Vortrag Wie können wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden?

Wie können wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden? Wie können wir Wichtiges von Unwichtigem unterscheiden?

Sa, 17.11.2018

Goethe-Institut Peking in „798”

Goethe-Institut China
Originality Square, 798 Art District, Jiuxianqiao Road 2, Chaoyang District
Beijing

Zeit: 17.11.2018, 18:30 – 19:00
Sprecher und Sprecherin: Hans-Werner Krösinger (Theaterregisseur), Regine Dura (Dokumentarfilmregisseurin, Autorin und Dramaturgin)
Sprache: Deutsch, Chinesisch
Ort: Bühne, Goethe-Institut China
Eintritt frei
 
Anlässlich des 30. Jubiläums stellt das Goethe-Institut China 30 essentielle Fragen, die auf die Zukunft gerichtet sind und sich mit menschlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen beschäftigen. Davon werden 10 Fragen in einer Vortragsreihe, die am 17. und 18. November während des „Jubiläumsmarathons“ stattfinden wird, von wichtigen internationalen Wissenschaftlern, Intellektuellen und Künstlern beantwortet.
 
Das Theater ist ein langsames Medium.
 
Das Theater ist ein subjektives Medium.
 
Lass dich nicht hetzen von einer NEUIGKEIT, oder wie George Tabori es einmal gesagt hat „langsam, langsam, wir haben wenig Zeit.“
 
Wer die Welt in einem tweet von 140 Zeichen erklärt, erzählt mehr von sich, als von der Welt.
 
Wir lassen Artikel grundsätzlich erst einmal liegen, schauen dann was vor einer Woche, vor einem Monat, oder vor einem Jahr zu dem Thema geschrieben wurde.
 
Interessante Artikel lesen wir uns laut und langsam vor, das macht meist schon einiges klar.
 
Wir reagieren nur auf das, was uns wichtig ist, d.h. wollen wir uns damit über einen längeren Zeitraum beschäftigen.
 
Gute Artikel werfen Fragen auf, erfordern Arbeit, klingen die Erklärungen zu einfach sind sie meist falsch.
 
Sortieren ist Arbeit, es erfordert Muße, macht Freude. Was für das eine Projekt unwichtig scheint, kann für ein anderes wichtig werden.

  Koresinger Koresinger Hans-Werner Kroesinger, geboren 1962 in Bonn, studierte „Drama/Theater/Medien“ in Gießen bei Andrzej Wirth und Hans-Thies Lehmann. Zwei Jahre ist Kroesinger Regieassistent und Dramaturg für Robert Wilson. Er ist u. a. beteiligt an dessen Inszenierung Hamletmaschine in New York. 1989 künstlerischer Mitarbeiter Heiner Müllers bei der Produktion Hamlet/Hamletmaschine am DT Berlin. Seit 1993 eigene Inszenierungen an renommierten Stadt- und Staatsbühnen wie dem Berliner Ensemble, dem Staatstheater Stuttgart und in der freien Szene, v. a. am HAU, im Radialsystem, und im Podewil Berlin, im FFT Düsseldorf oder dem Maxim Gorki Theater Berlin. Kroesingers Arbeiten wurden zu renommierten Festivals wie „Politik im freien Theater“ (2003, 2007, 2011), Int.Keuze (Rotterdam 2007) oder „Impulse“ (NRW 2009) eingeladen. 2007 erhielt er den Brüder-Grimm-Preis des Landes Berlin für seine Inszenierung Kindertransporte im Berliner Theater an der Parkaue.
 

Regine Dura Regine Dura Regine Dura studierte Politologie, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft, Germanistik, Kunstpädagogik (M.A.) und Video an der HdK, Berlin. Sie arbeitet als Dokumentarfilmregisseurin, Autorin und Dramaturgin. 2012 entsteht ihr Dokumentarfilm White Blood/Weißes Blut (ZDF/Arte) über ein rassistisches deutsch-südafrikanisches Adoptionsunternehmen. Festivals u. a.: Max Ophüls Preis, Dokfilmwoche Hamburg, Dokumentarist Filmfestival Istanbul. Stipendien der Deutsch-Kanadischen Gesellschaft, der Filmförderungsanstalt FFA, des MEDIA-Programms der Europäischen Union, der DEFA-Stiftung und Stipendium der Kulturakademie Tarabya (2013/14) mit Hans-Werner Kroesinger, mit dem sie seit 2000 als Dramaturgin arbeitet (u. a. FRONTex Security/HAU, Schlachtfeld Erinnerung 1914/2014 (Belgrad, Sarajevo, Istanbul, Berlin, Kunstfest Weimar), Exporting War und GRAECOMANIA 200 years/HAU, Musa Dagh– Tage des Widerstands/ Gorki Theater).
 

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