Auftaktveranstaltung und Gespräch Auftaktveranstaltung zum Theatertreffen - Gespräch „Das Theatertreffen und die Auswahl 2017“

© Phile Deprez © Phile Deprez

Sa, 30.06.2018

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Zeit: 30.06.2018, 14:00 - 15:30
Ort: Goethe-Institut China
Gäste: Shirin Sojitrawalla (Theaterkritikerin und Jurorin beim Theatertreffen), Jeroen Versteele (Dramaturg der Intendanz der Berliner Festspiele)
Moderation: Dr. Clemens Treter (Leiter des Goethe-Instituts China)
Sprache: Deutsch, Chinesisch
Eintritt frei

Jedes Jahr im Mai versammelt das bedeutendste deutsche Theaterfestival Theaterschaffende, Journalist*innen und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Herzstück des Theatertreffens sind die zehn „bemerkenswertesten Inszenierungen“, die alljährlich von einer unabhängigen Kritiker*innenjury ausgewählt werden. Die derzeitige Theatertreffen-Jury besteht aus sieben Theaterkritiker*innen. Die ehrenamtlichen Juror*innen bleiben maximal drei aufeinanderfolgende Jahre im Amt. Berufen wird die Jury von der Theatertreffen-Leitung und dem Intendanten der Berliner Festspiele. Die Juroren sind Journalisten oder Kritiker aus dem deutschsprachigen Raum. Sie schauen im Jahr rund 400 Produktionen an - jedes Mitglied zwischen 70 und 120 Produktionen - und wählen die zehn bemerkenswertesten Neuproduktionen in mehreren Abstimmung- und Diskussionsrunden aus.
 
Was sind die Kriterien bei der Wahl der bemerkenswertesten Inszenierungen? Wie funktioniert der Abstimmungsprozess? Inwieweit werden die Aktualität und Realität bei den Produktionen reflektiert? Spiegelt die Auswahl die Tendenz der Entwicklung der deutschsprachigen Theaterszene wider? Wie haben sich die Juror*innen zur Auswahl von 2017 geeinigt, vor allem bei den Produktionen „Five Easy Pieces“ und „Drei Schwestern“?
 
Zum Auftakt des „Theatertreffens in China 2018“ lädt das Goethe-Institut China Shirin Sojitrawalla, Jurymitglied des Theatertreffens und Jeroen Versteele, Dramaturg der Intendanz der Berliner Festspiele, zu einem Gespräch ein. Sie werden einen Einblick in die Struktur dieses bedeutendsten deutschen Theaterfestivals geben und die Besonderheiten der Auswahl von 2017 vorstellen. Im Anschluss an das Gespräch zeigen wir die Videoaufnahme von „Drei Schwestern“, einer Produktion des Theaters Basel, mit einer Einführung durch Frau Sojitrawalla.
 
Shirin Sojitrawalla, geboren 1968 in Freiburg im Breisgau, studierte Germanistik, Politikwissenschaft und Komparatistik. Danach absolvierte sie ein Volontariat bei der „F.A.Z.“ Seit dem Jahr 2000 ist sie als freiberufliche Kulturjournalistin für verschiedene Medien tätig. Hauptsächlich beschäftigen sie Theater und Literatur, mit Ausflügen in die bildende Kunst und ins Kino. Zurzeit arbeitet sie vornehmlich für „nachtkritik.de“, die „taz“, „Theater der Zeit“, die „Frankfurter Rundschau“, den Deutschlandfunk und die „Wiener Zeitung“. Zudem organisiert sie Festivals, führt Interviews und moderiert Lesungen.

Jeroen Versteele, geboren 1980 in Leuven, Belgien, studierte Germanistik und Transmedia in Brüssel. Er arbeitete von 2005-2010 am NTGent. In diesem Zeitraum war er Dramaturg bei Produktionen von Johan Simons und für die Schauspielgruppe Wunderbaum. Versteele war ebenfalls Journalist für die belgische Tageszeitung „De Morgen“ und für die Theaterzeitschriften „Etcetera“ und „Theatermaker“. Im Jahr 2010 wechselte er an die Münchner Kammerspiele, wo er seitdem u.a. mit Susanne Kennedy, Johan Simons, Meg Stuart, Luk Perceval, Tian Gebing, Martin Kušej und Kristian Smeds zusammenarbeitete. Von 2015 bis 2017 war Versteele Dramaturg bei der Ruhrtriennale. Seit 2017 ist er als Dramaturg der Intendanz der Berliner Festspiele tätig.
 

Zurück