Gastspiel des Deutschen Theaters Berlin Warten auf Godot von Samuel Beckett in der Regie von Ivan Panteleev

Warten auf Godot von Samuel Beckett in der Regie von Ivan Panteleev Foto: Arno Declair

So, 03.07.2016 -
Sa, 09.07.2016

Eine Koproduktion der Ruhrfestspiele Recklinghausen und des Deutschen Theaters Berlin
Dauer: 2h 20, keine Pause
Deutsch von Elmar Tophoven

Ein Scheinwerfer huscht über eine helle Stoffbahn auf Mark Lammerts Bühne, die sich zusammenzieht wie zum Nabel der Welt, um zu verschwinden in einem Trichterschlund, in dem zwei Männer stehen. Wladimir und Estragon (Samuel Finzi, Wolfram Koch) starren aus dem Kraterloch, als seien sie auf einem fremden Planeten gelandet. In dem von schwarzen Vorhängen begrenzten Sperrbezirk und Freiraum puren Spiels ist nur die Vorstellung real. Zwei Habenichtse, die weder Schuh noch Hut, Rübe noch Radieschen vorweisen können. Kein Requisit, an das sie sich halten könnten. Aus dem Ur-Loch steigen auch Pozzo und Lucky (Christian Grashof, Andreas Döhler), ebenso entblößt von Utensilien: kein Strick, keine Peitsche, kein Koffer, rein gar nichts.
 
In Ivan Panteleevs Inszenierung von Becketts „Warten auf Godot“ liegt wie bei einem Palimpsest eine zweite Schrift unter der offen lesbaren – die von Dimiter Gotscheff, dem die Aufführung gewidmet wurde. Bei Panteleev und seinen Akteuren ist alles Entertainment und ein Running Gag im Lauf über die abschüssigen Trichter-Wandungen. Finzi und Koch sind Meister der Selbst-Nachstellung, Fantasten der Gegenwart und doch Träger verborgener Geschichte, Virtuosen der Verabredung, Bescheidwisser im Jetzt der Ewigkeit und Versiegler der Zeit.
 
„Warten auf Godot“ wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen. Samuel Finzi und Wolfram Koch erhalten den Gertrud-Eysoldt-Ring 2014 für ihre Rollen in Warten auf Godot.


Pressestimmen
 
„Finzi und Koch loten die Komik des Stücks in allen Nuancen aus. Die beiden spielen ein pantomimisches Tennis-Match, das in ein Sportarten-Kaleidoskop übergeht. Sie tauschen...“ (Berliner Morgenpost,  Stefan Kirschner, 30.09.2014)
 
„Die besondere Attraktion der Inszenierung liegt zunächst im erneuten Zusammenspiel von Wolfram Koch und Samuel Finzi - dem Lieblingsgespann des verstorbenen Dimiter Gotscheff...“ ( Kulturradio vom RBB, Peter Hans Göpfert, 29.09.2014)
 
„Mark Lammert, der Bühnenbildner dieser Koproduktion des Deutschen Theaters Berlin mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen, findet für Becketts Unort eine klare, poetische Lösung...“ (Der Tagesspiegel, Rüdiger Schaper, 30.09.2014)
 
 
Besetzung

Regie: Ivan Panteleev
Bühne und Kostüme: Mark Lammert
Licht: Robert Grauel
Sounddesign: Martin Person
Dramaturgie: Claus Caesar
Mit: Wolfram Koch (Estragon), Samuel Finzi (Wladimir), Andreas Döhler (Lucky), Christian Grashof (Pozzo), Andreas Döhler (ein Junge)


Termine
 
Premiere mit Publikumsgespräch
Zeit: 03.07.2016, 19:30
Ort: Shanghai Daning Theatre
Bitte besuchen Sie die Homepage des Shanghai Daning Theatre für den Ticketkauf.
 
Aufführung mit Publikumsgespräch
Zeit: 04.07.2016, 19:30
Ort: Shanghai Daning Theatre
Bitte besuchen Sie die Homepage des Shanghai Daning Theatre für den Ticketkauf.
 
Aufführung mit Einführung und Publikumsgespräch

Zeit: 08.07.2016, 19:00
Ort: National Centre for the Performing Arts (NCPA)
Bitte besuchen Sie die Homepage des NCPA für den Ticketkauf.
 
Gespräch „Wie interpretiert man Godot heute?“
Zeit: 09.07.2016, 14:00 – 16:00
Ort: Goethe-Institut Peking
Sprecher: Ivan Panteleev (Regie), Mark Lammert (Bühne & Kostüme), Claus Caesar (Dramaturgie)
Eintritt frei
 
Aufführung mit Einführung
Zeit: 09.07.2016, 19:00
Ort: National Centre for the Performing Arts (NCPA)
Bitte besuchen Sie die Homepage des NCPA für den Ticketkauf.

 

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