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Wie lehrt und lernt man in Zukunft Fremdsprachen?

Digital möchte die Welt schon lange sein. In vielen Bereichen, beispielsweise beim virtuellen Einkauf, in der Kommunikation und in der Art und Weise wie wir uns in der Welt orientieren und bewegen, sind digitale Technologien tatsächlich nicht mehr wegzudenken. Im Bildungsbereich ging es hingegen bis vor kurzem noch traditioneller zu. Unbestritten hat Covid-19 Schulen, Hochschulen und andere Bildungsakteure in eine digitale Welt katapultiert, für die sie zum Teil noch nicht ausreichend vorbereitet waren. Welche Entwicklungen gibt es in Deutschland, Frankreich und China seit Beginn der Pandemie im Bereich des (Fremdsprachen)Lernens? Welche Strukturen, Methoden und Instrumente des digitalen Lernens (von Fremdsprachen) haben sich bewährt, wo muss nachgebessert werden, welche Voraussetzungen müssen erst noch geschaffen werden? Welche lernpsychologischen Auswirkungen hat diese Form des Lernens?
 
Die neuen digitalen Tools, von denen einige künstliche Intelligenz nutzen, bieten Methoden zur Bewertung von Lernenden, um angepasste Bildungslösungen bereitzustellen. Damit folgt das Erlernen von Sprachen dem Trend zur Hyperindividualisierung, einer der wichtigsten Entwicklungen der modernen Gesellschaft. Es erfolgt eine immer präzisere Auswertung, unterstützt durch immer präzisere Messinstrumente, um immer individuellere Antworten zu erhalten. Die erwarteten Vorteile sind sowohl Zeitersparnis beim Lernen als auch eine bessere Einbeziehung des Lernenden.

Hierdurch stellt sich die Frage nach der Rolle der Lehrenden und der Lernenden im Klassenzimmer: Können digitale Werkzeuge die Lehrkraft ersetzen? Wie weit ist das möglich? Ist das Klassenzimmer immer noch der beste Ort zum Lernen? Führt die Entwicklung zu einem neuen Konzept der (Schul-)Klasse? Wie entwickelt sich das Dreieck-Lerner*in / Lehrer*in / Klassenzimmer unter den Auswirkungen der digitalen Revolution?
Das Internet und seine Multimedia-Tools haben dank Online-Software oder Fernlehrgängen bereits begonnen, das Sprachenlernen zu verändern. Die aktuellen technologischen Entwicklungen deuten auf weitere wichtige Veränderungen hin. Mit hoher Wahrscheinlichkeit sind Entwicklungen im Bereich des Spracherwerbs durch (virtuelles) Erleben zu erwarten: Die virtuelle Realität und ihre vielfältigen Anwendungen bieten neue Möglichkeiten für das Erleben einer Sprache und der damit verbundenen Kulturen. Mit einer Virtual-Reality-Brille kann der Lernende stellvertretend das Leben eines jungen Berliners führen und in den Alltag von Menschen eintauchen, deren Sprache erlernt. Auf serious gaming Plattformen kann er französische Ausdrücke lernen, während er versucht, die Intrigen einer Schatzsuche in Paris zu vereiteln.

Für den Lernenden wird das Internet zu einem immensen Forschungsfeld, um sich voll und ganz in die Sprachen und Kulturen der Welt zu vertiefen. Kann das virtuelle Erleben von Kulturen in Zukunft den persönlichen Austausch ersetzen? Wird durch gamification der Spracherwerb spielerisch leichter oder verliert er seine Besonderheit? Sollen virtual reality, augmented reality und Chatbots in Zukunft den klassischen Sprachunterricht ersetzen oder ergänzen?
 
Die Vielzahl an verfügbaren Übersetzungsprogrammen scheint heute eine Utopie anzukündigen: das Ende des Turms von Babel und seine sprachlichen Rätsel. Tatsächlich kann man mit seinem Handy heute überall auf der Welt kommunizieren, auch in Ländern, deren Sprache man nicht spricht. Man muss nur in sein Telefon sprechen, das die in die Landessprache übersetzten Wörter für den*die Gesprächspartner*in fast augenblicklich wiedergibt. Der Mensch kann plötzlich universell kommunizieren. Hinter dieser Fantasie verstecken sich aber auch Herausforderungen.

Zunächst stellt sich die Frage nach der Substanz: Sind Roboter und ihre Algorithmen zuverlässige Übersetzer und Dolmetscher? Hinzu kommt folgende Frage: Ist Übersetzung nur eine Funktion oder gehört sie zu einer anderen, komplexeren Dimension, nämlich der Kommunikation? Mit anderen Worten, die Übersetzung im digitalen Zeitalter weist auf ein Know-how hin, das künstliche Intelligenz (noch) nicht zu bieten scheint: kulturelle und persönliche Vermittlung.

Kurzvideos zur Vorstellung maschineller Übersetzungstechnik:

1. Wie funktioniert maschinelle Übersetzung? Wie funktioniert maschinelle Übersetzung

2. Wie kann ich den EUCPT verbessern? Wie kann ich den EUCPT verbessern

3. Wie übersetze ich ein Dokument? Wie übersetze ich ein Dokument Wie übersetze ich ein Dokument

4. Wie übersetze ich eine Website? Wie übersetze ich eine Website

5. Wie übersetze ich einen Text? Wie übersetze ich einen Text Wie übersetze ich einen Text