Pop-up Ausstellung Videoarbeiten von Julia Weißenberg

„To Make You feel Comfortable“, Julia Weißenberg HD Video, Stereo Sound, 9:18 Min., 2017 Julia Weißenberg

Sa, 29.04.2017 -
Fr, 26.05.2017

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Partner: Deutsch-chinesischer Künstler-Austauschprojekt „Kunst gemeinsam gestalten!“, Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch (GeKA)

Ausstellungseröffnung: 29.04.2017, 16:00

Im Rahmen des deutsch-chinesischen Künstler-Austauschprojekts
„Kunst gemeinsam gestalten!“ präsentiert das Goethe-Institut China vom 29. April bis 26. Mai 2017 zwei Videoarbeiten der teilnehmenden Künstlerin Julia Weißenberg: „To Make You feel Comfortable“ und „Imaginary City“.  
 
„To Make You feel Comfortable“ (HD Video, Stereo Sound, 9:18 Min., 2017) von Julia Weißenberg entwickelt vor dem Hintergrund einer Smart City eine Narration über die Bewohnerin A, die in einem der Smart Homes dieser Stadt lebt. Besonderen Fokus legt das Video auf die Bedingungen des Kommunizierens. Merkmal einer Smart City oder eines Smart Home ist, dass alle Dinge über das so genannte „Internet of Things“ in ständigem Austausch miteinander stehen. Dabei geht es vor allem darum, ein möglichst großes Maß an Nachhaltigkeit (Energieeffizienz) aber auch an Sicherheit zu schaffen. Andererseits bedeutet dies, dass sich die Bewohnerinnen und Bewohner einer permanenten Datenerhebung unterziehen und somit das gesamte Verhalten der Stadtbewohnerinnen und –Bewohner überwacht werden kann. Die für das Video entwickelten Texte basieren u.a. auf Äußerungen zum Datenschutz des früheren Google-CEO Eric Schmidt sowie auf einer Präsentation von Rem Koolhaas zum Thema der Smart City aus dem Jahr 2014.
 
Das Video „Imaginary City“ (HD-Video, 12 Min., 2014) dokumentiert die zeitintensive Entstehung eines Sandmandalas. Der vier Tage andauernde Prozess wird im Video auf 12 Min. verkürzt. Die einzelnen Bildmotive, aus denen das Sandbild besteht, wurden aus 3D-Animationen architektonischer Entwürfe entnommen. Nach der Fertigstellung des Bildes wird der Sand wieder zusammen gefegt. Das Video reflektiert die in den 3D Animationen entworfenen Utopien einer verbesserten urbanen Lebenswelt im Kontext von ausgehenden Ressourcen (Sand) und zeitlichen Begrenzungen.
 
Julia Weißenberg wurde 1982 in Bergisch Gladbach geboren. Sie studierte an der Kunsthochschule für Medien in Köln und erhielt 2012 ein Diplom mit Auszeichnung bei Prof. Dr. Karin Harrasser, Prof. Matthias Müller und Prof. Johannes Wohnseifer. 2014 wurde Julia Weißenberg das Chargesheimer Stipendium für Medienkunst zugesprochen und ein Arbeitsstipendium im Schloss Ringenberg. Seit 2012 werden Ihre Arbeiten in internationalen Ausstellungen und Screenings präsentiert. Zurzeit arbeitet Weißenberg im Rahmen des deutsch-chinesischen Künstler-Austauschprojekts „Kunst gemeinsam gestalten!“, initiiert von der Gesellschaft für Deutsch-Chinesischen kulturellen Austausch (GeKA), in Peking. Das Projekt findet in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut China statt und wird vom Auswärtigen Amt, der Lotto-Stiftung Berlin, Huawei Technologies, der Deutsch-Chinesischen Parlamentarier-Gruppe im Bundestag, Ströer Media, Kulturprojekte Berlin, der Mercator Stiftung und Beijing Tianjie Group Company Ltd. unterstützt.

 

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