansieht. Auf allen Ebenen des Staates und der Gesellschaft sind wir mit Fragen und Herausforderungen konfrontiert, die vielfach unübersichtlich und ungeklärt sind. Wir müssen versuchen einen Blick in die Zukunft zu werfen und dabei die heutigen Herausforderungen abzubilden. Ein hoch kompliziertes Unterfangen auf das man ganz unterschiedlich reagieren kann und mit dem ganz unterschiedlich umgegangen wird.
 
Wir wollen jetzt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den verschiedenen staatlichen Konzepten in Deutschland und China in den Blick nehmen und diskutieren. Beide Staaten beschäftigen sich intensiv mit den Folgen und dem Umgang der Digitalisierung und wollen diesen gestalten. Dazu gibt es strategische Konzepte, Expertengruppen und Maßnahmenkataloge. Wir wollen diskutieren, in welchen Bereichen die Wege erfolgreich sind und wo es noch Nachholbedarf gibt. Dazu sehen wir zwei Bereiche näher an: Arbeit im digitalen Zeitalter, in Deutschland unter dem Label „Arbeit 4.0“ bekannt, und den Bereich von „Open Data“ – also wie Staaten mit ihren Datenbeständen umgehen, was sie besser machen könnten und warum dies in der Digitalisierung sinnvoll ist. Neben einem Gesamtüberblick über die digitalen Agenden in den beiden Staaten haben wir hochrangige Experten für unsere Schwerpunktbereiche gewonnen. Diese werden neben einem Überblick viele Beispiele benennen, die Themen einordnen, Unterschiede diskutieren und Verbesserungsvorschläge machen.
 
Diese und viele weitere Fragen wollen wir am 24. September 2016 diskutieren. Dazu veranstaltet das Goethe-Institut China die dritte Diskussionsrunde in der Reihe „Perspektiven des digitalen Wandels“ mit dem Fokus auf das Thema „Digitale Agenda in Deutschland und China“.
 
Abgeschlossen wird die Veranstaltung an diesem Tag mit der Aufführung eines Cybertheater-Projekts „Love’s Labour’ Lost“, das das Leben vor dem Screen als intimste Form der Darstellung und Live-Erfahrung thematisiert. 
 
Am Folgetag wird die Veranstaltung mit der Präsentation des Filmes „iPhoneChina“ fortgeführt. Stellt euch vor, Apple wäre ein Staat. Würdet ihr lieber in Apple leben oder in China? Diese scheinbar absurde Frage stellt Christian von Borries in seinem dokumentarischen Filmessay. Im Anschluss diskutieren der Filmemacher und weitere Gäste über den Film.


Programm
 

Samstag 24.09.2016
Moderation: Finn Mayer-Kuckuk (Ostasien-Korrespondent der DuMont Mediengruppe)
Sprache: Deutsch und Chinesisch mit simultaner Übersetzung
Eintritt frei
 
15:00
Beginn und Begrüßung
Dr. Clemens Treter, Institutsleiter, Goethe-Instituts China;
Philipp Otto, Gründer des Think Tank iRights.Lab und des Verlages iRights.Media
 
15:10
Keynote: Die Digitale Agenda aus der Sicht der Think Tanks
Sprecher: Dr. Zhou Peng, Leitender Ingenieur, Electronic Technology Information Research Institutions of Ministries of Industry and Information Technology 
 
15:25
Keynote: Die Digitale Agenda in China – Stand der Dinge aus Sicht Wissenschaft
Sprecher: Professor Dr. Shi Shiwei, University of International Business and Economics, Beijing, Direktor des Forschungsinstituts für Europastudien
 
15:40
Keynote: Die Digitale Agenda in China – Stand der Dinge
Sprecher: Fan Huiwen, Vizepräsident, China Center for Information Industry Development (CCID)
 
15:55
Keynote: Die Digitale Agenda in Deutschland – Stand der Dinge
Sprecher: Philipp Otto, Gründer des Think Tank iRights-Lab und des Verlages iRights.Media

16:15
Arbeit 4.0 – Inputs
Deutschland: Dr. Max Neufeind, Referent in der Grundsatzabteilung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales
China: Jack Qiu, Professor an der School of Journalism and Communication der Chinese University of Hong Kong
 
Anschließend Publikumsfragen
 
17:00 - 17:15
Pause

17:15
Open Data – Inputs
Deutschland: Julia Kloiber, Projektleiterin bei der Open Knowledge Foundation
China: Zheng Lei, Professor an der School of International Relations & Public Affairs der Fudan University. Schwerpunkt Open Data und Government Data
 
Anschließend Publikumsfragen
 

18:30
Pause
 

20:00
Cyber Theatre Project „Online or Offlne, That is A Question“ – Love’s Labour’s Lost


Sonntag 25.09.2016
Moderation: Dr. Clemens Treter, Institutsleiter Goethe-Institut Peking
Sprache: Deutsch, Chinesisch
Eintritt frei
 
16:00
Filmvorführung „iPhoneChina“
mit chinesischer Übersetzung
 
17:10
Diskussion zum Film „iPhoneChina“
Mit: Christian von Borries, Dirigent, Komponist, Produzent und Filmemacher und Wang Hui, Professor am Department of Chinese Language and Literature der Tsinghua University in Peking, Schwerpunkt zeitgenössische chinesische Literatur
 
18:00
Pause
 
20:00
Cyber Theatre Project „Online or Offlne, That is A Question“ – Love’s Labour’s Lost

Details

Goethe-Institut Peking in „798”

Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Preis: Eintritt frei