Ausstellung QING

Do, 11.11.2021 -
Sa, 11.12.2021

Goethe-Gallery and Black Box Studio

Mixed media-Installation zu Tanz, Exil und Erinnerung von Simon Wachsmuth

Ausstellungseröffnung (Nur auf Einladung):
10.11.2021 (Mi), 18.30 Uhr

Die Ausstellung kann vom 11. November bis zum 11. Dezember 2021 zu den folgenden Öffnungszeiten besichtigt werden:

9.00 - 20.30 Uhr (Mo - Fr)
9.30 - 18.00 Uhr (Sa)
Geschlossen an Sonn- und Feiertagen und am 12. November 2021 (Fr).



In seiner Arbeit ‚Qing‘ schafft der Künstler Simon Wachsmuth eine Analogie zwischen einer Tanzbewegung und dem „Körper-Gepäck“ von Exil und Migration, inspiriert durch die Geschichte seiner jüdischen Familie: Seine Großmutter Gertrud Tenger-Wachsmuth und ihre Schwester Dita waren beide Anhängerinnen des modernen Ausdruckstanzes. Dita konnte in Shanghai Zuflucht finden, als die Nazis an die Macht kamen, während Gerti mit ihrem kleinen Sohn untergetaucht in Wien überlebte. Dita erwarb mehrere traditionelle höfische Seidengewänder in Shanghai. Nach ihrem Tod und dem Ende des Krieges gingen sie an Gerti über und wurden seither in der Familie aufbewahrt. Simon Wachsmuth macht diese Erbstücke nun zu Elementen einer Choreographie. „Aus der Tanzbewegung wird eine Wanderbewegung, und in der Gegenrichtung bewegen sich Waren: Höfische Gewänder aus der Qing-Dynastie und japanische Tassen, die an die Geschenke der ausgewanderten Großtante erinnern. Sie fordern der Tanzbewegung eine besondere Berücksichtigung ab, z.B. das Umtanzen der Tassen. Die Tänzerin kriecht in die Gewänder hinein, als schlüpfe sie probeweise in eine neue Haut.“(Lotte Laub)

In zwei ergänzenden Collagen zeigt der Künstler Bilder und Dokumente aus seinem Familienarchiv, die als Motive in seine Arbeit eingegangen sind.

Qing, 2016 2-channel video projection/2-Kanal-Videoprojektion 22:30 min, HD, sound, color/Ton, Farbe Director/Regie: Simon Wachsmuth Dancer/Tänzerin: Loulou Omer Camera/Kamera: Ralph Netzer Editing/Schnitt: Karen Lönneker Sound/Ton: Jochen Jezussek Camera-assistance/Kamera-Assistent: Mathias Ganghofer Stage/Bühne: Oliver Sterzel Production/Produktion: Franziska Lesák, Julian Voß, Wenzel Wachsmuth Eine Produktion des Steirischen Herbst 2017, Graz


 

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