Gastspiel des Maxim Gorki Theaters „Common Ground“ in der Regie von Yael Ronen

Common Ground, ©Thomas Aurin

Di, 21.06.2016 -
So, 03.07.2016

Jugoslawien – ein Land, das es nicht mehr gibt. Zugrunde gegangen in den Bruderkriegen der 90er Jahre. Zum zweiten Mal seit 1914 stand Sarajevo im Zentrum eines Konflikts, der scheinbar bis auf den heutigen Tag nicht enden will. Viele Menschen machten sich von dort aus auf den Weg nach Berlin, auf der Flucht, auf der Suche nach Arbeit oder einem anderen Leben. Wie erleben diese Berliner die Konflikte heute? Die Kinder der Opfer von Kriegsverbrechen leben hier neben den Kindern der Täter. Wie treffen sie aufeinander?
 
„Common Ground“ heißt übersetzt Gemeinsamkeit, gemeinsamer Boden oder auch Bezugserde. Yael Ronen bringt in ihrem neuen Projekt SchauspielerInnen zusammen, die aus Belgrad oder Sarajevo, aus Novi Sad oder Prijedor nach Berlin gekommen sind. Was ist ihr Common Ground? Das Theaterstück wird kollektiv erarbeitet, basierend auf einer gemeinsamen Reise nach Bosnien, auf Begegnungen mit Familienmitgliedern der Protagonisten und mit Experten. Das Theater wird dabei zum sicheren Raum, in dem über Begriffe wie Schuld und Sühne, Vergebung und Vergessen gestritten wird, in dem Klischees, Vorurteile und gegensätzliche Narrative lustvoll aufeinanderprallen.
 
„Common Ground “ wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen und war außerdem Gewinner des Publikumspreises „Stücke 2015“ der Mülheimer Theatertage.


Pressestimmen

 „Eine so einhellige Begeisterung wie nach ,Common Ground‘ war in diesem Jahr bei noch keinem anderen Theaterabend zu hören und zu spüren.“ (Theater heute, Barbara Behrendt)
 
„Selten gelingt es, auf der Bühne so unmittelbar das Leben abzubilden – als sei man live bei einem Versöhnungsakt dabei.“ (Spiegel Online, Anke Dürr)
 

Besetzung

Mit: Vernesa Berbo, Dejan Bućin, Niels Bormann, Tim Porath, Mateja Meded, Jasmina Musić, Tina Keserovic, Orit Nahmias, Aleksandar Radenković
Regie: Yael Ronen
Bühne: Magda Willi
Kostüme: Lina Jakelski
Video: Benjamin Krieg, Hanna Slak
Dramaturgie: Irina Szodruch
Musik: Nils Ostendorf


Termine
 
Premiere mit Publikumsgespräch
Zeit: 21.06.2016, 19:30
Ort: National Centre for the Performing Arts (NCPA)
Bitte besuchen Sie die Homepage des NCPA für den Ticketkauf.
 
Theaterworkshop mit der Regisseurin Yael Ronen und der Performerin Orit Nahmias
Zeit: 22.06.2016, 13:00 - 16:00
Ort: Goethe-Institut Peking
Sprache: Englisch, Chinesisch
Der Workshop richtet sich an Performerinnen und Performer sowie Regisseurinnen und Regisseure. Die Teilnahme am Workshops ist kostenfrei (Anmeldung erforderlich). Maximale Teilnehmerzahl: 20 Personen. Wir bitten Sie, sich noch vor dem 15. Juni unter Angabe Ihrer persönlichen Daten (Name, Alter, beruflicher Hintergrund, kurze Selbstbeschreibung) per Mail anzumelden. Bei erfolgreicher Anmeldung erhalten Sie eine Bestätigung am 18. Juni.
 
Aufführung
Zeit: 22.06.2016, 19:30
Ort: National Centre for the Performing Arts
Bitte besuchen Sie die Homepage des NCPA für den Ticketkauf.
 
Aufführung mit Publikumsgespräch
Zeit: 24-25.06.2016, 19:30
Ort: Shanghai Daning Theatre
Bitte besuchen Sie die Homepage des Shanghai Daning Theatre für den Ticketkauf.
 
Grey Cube Screening: Ground Zero –
Videoinstallation von Hanna Slak
Zeitraum: 14.06.2016 – 03.07.2016, 12:00 - 18:00
Ort: Goethe-Institut Peking
Eintritt frei

 

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