Gespräch Wie interpretiert man Godot heute?

Warten auf Godot ©Arno Declair

Sa, 09.07.2016

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Sprecher: Ivan Panteleev (Regie), Mark Lammert (Bühne und Kostüm), Claus Caesar (Dramaturg)
Moderation: Wang Chong (Theaterregisseur)

Landstraße. Ein Baum. Abend. Zwei Akte, zweimal zwei Personen: Wladimir und Estragon, Pozzo und Lucky. Manchmal geht ein Junge vorbei. Nichts geschieht. Und es ist, wie gleich die erste Replik von Becketts Text sagt, auch „nichts zu machen". Was bleibt, ist das Warten. Und das Sprechen. Als ob es keine andere Möglichkeit gäbe, sich seiner selbst zu versichern. Als ob die sich wiederholenden Rituale der Rede zugleich dazu dienten, das Leiden an der Leere der Welt, den puren Zeit-Vertreib, erträglich zu machen. Mit ihm zu spielen. Sich zu retten.

Der 1953 in Paris uraufgeführte Text „Warten auf Godot“ von Samuel Beckett hat bis heute nichts an Intelligenz, Witz und geistiger Sprengkraft eingebüßt. Was macht das Stück so zeitlos? Wie soll man diesen Klassiker des absurden Theaters heute inszenieren? Vor welchen Herausforderungen steht eine Inszenierung des Stückes heute? Wie gelingt es letztlich zu einer ganz eigenen Interpretation zu gelangen?

Diese Fragen sollen im Gespräch zum Thema „Wie interpretiert man Godot heute?“ am 9. Juli im Goethe-Institut Peking erörtert werden. Teilnehmen werden Regisseur Ivan Penteleev, den Bühnenbildner Mark Lammert und den Dramaturgen Claus Caesar des Deutschen Theaters Berlin sowie der chinesische Theaterregisseur Wang Chong.

Die Inszenierung „Warten auf Godot“ des Deutschen Theaters Berlin wurde zum Theatertreffen 2015 eingeladen. Für ihre herausragende Darstellung erhielten die Schauspieler Samuel Finzi und Wolfram Koch den Gertrud-Eysoldt-Ring 2014. 

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