Goethe Open Space 2021
„Fantastic Feast” Artist Talk

Fantastic Feast: Print, Reflection & Reinvention
© AKuB

Abteilung Kultur und Bildung

Michel Foucault fragte: Was ist der Autor? Da jeder Leser sein eigenes Bild von Hamlet habe, sei er selbst tatsächlich auch ein Shakespeare. Die Ausstellung Fantastic Feast rekonstruiert nicht nur die Erinnerung einer Künstlerin an die 1980er Jahre, sondern macht diese auch zu einer Bühne der persönlichen, familiären und nationalen Nostalgie und lässt sie zu Kanälen für verschiedene Stimmen werden. Wie sortiert und reorganisiert eine Künstlerin eigentlich ihre Erinnerung? Greifen da ihre Familiengeschichte, Geschlechter- oder Klassenvorurteile in die Erinnerung mit ein? Wie können wir im Laufe der Zeit unsere eigenen Erinnerungen offen oder im Stillen verändern? Wie lässt sich die verblasste Erinnerung an die 1980er Jahre als Ausrede für unsere gegenwärtig starken Emotionen verwenden? Nutzen wir die Chance der Ausstellung, um über Erinnerung und Amnesie, Verzauberung und Entzauberung, Probe und Rezitation zu sprechen. 

Künstlerin
Waverly Liu, deren väterliche Wurzeln in Swatow liegen, wuchs in der südlichen Küstenstadt Foochow auf und studierte in den Vereinigten Staaten am California College of Arts and Crafts und an der Brown University (Ivy League). Ihre Werke wurden weltweit ausgestellt, unter anderem in den Vereinigten Staaten, Japan, Deutschland und Schweden, und befinden sich sowohl in öffentlichen als auch in privaten Sammlungen. Waverly Liu betreibt das Studio dodo, ein Studio für Druckgrafik in Kanton, in dem sie ihre Grafikkunst, Textilen und Papierwerke herstellt. 

Gast
Huang Yue, Professorin an der Beijing Language and Culture University, beschäftigt sich hauptsächlich mit vergleichender Literatur und vergleichender Mythologie, in der sie sich auf die Interpretation klassischer und zeitgenössischer Mythen aus der Perspektive des Geschlechts konzentriert. Sie ist Autorin des Buchs „Mythological Narrative and Collective Memory", das die chinesischen Mythen aus einer vergleichenden Perspektive interpretiert, und Übersetzerin von „Goddesses, Mysteries of the Feminine Divine" sowie „Celtic myths and legends”. Sie hat mehr als 30 Aufsätze im akademischen Bereich veröffentlicht. 

Kurator
Prof. Xu Jian ist Vorsitzender des Instituts für Geschichte an der Shanghai Universität und Ratsmitglied der Society of Chinese Archaeology und der Society of Ancient Chinese Bronze Drums. Seine Forschungsinteressen umfassen archäologische Geschichte und Theorie, Archäologie der Bronzezeit, Museologie, Studien über materielle Kultur und über kulturelles Erbe. Er war Gastprofessor und Forschungsstipendiat am Bard College, an der Foundation Maison des Sciences de l'Homme, an der Soka University und am Harvard-Yenching Institute. Er kuratierte viele Ausstellungen im Bronzemuseum in Shanxi, in der Guangzhou Art Gallery, im Wuzhong Museum, im Luoyang Museum und in anderen internationalen Museen. Er veröffentlichte verschiedene Bücher, darunter Alternative Traditions in Pre-1949 Chinese Archaeology, und mehr als 50 Zeitschriftenartikel und Konferenzbeiträge. 


 

Details

Abteilung Kultur und Bildung

101 Cross Tower, 318 Fu Zhou Road
Shanghai

Sprache: Chinesisch, Chinesische Gebärdensprache
Preis: Kostenlos, beschränkt auf 60 Gäste, Anmeldung in Huodongxing


Diese Veranstaltung ist Teil der Veranstaltungsreihe Fantastic Feast: Print, Reflection & Reinvention.