DISKUSSION ZUR AUSSTELLUNG „BORDER RESONANCE“ ARTIFICIAL INTELLIGENCE, IDENTITY AND FUTURE ART

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So, 14.10.2018

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Zeit: 14.10.2018, 15:00 - 18:00
Ort: Goethe-Institut China
Gäste: Song Ruihua, Geng Han, He Di, Iris Long, Guo Cheng
Moderation: Hu Hao, Zhang Wenxin
Sprache: Chinesisch
Eintritt frei
 
Wie ist die Position des Menschen angesichts der sich immer weiter entwickelnden Künstlichen Intelligenz? Wie verändert Künstliche Intelligenz unsere Wahrnehmung von Geschlecht, Klasse und anderen Identitäten? Kann in unserer Zeit ein Algorithmus als Erfindung verstanden werden? Kann ein Algorithmus Kunst schaffen?
 
Zeitgleich zur Ausstellung „Border Resonance“ veranstaltet das Goethe-Institut China am 14. Oktober ein Forum zum Thema „Artificial Intelligence, Identity and Future Art“. Mit Wissenschaftler*innen, Kunstkritiker*innen, Kurator*innen und Künstler*innen werden wir versuchen, die Beziehung zwischen Künstlicher Intelligenz und Kunst im Kontext der genannten Themen zu definieren, und diskutieren, in welche Richtung sich Kunst unter dem Einfluss der Künstlichen Intelligenz weiterentwickeln könnte.

Song Ruihua, Chefwissenschaftlerin von Microsoft Xiaobing (MSXiaoice), PhD, Fakultät für Informatik, Shanghai Jiaotong University. Von 2003 bis Juli 2017 war Song Forschungsleiterin bei Microsoft Research Asia mit Schwerpunkt auf Information Retrieval, Data Mining und Natural Language Processing, wobei ihr Fokus auf Textgenerierung (einschließlich Dialog) lag. Die von ihr federführend entwickelte multimodale Texterzeugungstechnologie kam bei der Erstellung der Gedichtsammlung The Sunshine Lost Windows zur Anwendung: Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit fungierte hier eine Künstliche Intelligenz aus Autor. Gleichzeitig war Song Ruihua auch regionale Vorsitzende der Conference on Information and Knowledge Management CIKM, Senior Member des Programmkomitees bei Special Interest Group on Information Retrieval SIGIR und The International Conference of World Wide Web sowie Mitglied des Programmkomitees bei internationalen Konferenzen über Information Retrieval, Data Mining und Künstliche Intelligenz. Sie war auch Vorsitzende der International Information Evaluation Conference und veröffentlichte mehr als 50 wissenschaftliche Arbeiten bei internationalen Konferenzen und in Zeitschriften.
 
Geng Han, PhD in Volkskunde und Kunst, ist Dozent an der Beijing Jiaotong University und Gastwissenschaftler an der New York University. Geng Han beschäftigt sich hauptsächlich mit Volkskunst und den damit verbundenen volkstümlichen Glaubenspraktiken. Er war schon immer daran gewöhnt, die Genese und kulturelle Bedeutung chinesischer (zeitgenössischer) Kunst von außen zu beobachten. Zwischen 2014 und 2016 betrieb er gemeinsam mit Freunden den Kunstraum LAB-47 in Peking und untersuchte zwei Jahre lang bei seiner Feldforschung die Interaktion zwischen zeitgenössischer Kunst und Volkskultur. In den letzten Jahren widmete er sich in erster Linie dem Studium der „Design-Anthropologie“. Gleichzeitig ist er weiterhin als Autor für die Zeitschrift Art World tätig.
 
He Di forscht auf dem Gebiet des maschinellen Lernens. Sein Schwerpunkt sind Deep-Learning-Algorithmen und deren Anwendung bei der maschinellen Verarbeitung natürlicher Sprache, einschließlich Textähnlichkeitsanalyse, Generierungsmodell, maschinelle Übersetzung und Textklassifizierung. He Di hat viele wissenschaftliche Artikel bei Konferenzen zu Maschinenlernen wie NIPS und ICML veröffentlicht und lange Zeit an der Redaktion für internationale Konferenzen zu künstlicher Intelligenz mitgearbeitet.
 
Iris Long ist Kuratorin, Autorin und Forscherin für „Tech Art“ an der Zentralen Hochschule für Bildende Kunst (CAFA) in Peking. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt auf der Beziehung zwischen künstlerischem Schaffen und Datenumfeld bzw. -Technologie im Kontext von Ubiquitous Computing und Informationsüberflutung. An der CAFA begründete sie den Studienzweig „Data Art“. Sie ist auch Mitbegründer des SCREEN ROOM-Projekts. Ihre Arbeiten wurden u. a. an der CAFA, am Chronus Art Center (CAC) in Shanghai, der Power Station of Art in Shanghai und am V2_Lab for the Unstable Media in Rotterdam, Niederlande, und bei ISEA (International Symposium for Electronica Art) ausgestellt. Sie wurde für den Prix Cube International Digital Art Prize for Emerging Artists nominiert und erhielt eine Special Mention bei Film and Visual Media in Asia. Sie hat Rethinking Curating übersetzt und wurde für den 11. AAC Award of Art China in der Sparte „Publikation“ nominiert und war Finalistin beim ersten International Awards for Art Criticism für die Sprache Englisch. Iris Long hat einen Master in Kunstkritik vom Royal College of Art und einen Bachelor in Journalismus von der Tsinghua-Universität.
 
Guo Cheng hat einen Bachelor-Abschluss an der Shanghai Tongji University und einen Master-Abschluss am Royal College of Art erworben. Die meisten seiner Arbeiten beschäftigen sich mit dem Einfluss von Mainstream- oder aufstrebenden Technologien auf soziale und kulturelle Aspekte. Er untersucht die daraus entstehenden Konflikte sowie die Beziehung zwischen den Individuen und sozialem Leben. Guo Cheng nahm u. a. an folgenden Ausstellungen teil: „Machines Are Not Alone: A Machinic Trilogy“ (Chronus Art Center, Shanghai 2018); „The Ecstasy of Time“ (He Xiangning Art Museum, Shenzhen 2017); „GAMERZ II“ (Festival des Arts Multimedia, Frankreich 2015); „The Ballad of Generation Y“ (OCAT Shanghai, OCT Modern Artistic Center, 2015), „Imaginary Body Boundary“ (Digital Art Center Taipei,2015), STRP Biennial (Eindhoven 2013. Er gewann 2017 den BadAward (NL), den Gijs Bakker Awards 2016 (NL) und den Preis der Jury der Free Art Fair Taipei. Guo Cheng war Director of Operations am Chronus Art Center (CAC) in Shanghai und Gastdozent an der Universität der Niederlande (Vrije University, Amsterdam, 2017). Seit 2013 unterrichtet er daneben auch an der Tonji-Universität Shanghai.
 

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