Ausstellung im „Grey Cube“ The Time That Remains: Room No. 6

The Time that remains The Time that remains

Sa, 27.10.2018 -
Sa, 24.11.2018

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Partner: Arsenal – Institut für Film und Videokunst e.V.
Dauer der Ausstellung: 27.10.2018 – 24.11.2018, täglich von 12 Uhr bis 18 Uhr, Montag geschlossen
Eröffnung mit Diskussion: 27/10 ab 16 Uhr
Kurator: Ma Wen
Künstler*innen: Dani Gal, Judith Hopf, Bjørn Melhus, Hila Peleg, Julian Rosefeldt, Clemens von Wedemeyer, Deng Dekuan, Hu Tao, Jiang Li, Tang Chao, Wang Haiqing, Payne Zhu
Gesprächsteilnehmende: Wu Guanjun, Jiang Yuhui
Ort: Grey Cube, Goethe-Institut China
Eintritt frei

Sind Zeitreisen möglich? Mit dieser Frage setzt das Goethe-Institut China am 27. Oktober 2018 die Veranstaltungsreihe im Rahmen seiner Jubiläumsfeierlichkeiten mit einer Videokunstausstellung fort. Nach 1905 hat sich die ultimative Phantasie der Zeitreise umgedreht: In der konstanten Produktion von Heterotopia, in der Zukunft oder der verbleibenden Zeit sind Raum, Zeit, Materie und Ereignisse ineinander verwoben. Was ist die „Struktur der Zeit“? Was ist „die noch nicht bestehende Gegenwart“?
 
Auf Einladung des Goethe-Instituts China kuratiert Ma Wen für den Grey Cube im Goethe-Institut in 798 die Ausstellung „The Time That Remains: Room Nr. 6” (Die Zeit, die verbleibt: Zimmer Nr. 6), die zwischen dem 27. Oktober und dem 24. November zu sehen ist. Die Ausstellung besteht aus drei Teilen, die zusammen ein Nachdenken über die Struktur der Zeit, die Identität des Raumes, die Manifestation der Ereignisse, Handlungsstrategien und die noch nicht vorhandene Gegenwart ermöglichen.
 
Der erste Teil umfasst sechs Videoarbeiten aus Deutschland von Dani Gal, Judith Hopf, Bjørn Melhus, Hila Peleg, Julian Rosefeldt und Clemens Von Wedemeyer. Jedes dieser Werke steht in enger Beziehung zu unterschiedlichen Zeitlinien sowie zu unterschiedlichen räumlichen Identitäten. Die jeweiligen Handlungslinien werden mit der Geschichte verknüpft und bilden eine komplexe, multi-interpretierbare Netzstruktur. In den Arbeiten wird die Identität des Raumes auf verschiedene Ebenen aufgeteilt und die realen und fiktionalen Momente mit der Komplexität von Ort und Raum verwoben.

Für den zweiten Teil der Ausstellung wurden die sechs chinesische Künstler Deng Dekuan, Hu Tao, Jiang Li, Tang Chao, Wang Haiqing und Payne Zhu eingeladen – sie sind alle jünger als 30. In den letzten 30 Jahren gab es dramatische Veränderungen im sozialen Umfeld Chinas, die sich stark auf das Leben der Menschen auswirken. Die Arbeiten der Künstler*innen beziehen sich dabei auf den Raum und eröffnen unterschiedliche Zeitlinien. Die Künstler greifen individuelle Erfahrungen des Lebens in der Gegenwart auf und setzen die entsprechenden Regeln außer Kraft.

Im dritten Teil wird der Kurator der Ausstellung, Ma Wen, mit Prof. Wu Guanjun und Prof. Jiang Yuhui am 27.10.2018 über „die verbleibende Zeit“ und die Beziehung zwischen Körper und Raum diskutieren. Am 28.10.2018 sind sechs Gäste aus Peking mit ganz unterschiedlichem Hintergrund eingeladen. Sie werden spontan über ihre eigene Geschichte und den Raum improvisieren, wie ein Film im Kopf, der nicht zensiert werden kann.

Ausstellungskatalog (als PDF zum Herunterladen)

Aus Anlass seines 30-jährigen Bestehens stellt das Goethe-Institut China 30 essentielle Fragen, die sich an der Zukunft orientieren und sich mit der menschlichen und gesellschaftlichen Entwicklung beschäftigen. Die Antworten dazu sucht das Goethe-Institut gemeinsam mit seinen Partnern und dem teilnehmenden Publikum in etwa 30 Veranstaltungen, die zwischen September und November 2018 stattfinden. Highlight der Veranstaltungsreihe bildet der durchlaufende 30-stündige Jubiläumsmarathon mit Konzerten, Performances, Installationen, Filmvorführungen, Vortragsreihe sowie Kinderprogramme am 17. und 18. November im Goethe-Institut Peking in „798“.

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